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DIE

GROSS-SCHMETTERLINGE

DER ERDE

EINE SYSTEMATISCHE BEARBEITUNG DER BIS JETZT BEKANNTEN GROSS-SCHMETTERLINGE

IN VERBINDUNG MIT NAMHAFTEN FACHMÄNNERN

HERAUSGEGEBEN VON

Prof. Dr. ADALBERT SEITZ

I. ABTEILUNG PALAEARKTISCHE FAUNA BAND 1—4 II. ABTEILUNG EXOTISCHE FAUNA BAND 5—16

Q. BAND

ALFRED KERNEN, VERLAG, STUTTGART

1927

DIE

IN DO- AUSTRALISCH EN

TAGFALTER

MIT 177 TAFELN

V

TEXT-BAND

v

ALFRED KERNEN, VERLAG, STUTTGART

1927

/

Alle Rechte, besonders die der Uebersetzung, Vorbehalten.

Printed in Germany.

Copyright 1927 by Altred Kernen, Verlag, Stuttgart.

Druck von H. Laupp jr, Tübingen.

V orwort.

Indem ich mit diesen Worten der Einführung den 9. Band der „Groß- Schmetterlinge der Erde“ ab¬ schließe, fühle ich mich ganz besonders zur Bitte um eine milde und nachsichtige Beurteilung gedrängt . Ist schon an sich die gegenwärtige Zeit infolge der europäischen Wirren für das Herausbringen großer und kost¬ spieliger Werke die denkbar ungeeignetste, so hat dieser 9. Band noch unter ganz besonders empfindlichen Schicksalsschlägen zu leiden gehabt. Der gesamte Band war ausgearbeitet, die ersten 800 Seiten schon aus¬ gegeben und alle Tafeln vorbereitet, als der Krieg ausbrach ; lediglich die textliche Bearbeitung der Lycaenidae stand noch aus. Diese war von verschiedenen bekannten Autoren anfangs zugesagt, aber stets wieder aufgegeben worden, bis der Bearbeiter der meisten andern Abteilungen des Bandes, H. Eruhstorfer, sich entschloß, auch dieses Kapitel noch zu übernehmen. Aber nachdem die Tafeln seiner Anordnung gemäß fertig gestellt waren, wurde er zu jahrelanger Arbeitspause genötigt und als er eben im Begriffe war, die Arbeit wieder aufzunehmen, vom Tode ereilt.

Eine nochmalige Herstellung der 22 sehr komplizierten Ly caeniden-Taf ein, nach den etwaigen Vor¬ schlägen anderer Bearbeiter, war ganz ausgeschlossen und da sich begreiflicherweise kein Mitarbeiter finden ließ, der sich in allen Stücken nach den schon ausgegebenen Tafeln richten wollte, so war der Herausgeber gezwungen, das Kapitel selbst zu übernehmen.

Bei dieser Arbeit habe ich es für richtig gehalten, mich ganz an die Maximen H. Frühst oreers zu halten, auch da. wo meine persönliche Auffassung sich nicht mit der seinigen deckt. Einesteils war ich hierzu durch die nach Fruhstorfers Angaben und Vorlagen hergestellten Tafeln gezwungen, von denen doch der Text nicht abweichen durfte, andernteils habe ich geglaubt, so die Homogenität mit den andern Kapiteln des Bandes, die bis auf die Papilionidae sämtlich von Eruhstorfer bearbeitet sind, besser zu wahren. Glücklicher¬ weise konnte mit dankenswerter Hilfe des Herrn Dr. von Rosen in München noch manche Auskunft über die Abbildungsvorlagen erlangt werden; manche Zweifel allerdings blieben unlösbar, da weder Manuskript noch Notizen aus dem Fruhstorferschen Nachlaß zu erreichen waren. Es scheint, daß Eruhstorfer in der Ab¬ sicht, Neubeschreibungen an den entsprechenden Stellen einzureihen, einige ganz unbekannte Schmetterlings¬ arten abbilden ließ, mit denen spätere Bearbeiter absolut nichts anfangen konnten, da jede Unterlage fehlte.

Die Klärungsversuche kosteten wiederum mehrere Jahre, und so ist es gekommen, daß die Herausgabe der Lycaenidae volle 12 Jahre, von 1915 1927, in Anspruch nahm, während die rund 900 Seiten der übrigen Tagfalter Indo-Australiens in wenigen Jahren bewältigt und in programmäßigen Abständen erschienen waren.

Die 177 Tafeln des Bandes sind nach der auch bei den andern Ländern angewandten Methode herge¬ stellt, fast alle nach der Natur und ich kann nicht genug danken für die hilfreiche Unterstützung bei der Be¬ schaffung und Verarbeitung des Vorlagenmaterials. Mein Dank gebührt in erster Linie Lord Rothschild. der die Entnahme sämtlicher von Dr. Jordan bearbeiteter Papilionidae aus dem Tring-Museum gestattete. Ferner stand mir aus dem Senckenberg-Museum in Frankfurt die reichhaltige Sempersche Sammlung zur Verfügung, so daß fast alle philippinischen Arten nach authentischen Exemplaren bzw. Typen abgebildet werden konnten. Meine eigene Sammlung, heute gleichfalls im Senckenbergianum in Frankfurt a. M.. die in ihrer Gesamtheit wohl über 70 000 Exemplare enthielt, war auf zahlreichen Reisen in Indien. China und Austra¬ lien zu einer ansehnlichen Reichhaltigkeit gebracht worden; für die Tafeln 51 162 hatte Frfhstorfer die Originale fast sämtlich seiner Sammlung entnommen und so konnte eine annähernde Vollständigkeit der Ab¬ bildungen in der Art erzielt werden, daß von allen Spezies, deren Erlangung für die Sammler nicht gar zu un¬ wahrscheinlich ist, eine oder einige Formen wiedergegeben worden sind. Auch hier war das leitende Prinzip

VI

VORWORT.

eine tunlichste Beschränkung derjenigen Tafeln, die den Anschaffungspreis des Werks erhöht hätten. Von den riesigen Zeuxidia wurden dabei nur etwa 20% der bekannten Formen abgebildet, von den kleinen Lycae- niden aber oft bis zu 60% aller benannten Rassen, weil, während erstere sich leicht durch die Beschreibung erkennen lassen, die kleinen Falter mit ihren subtilen Unterscheidungen eine Vermehrung kleiner Bilder be¬ sonders erwünscht und dabei räumlich tragbar erscheinen ließen.

Nachdem die Bearbeitung der Hesperiden. die gleichfalls der Arbeitsmethode Frtihstorfers angepaßt, schon im Jahre 1914 fertig gestellt wurde, im Warten auf die vorangehenden Lycaeniden bis 1927 ungedruckt hatte liegen müssen, entstand die Frage, ob diese jetzt nochmals umgearbeitet und durch Nachträge auf das heutige Datum eingestellt, oder ob sie so. wie sie war, gedruckt werden sollte. Daß ich nach einer flüchtigen Durchsicht den Abdruck in kaum veränderter Form vornahm, hat seinen Grund darin, daß eine entsprechende Umgestaltung den längst fertigen, zum Teil schon ausgegebenen Tafeln nicht mehr entsprochen hätte und Tafeln und Text sich im Werk doch decken sollen. Auch kam mir die Zunahme an Material seit 1914 nicht so sehr groß vor, und wenn alle seitdem beschriebenen Formen lückenlos nachgetragen worden wären, so hätten die Hesperiden in ihrer Bearbeitung mit den andern Teilen des Werkes nicht mehr übereingestimmt. Zudem ist bereits die Zeit gekommen, wo die Supplementa für das Gesamtwerk in Arbeit genommen sind, so daß eine nennenswerte Verspätung nicht entsteht, wenn die seit 1914 publizierten Neuentdeckungen in diesen Supplementband aufgenommen werden. Nur diejenigen größeren Publikationen, die schon 1914 erschienen waren, infolge der Blockade aber nicht nach Deutschland gelangen konnten, wie Walterhouse u. Lyell und ähnliche, wurden bei einer nochmaligen Ueberarbeitung nachgetragen.

Die außerordentlich große Zahl beschriebener indo-australischer Formen der Index enthält rund 14 000 Namen machte eine allseitig gekürzte und auf das notwendigste beschränkte Behandlungsweise zu einer Vorbedingung. Durchschnittlich standen nur 2 3 Zeilen für jede Form zur Verfügung und die Bearbei¬ tung konnte nirgends über ihre ursprüngliche Aufgabe hinausgehen. Ganz besonders ist auf eine Unter¬ suchung der Artberechtigung der einzelnen Formen fast nirgends eingegangen worden, so wenig wie in den andern Bänden. Solche Entscheidungen ohne Begründung, die meist anatomische Umstände in Betracht zieht, sind von sehr geringem Wert, und ausführliche Begründungen wieder sind ihrer räumlichen Weitschweifig¬ keit wegen hier ganz unmöglich. In welchen Fällen eine Form ihrer geographischen Nachbarform gegenüber „Lokalrasse“ oder „vikariierende Spezies“ ist, wird in vielen Fällen bis zu gewissem Grade Ansichts¬ sache bleiben und kann daher hier nicht diskutiert werden. Wir beschränken uns darauf, die zu gemein¬ samen Besprechungen der Differenzen geeigneten Formen in Paragraphen zu ver¬ einigen; diese Regel wird ja naturgemäß meistens die Formen einer „Spezies“ (sog. „Gesamtart“) auch in einer Besprechung zusammenbringen ; aber mit diesen Zusammenstellungen darf nicht die Annahme verbunden werden, daß alles gemeinsam Besprochene damit zu artlicher Zusammengehörigkeit gestempelt werden soll. Kri¬ tiken, wie die, das gewisse in den „Groß- Schmetterlingen“ zusammengenannte Formen „falsch zusammen¬ gestellt“, oder daß die „Artrechte verkannt“ worden seien, wie sie immer wieder auftauchen, sind darum absolut gegenstandslos, bis vielleicht auf die seltnen Fälle, wo dieser Frage im Text vom Bearbeiter ausdrücklich gedacht worden ist.

Nur durch die kursorische Behandlungsweise war es überhaupt möglich, das außerordentliche umfang¬ reiche Material der indo-australischen Tagfalter meinem Bande zusammenzufassen. Dabei wurde ohnedies der Umfang, der auf höchstens 1000 Seiten und 150 Tafeln bemessen war, um 100 Seiten und 27 Tafeln über¬ schritten. Es war darum von vornherein ausgeschlossen, dem von englischer Seite geäußerten Wunsche, die schon in Bd. 1 behandelten Paläärktiker, welche auch in das indische Gebiet eindringen, statt sie nur mit einem Hinweis auf Bd. 1 zu nennen, nochmals ausführlich und besonders auch im Bilde in Band 9 zu bringen, zu ent¬ sprechen. Davon, daß die Möglichkeit, die Faunenbände einzeln zu beziehen, hierzu verpflichte, konnte ich mich nicht überzeugen. Die Chance, einzelne Bände zu kaufen, soll lediglich ein Entgegenkommen an spezialistisch interessierte Leser bedeuten; aber darum ist das Gesamtwerk um nichts weniger als ein Ganzes gedacht und ich halte mich nicht für berechtigt, um einzelner Spezialisten Willen eine Einrichtung zu treffen, die durch Wiederholung in Text und Bildern den Bezug des Gesamtwerks verteuern würde, auch wenn diese Ver¬ teuerung - wie die Zuschriften meinen nur 1 2 Dutzend Tafeln oder einige Bogen Text betragen würde.

Seit Erscheinen des Werks hat die Nomenklaturfrage stets im Vordergründe des Interesses von Fachmännern wie Laien gestanden. Als das Werk zu erscheinen begann, hatte gerade der damalige Stand der Angelegenheit das Resultat ergeben, daß eine Durchführung der „internationalen Nomenklaturregeln“ als eines obligatorischen Kodex von der Mehrheit der Zoologen abgelehnt worden war. Der Heraus¬ geber hat darum geglaubt, daß ein auf Wissenschaftlichkeit Anspruch machendes Werk, auch wenn es rein und ausschließlich entomologisches Material behandelt, sich nicht von dem für die allgemeine Zoologie maßgebenden Standpunkt entfernen und nie vergessen darf, daß die Entomologie nur ein Zweig der Zoologie ist. Bei den internationalen Kongressen habe ich nicht den Eindruck gewinnen können, daß sich die „internationalen Regeln“ jemals Gesetzeskraft erwerben würden. Ihre Unzulänglichkeit hat sich zu deutlich gezeigt, um eine andere Auffassung zuzulassen. Sie haben ihre Hauptaufgabe die Nomenklatur zu stabilisieren nicht

VORWORT.

VII

nur nicht erfüllt, sondern gerade im Gegenteil durch Auslegungsdifferenzen die Verwirrung dermaßen gesteigert, daß diese kaum noch größer werden kann. Es ist darum bei internationalen Besprechungen bereits als eine Ausflucht aus dem Labyrinth bezeichnet worden, wenn später einmal große Sammelwerke oder umfassende Kataloge, sobald diese existieren, als Regulativ für Nomenklaturfragen festgesetzt würden; Rufe nach Schieds¬ gerichten, nach Kommissionen mit zwingender Entscheidungskraft usw. wurden laut. Es war damals - und ist heute noch mehr ganz unmöglich, vorauszusagen, auf welchem Wege es einmal gelingen wird, eine Eini¬ gung in den verschiedenen Nomenklaturfragen zu gewinnen; daß eine Erteilung von Gesetzeskraft an die seit¬ herigen ,, Nomenklaturregeln“ allgemeine Billigung fände, scheint mir heute nicht wahrscheinlicher, als beim Abschluß der früheren Bände.

Darum habe ich es den einzelnen Herrn Bearbeitern überlassen müssen, inwieweit sie diese Regeln durchzuführen gewillt sind. Widerstand von seiten des Herausgebers gegen die jedem Bearbeiter sympathische Gebrauchsweise hätte in der Nomenklaturfrage nichts genützt, dagegen die Arbeitsfreudigkeit der Mitarbeiter beeinträchtigt, ohne zu einer Einigung zu führen.

Der heute in weiten Kreisen beliebten Gewohnheit, auch geringfügige Abweichungen von der Type und feinere Unterschiede in Färbung und Zeichnung mit eigenem Namen zu belegen, ist in weitem Maße von verschiedenen Bearbeitern Rechnung getragen worden. Der Herausgeber hat hierin geglaubt, sich jeder Beeinflussung der in der Wissenschaft hervorragenden Spezialisten enthalten zu sollen. Einziehung bereits gegebener Namen hätte stets, sollte sie nicht als unberechtigte Willkür erscheinen, eine umständliche Begrün¬ dung verlangt, die den verfügbaren Raum um ein Vielfaches überschritten hätte und ist darum hier unter¬ blieben und den Monographen Vorbehalten worden.

Die Tafeln des neunten Bandes haben sich keine andere Aufgaben gestellt, als die der andern Bände, besonders auch die des Paläarktenteils. Sie sollen und können keine Kunstwerke sein, da das gesamte Werk auf den Endzweck der Brauchbarkeit und Billigkeit eingestellt ist. Die Kunstanstalt von Wer¬ ner & Winter, bei der fast sämtliche Tafeln ausgearbeitet wurden, hat bei andern Werken (wie z. B. bei Saal- müller, Lepidoptera von Madagaskar) bewiesen, daß sie, wenn es sich um die Herstellung weniger aber kost¬ spieliger Tafeln handelt, das Beste liefern kann, was von Insekten-Abbildungen bis jetzt existiert. Um aber den Preis auf der geringen Höhe zu halten, welche die Anschaffung der „Groß-Schmetterlinge“ neben den Bibliotheken und Universitäten auch den höheren Schulen und den minderbemittelten Sammlern leicht macht, mußten Methoden gewählt werden, die für unerhebliche Feinheiten (im Haarkleid, in der Be- schuppung usw.) eine vollendete Sicherheit nicht mehr bieten. Auf einen Rekord hinsichtlich der Ausführung von Details, die für die Kenntlichkeit und Brauchbarkeit der Bilder zum Zweck der Bestimmung nicht unbe¬ dingt nötig sind, ist oft verzichtet worden, um die Zahl der Abbildungen bis zu einer noch nicht dagewesenen Höhe vermehren zu können. Auch in der Billigkeit des neunten Bandes glauben wir einen Rekord erzielt zu haben, da 5000 kolorierte Abbildungen unter der Beigabe von 1100 Textseiten wohl noch nie zu einem billigeren Preise geliefert worden sind.

Daß bei einer so großen Zahl von Figuren nicht alle restlos geglückt sind, wird kein billig Denkender verübeln wollen. Die während der langen Erscheinungszeit an den Herausgeber gerichteten Anschriften lassen hoffen, daß die meisten Bezieher des Werks dessen Zweck erkennen und von den Leistungen im allge¬ meinen befriedigt sind; weiteres haben wir nicht erstrebt; die ,,Groß-Schmetterlinge“ sind ein Werk, das allge¬ mein verbreitet und fleißig benützt, aber nicht gerühmt und als teures, Wenigen zugängliches Prachtwerk ge¬ schätzt werden will.

Bei der Auswahl der abzubildenden Formen sind zum großen Teil solche bevorzugt worden, die noch nicht in den großen Werken von Felder, Moore, Semper etc. abgebildet worden sind; aber auch wer ' diese Werke nicht zur Hand hat, wird sich mit Hilfe der stets die Unterschiede hervorhebenden Text-Para¬ graphen leicht orientieren können.

Eines großen Mißstandes muß hier gedacht werden, der sich in den zahlreichen Unstimmigkeiten zwischen den Tafelbezeichnungen und den im Text eingefügten Hinweisen auf die Figur findet. Ursache davon ist wesentlich der Umstand, daß nach Fertigstellung der Tafeln, die hier abgebildeten Formen von der früher beschriebenen Form, unter deren Namen sie abgebildet waren, vom Autor als neue Nebenformen abgezweigt wurden. Eine Aenderung der ursprünglichen Figurenbezeichnung auf der meist längst ausgegebenen Tafel war natürlich dann unmöglich. Manche dieser Differenzen hätte sich vielleicht vermeiden lassen, wenn die Tafelbezeichnungen durch Ziffern anstatt durch in die Platte eingeschriebene Namen bewerkstelligt worden wären. Aber in andern so behandelten Werken wie in Felders Novara-Reise u. a. ist das Aufsuchen der Namen nach den Ziffern derart zeitraubend und umständlich, daß ich die Interessen der Leser so besser zu wahren glaubte, auch wenn späterhin mehrfach Korrekturen in den Tafeln vorgenommen werden müssen, für die ein genaues Verzeichnis ausgearbeitet wuxde.

HIV

VORWORT.

Freilich hat das Einsetzen der Namen in eine der Farbplatten auch eine größere Anzahl von Druck¬ fehlern verursacht, da sich Kunstplatten nicht ebenso korrigieren lassen, wie ein Schriftsatz in Lettern. Wir hoffen, daß die durch solche Beschriftungsweise verursachten Druckfehler durch die so herbeigeführte viel größere Handlichkeit des Werks aufgewogen werden.

Ein Werk, das sich über ein so ungeheures Material erstreckt, muß sich naturgemäß aller reforma- torischen Umgestaltung nach Kräften enthalten : solche ist Aufgabe kritischer Monographien. So wandelt auch der 9. Band, wo angängig, auf betretenen Wegen und sieht eine Hauptaufgabe darin, allen vermeid¬ baren Widersprüchen mit der älteren Literatur aus dem Wege zu gehen, nicht aber darin, die höchst schätzenswerten alten Spezialwerke, auf denen sich das Werk autbaut, zu entwerten.

Mit dem 9. Band schließt die zweite große Etappe des Gesamtwerks, insofern damit sämtliche bekannten Tagfalter der Erde Bearbeitung gefunden haben. Auf 549 Tafeln sind mehr als 20 000 Figuren von Tag¬ faltern gebracht, und da der gesamte Text der Tagfalter aller Faunen rund 30 000 benannte Formen aufzählt, so entfällt durchschnittlich auf jede zweite Form eine Figur, so daß sich wenigstens diejenigen Arten, die dem privaten Sammler unter die Hände kommen, ziemlich lückenlos in irgendeiner Form abgebildet finden.

Da zwischen den Tagfalterlieferungen hindurch auch bereits 400 Heterozeren-Tafeln erschienen sind, so sind nach Beendigungen der soeben erscheinenden exotischen Saturniden und Sphingiden jetzt alle größeren Nachtfalter bereits bearbeitet bis auf wenige Gattungen der Cossidae und Noctuidae, so daß die Bewältigung des gesamten Materials in Bälde erwartet werden darf. Jedenfalls konnte ein erheblicher Teil der durch die Kriegs- und Revolutionszeit verursachten, fast 10jährigen Verschleppungs-Pause, in der nur langsam und mühsam fortgearbeitet werden konnte, wieder eingeholt werden. Die fühlbare Erholung und Kräftigung, die mir mein gegenwärtiger Aufenthalt im Innern Brasiliens gebracht hat, werden nach meiner Rückkehr nach Europa hoffentlich im baldigen Abschluß des Werks ihren Ausdruck finden.

Einstweilen sage ich allen, die mich bei der Bewältigung der großen Aufgabe unterstützt haben, hier meinen aufrichtigen Dank; besonders gilt derselbe Herrn Prof. Dr. Draudt, Darmstadt, der mich für die Zeit meiner gegenwärtigen Erholungsreise von der mühsamen Arbeit der Organisation und Redaktion zu entlasten die Güte hatte.

Es bleibt noch zu erwähnen, daß die Verantwortlichkeit von seiten des Herausgebers sich stets nur auf den in deutscher Sprache erscheinenden Text erstreckt. Von der französischen Ausgabe, die ganz in Hände der Firma le Mottet übergegangen ist, habe ich keinerlei Kenntnis.

Araraquara . 24. März 1927.

Dr. Adalbekt Seitz Darmstadt.

Die

Groß-Schmetterlinge

der Erde

Eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Großschmetterlinge

In Verbindung mit namhaftesten Fachmännern herausgegeben

von

= Dr. Adalbert Seitz -

Direktor des zoologischen Gartens zu Frankfurt a. M.; correspondierendes, arbeitendes und ordentliches Mitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften

STUTTGART

FRITZ LEHMANN VERLAG

1908

ix 1

Alle Rechte Vorbehalten.

= II. ABTEILUNG: -

Die

Exotischen Großschmetterlinge

- - IX. BAND:

Die Großschmetterlinge

- des -

Indo-australischen Faunengebietes

Alle Rechte Vorbehalten.

Einleitung.

Fachzoologen sowohl wie Sammler, die Ost-Indien nicht aus eigener Erfahrung kennen, verbinden mit dem Namen dieses Landes zumeist den Begriff unübersehbarer Formenfülle. In der Vorstellung, die der Laie sich von einer indischen Landschaft macht, überdeckt gewöhnlich eine üppige Wuchervegetation jedes Fleckchen Erde und Lepidopterologen, die Süd- Asien nur aus den individuenreichen Kollektionen der Cen- turienhändler kennen, werden leicht zum Glauben verleitet, jede beliebige Örtlichkeit Indiens berge eine unerschöpfliche Menge noch ungehobener Schätze für den Sammler; jede intensivere Sammeltätigkeit müsse eine Fülle von Neuentdeckungen bringen und ertragsarme Tagesexkursionen seien dort eine Unmöglichkeit.

Das trifft aber nur sehr bedingt zu. Schon bei der beliebtesten Touristenreise durch Indien, von Ceylon via Tuticorin nach Madras Bombay Calcutta Darjeeling kann man sich überzeugen, dass Ost¬ indien doch nur streckenweise das üppige Märchenland ist, das dem an unsre dürftige europäische Scholle gebundenen gleich einem verlorenen Paradies in unerreichbarer Ferne vorschwebt. Stunden- und tage¬ lang führt der Weg durch Gegenden, die, in gleichmässigster Weise mit jungen Baumwollstauden bestanden und ihrer ursprünglichen Vegetation beraubt, ungeheuren Kartoffelfeldern von der Grösse kleiner Königreiche gleichen. Zuweilen auch geht die Fahrt auf der indischen Hochebene durch völlig pflanzenarme, dürre Gegenden, bei deren Durchquerung man sich in die afrikanischen Wüsten versetzt glaubt. Der Übergang von solchen Einöden in prächtige, oft paradiesische Täler ist mitunter ganz unvermittelt, und die Plötzlichkeit des Wechsels mag dazu beitragen, die Mächtigkeit des Eindrucks noch zu erhöhen, mit dem die neubetretene Landschaft auf uns einwirkt.

Wie örtlich, so treffen wir auch zeitlich zuweilen jähe Gegensätze. Eine vorderindische Land¬ schaft, die wir zur Regenzeit, als alles grünte und blühte, zum ersten Male gesehen, kennen wir zur Zeit der Trockenperiode nicht wieder. Dicker, weisser oder roter Staub bedeckt die lederharten, vergilbten Blätter der einst so frisch anmutenden Sträucher und Bäume. Die Fluss- und Bachbetten liegen trocken und bleiern legt sich die heisse, zitternde Luft über die tote Landschaft. Erst wenn die Sonne gesunken ist erwacht ein Teil der dürftigen Tierwelt zu scheuem Nachtleben, um sich wieder in oder an die Erde zu flüchten, sobald das Tagesgestirn an dem ungetrübt blauen Himmel emporzieht.

So kann man auch lepidopterologisch Indien als das Land der Kontraste bezeichnen. Örtlich kon¬ statieren wir Lokalitäten von einer überaus wechselvollen und formenreichen Fauna und auch solche, wo, wenigstens während des grössten Teils des Jahres die Falterwelt selbst hinter besseren europäischen Gegenden beträchtlich zurück bleibt. Unscheinbare, fahl gefärbte Kümmerformen bilden die Mehrzahl der uns entgegentretenden Schmetterlingsgestalten, so arm an Pracht und Farbe wie die sie umgebende freud¬ lose Natur. Und so kontrastiert auch je nach der Jahreszeit die Fauna eines und desselben Ortes. Indien ist das Land des Saisondimorphismus, der sich bei einersehr grossen Zahl von Schmetterlingen in einer so auffälligen Weise ausspricht, wie, von einigen afrikanischen Landschaften abgesehen, wohl in keiner andern Region der Erde. Die Regenzeitformen sind meist grösser, bunter, satter gefärbt und vielfach auch häufiger als die zugehörigen Trockenzeitformen. Auch entwickeln sich die Trockenzeitformen meist lang¬ samer als die Regenzeitformen, so dass bei gleichlanger Dauer beider Jahreszeiten die Regenzeit mehr Gene¬ rationen reift, als die Dürre.

Schon in der allgemeinen Einleitung im ersten Band ist gesagt worden, dass die indoaustralische Fauna sich aus zwei recht verschiedenen Faunentypen zusammensetzt, die aber völlig ineinander hinein¬ gewachsen sind. Der erste Typus der Fauna ist der spezifisch indische, der sich über ganz Indien mit sämmtlichen malayischen Inseln ausgedehnt hat. Er sendet einzelne Ausläufer in die paläarktische Region, hat am Südhang des Himalaya und in den malayischen Ländern seine Hauptzentren und hat sich, von Norden kommend, weit über Australien ergossen, die ärmliche australische Fauna, die den zweiten Typus bildet, mit Gewalt nach Süden hinabdrängend. So blieb dann diesem zweiten Typus nur der Süden und Westen des australischen Kontinents, Tasmanien und, einen letzten Faunenrest beherbergend, Neu-Seeland.

IX 1

2

EINLEITUNG. Von Dr. A. Seite.'

Dort im äussersten Süden, wo bereits rauhe und lange, zuweilen auch regenreiche Winter das Land für die indischen Einwanderer ungeeignet machen, hat sich der Typus der älteren australischen Schmetterlingsfauna noch erhalten. Die neuholländischen Synemon, die Hepialus und Xyleutes , die Charagia , Oxycanus, Pielus und die merkwürdige Zelotypia stacyi sind solche australische Urbewohner ; primitive Bombyciden, Mikrolepidop- teren und von den Tagfaltern Satyriden aus den Gattungen Heteronympha Hypocysta, und Xenica.

Nicht allein der Wechsel der Jahreszeiten macht die indischen Falter dimorph. Gerade der für die Entwicklung einer reichen Falterfauna bestgelegene Teil des indo-australischen Gebietes, nämlich die Region der äquatorialen Wälder, ist durch die Gestaltung des malayischen Meeres in zahlreiche grosse und kleine Inseln und Halbinseln zerrissen. Je nachdem dieselben den Passaten ausgesetzt, in, an oder jenseits der Grenze regelmässiger Winde liegen, hat sich ein fast für jede der hinterindischen Inseln eigentümlicher Charakter ausgebildet, der zuweilen bei einander ganz naheliegenden Inseln grundverschieden sein kann. So kommt es denn, dass die Falter des indomalayischen Gebietes fast auf jeder Insel oder Inselgruppe eigene, in ganz bestimmter Richtung abweichende Formen entwickelt haben. Diese Charakteristika können mini¬ male sein und sich so wenig bemerklieh machen, dass frühere Autoren ihrer nicht einmal Erwähnung taten : sie können aber auch so sehr in die Augen springen, dass sie jedem, der sich in einem derart speziali¬ sierten Gebiet befindet, sofort zum Bewusstsein kommen. A. R. Wallace schon erwähnt, dass die meisten Falter aus bestimmten Gegenden von Celebes einen ganz übereinstimmend gebogenen, von dem anders domizilierter Artgenossen verschiedenen Vorderrand der Flügel haben und L. Kuhlmann, der die Tagfalter von Cerarn mit denen anderer Inseln verglich, stellte fest, dass von allen Lokalformen einer Art fast stets die grösste auf Cerarn lebt.

Als ein drittes Moment, das auf die Entwicklung des Polymorphismus begünstigend wirkt, haben wir im allgemeinen Teil die Mimicry hervorgehoben. Da fast jede der oft weit voneinander getrennt liegenden Inseln ein anderes Modell besitzt, so war der Nachahmer gezwungen, in den verschiedenen Distrikten eine andere Verkleidung zu wählen. So fliegt z. B. der einen Aristolochienfalter nachahmende Papilio polytes überall, von Ost-China bis zum westlichsten Ost-Indien. Es gibt aber keinen Aristolochienfalter von gleicher Verbreitung; im Himalaya fliegt P. aristoloclniae , auf Ceylon hector und ceylanicus, auf Borneo anüplius etc. So konnte das nachahmende P. polytesX nur auf den Flugplätzen das P. aristolochiae sein diesem nachgebil¬ detes polytes- Kleid behalten und musste auf Ceylon als romulus das hector- Kleid , auf Borneo als melanides das antiphus- Kleid anziehen u. s. f. Es gibt kein überzeugenderes Moment für den Nachweis einer ziel¬ bewussten Nachbildung bei der Mimicry, als eine genaue Durchmusterung und geographische Vergleichung der einzelnen Schmetterlingsformen der indo-australischen Fauna.

Am abwechslungsreichsten ist in seiner Produktion tropischer Falterformen das indische Gebiet im malayischen Archipel. Von da aus nimmt der Falterreichtum am schnellsten nach Süden ab. Die inner- australische Wüste war für die meisten indischen Einwanderer unüberschreitbar. Nur der schmale Wald¬ strich längs der Ostküste Australiens bot einer beschränkten Zahl ansehnlicherer Tagfalter einen Weg, weiter nach Süden vorzudringen. Im ganzen ist der Süden Australiens aber sehr arm besonders an Tagfaltern und es schien mir bei meinen Wanderungen über die blumenreichen aber fast völlig tierleeren Pflanzenteppiche von Neu-Süd- Wales oft unerklärlich, dass eine so reiche und dem Schmetterlingsleben so überaus günstige Vegetation so fremdartig tot sein und selbst bei herrlichem Sommerwetter so ungenossen entstehen und vergehen könne.

Nach Osten hin hat der Ozean der malayischen Falterwelt keine weite Verbreitung gestattet. Immer lichter, ungleichmässiger und kleiner werden die Inselgruppen, immer wütender die Brandung des Meeres hei hohem Seegang und immer gewaltiger die Stürme , die die Küsten der Eilande peitschen. Gerade die alles wegfegenden Orkane sind es, die der Verbreitung der leichtbeschwingten Falter Einhalt tun und ihre Existenz gefährden, ln meiner Bearbeitung der Falter der Marshallinseln habe ich die Vermutung ausgesprochen, dass die Falterfauna jener äussersten Inseln zuweilen teilweise oder fast völlig vernichtet wird und sich dann erst wieder durch gelegentliche Zuzügler von neuem bilden muss; so kommt es, dass eine bestimmte d. h. jahrein, jahraus durch dieselben Falterarten gebildete Fauna im äussersten Osten des indischen Gebietes überhaupt nicht mehr existiert, d. h. dass ein Sammler vor 40 Jahren eine andere Zu¬ sammensetzung der Schmetterlingswelt auf gewissen entlegenen Inseln konstatieren musste, als er sie heute an denselben Lokalitäten finden würde.

Nach Westen hin fällt die Grenze im Süden des Gebietes in den indischen Ozean. Die ärmliche Fauna der Lakkadiven und die noch dürftigere der Maldivs zeigen nur Fragmente vorderindischer Einwande¬ rung; Seychellen und Maskarenen haben neben vielen spezifischen, aber stets dem äthiopischen Typ ver¬ wandten Formen durchaus afrikanische Fauna, so dass also der breite zwischen dem 60. und 70. Längegrad gelagerte Meeresstreif als die Faunenscheide anzusehen ist. In seinem nördlichen Teil tritt das indische Gebiet in Süd- Arabien an das äthiopische, in Vorder-Asien an das paläarktische Gebiet heran. Wo in dem lepidoptero- logisch noch wenig erforschten Hoch-Arabien die genaue Grenze verläuft, können wir heute noch nicht ent¬ scheiden. Maskat ist ganz indisch, Aden durchaus afrikanisch in seiner Falterfauna. Zwischen diesen beiden Distrikten dehnen sich Wüsten, die vom Nedsclul breit nach Südosten ziehen und in der aussen felsigen innen sandigen Küstenstrecke zwischen Makalla und Mirbad das Meer erreichen. In diesem Zwischenlande

EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz.

gibt es vermutlich nur ganz wenige Schmetterlinge, hauptsächlich Noctuiden aus den Gattungen Anomie, Eurrhipia, Ophiusa und einige beiden Faunen gemeinsame Tagfalter wie Junonia oenone, Hypolimna s misippu.-. Lycaena baetica und wenige andere.

Schwieriger gestaltet sich die Begrenzung des indo-australischen Gebietes gegen den Nordwesten und Norden. Der südlichste Teil von Persien, Beludschistan und das Pendschab sind noch indisch, bilden aber die Grenzländer, denen sich die Distrikte von Kangra und Kulu im südlichen Kaschmir anschliessen. Aber in Kaschimir selbst ist nur der Südabhang des Himalaya noch indisch; in höheren und besonders in den nach Norden offneren Lagen, wo der Sommer nicht mehr jene furchtbare Gluthitze bringt, die in der Umgebung von Lahore die Erde zur Wüste gemacht hat, drängen sich schon paläarktische Formen in solcher Anzahl vor, dass sich die Fauna kaum noch durch einzelne schwache indische Beimischungen dem Nachbar¬ gebiet angliedert.

Östlich von diesem gewaltigen gegen Kaschmir gerichteten Vorstoss nach Norden tritt die indisch- paläarktische Grenze wieder schroff nach Süden zurück. Das im Winter eisigkalte, schneedurchwehte Tibet duldet keine indische Fauna mehr. Was sich in den glühenden Tälern des unteren Indus und Ganges be¬ haglich fühlt, müsste dem schneidenden Winde des hochgelegenen Tibet erliegen. Erst gegen Nepal, Sikkim und Buthan hin ziehen Doppelreihen schützender Gebirgskämme, die dem südlichsten Gebiete Tibets den Charakter eines faunistischen Grenzlandes aufdrücken. In Tibets Osten dann , wo ein noch gänzlich uner¬ forschtes, von gewaltigen nordsüdlich streichenden Gebirgsketten durchzogenes Land die Wasserscheide zwischen den Stromgebieten des Mekong und des Yangtsekiang bildet, mag die natürliche Grenze beider Faunengebiete gelegen sein. Dann folgt sie dem wechselvollen Yang-tse-Tale. Nur da, wo dieser Riesen¬ fluss im südlichen Se-fschuen in weitem Bogen gegen Yün-nan herunterstösst, verläuft sie nördlich von ihm, im Süden von Ta-tsien-lu ; dann folgt sie, durch die chinesische Ebene hindurch, dem 30. Grad nördl. Breite.

Die Feststellung der indisch-paläarktischen Grenze , die ich schon in der Einleitung zum paläark- tischen Teil genau geschildert habe, habe ich mir sehr angelegen sein lassen. Nicht eine Liste von kritiklos registrierten Arten einer Gegend oder gar die ganz wertlose Zusammenstellung von Gattungen, die ja nicht als etwas bestimmt gegebenes der Subjektivität entbehren, gibt uns sicheren Aufschluss über die Zugehörigkeit eines Gebietes, sondern nur der Überblick für faunistische Betrachtungen geschulter Augen, am besten bei per¬ sönlicher Beobachtung. Das Vorfliegen einer Melanitis leda beweist uns nicht, dass wir uns auf indo-australischem Boden befinden, wohl aber können wir sie da, wo sie ihr häufiges Vorkommen zum Charakterschmetterling der Landschaft macht, als Zeugen anrufen für die Behauptung, dass wir im indischen Tiergebiet wandeln.

Durch eigene Beobachtung konnte ich mich überzeugen, dass die Bestimmungen über die Frage, welchem Faunengebiet ein Ort angehört, keineswegs sonderlich subtil sind. In Shanghai sind, nach der Massenhaftigkeit ihres Vorkommens in eine fortlaufende Reihe gebracht, die 10 häufigsten Tagfalter die jeweiligen Lokalformen folgender Arten:

Pieris napi , Colias hyale, Gonepteryx rhamni, Pyrameis cardui , Chrysophanus phlaeas, Papi/io xuthiis, Sericinus telamon, Lycaena baetica ., Pieris melete, Parnara guttata.

Auf dem nur 10 Grade südlicher gelegenen Hongkong ist auch nicht eine dieser Arten zu irgend einer Zeit des Jahras besonders häufig; nur Lycaena baetica und Pyrameis cardui treffen wir überhaupt dort an. Die 10 häufigsten Rhopaloceren auf Hongkong, gleichfalls nach Häufigkeit des Vorkommens geordnet (so wie es etwa während des Oktobers zutrifft), sind folgende:

Terias hecabe, Danais vulgaris , Euploea superba, Melanitis leda , Pieris canidia , Messaras erymauthis , Eeptis eurynome, Mycalesis perseus, Catopsilia pomona, Plebomoia glaucippe.

Einen grossen Teil dieser Arten haben wir im I. Teil unsres Werkes als im paläarktischen Gebiet beobachtet kennen gelernt, aber dann niemals als Charakterschmetterling; sämtliche von diesen 10 Arten sind gerade durch ihr zahlreiches, zuweilen massenhaftes Vorkommen für ihre Heimatländer charakteristisch. Aber auch nur die häufigsten Falter einer Gegend eignen sich für die Beurteilung zoogeographischer Streitfragen; als Seltenheiten haben sie, weil Ausnahmeerscheinungen, teils nur ganz untergeordneten, teils gar keinen Wert.

Da auch auf der japanischen Südinsel die gemeinsten Falter Lycaena argiolus, Chrysophanus phlaeas , Pieris napi, Ypthima argus, Pieris melete, Papilio machaon etc. etc. sind, so ist diese Insel noch absolut und durchaus paläarktisch , mögen auch noch so viele sonst indische Papilio als vorübergehende Sommer¬ erscheinungen auftauchen; und ebenso ist die Linchoten-Tnsel Okinawa mit ihren Hestia, Danais, Hebomoia, Hypolimnas etc. durchaus indo-australisch. So scheidet denn auch im chinesischen Meer der 30. Breitegrad die Inseln beider Faunengebiete.

Viel weniger als bei geographisch-statistischen Unterscheidungen ist man bei Charakterisierung des Habitus einer Fauna auf die Berücksichtigung der Individuenzahl angewiesen. Vom Habitus erhält man den besten Begriff nicht nur an Ort und Stelle, sondern indem man die möglichst vollständige Sammlung aus einem bestimmten Gebiet an den Augen vorüberziehen lässt. Die Summe der Variationen an Gestalt, Fär¬ bung und Zeichnungsanlage ist es hier, die uns einen Überblick gewährt und die die hervorstechendsten Eigentümlichkeiten zum Bewusstsein bringt. Bei der Einleitung in den amerikanischen Teil unsres Werkes schon haben wir hervorgehoben, dass im indischen Gebiet bei weitem nicht die gleichmässig elegante Pracht-

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EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz.

färbung aus strahlenden, meist gell) oder metallblau über den tiefschwarzen Flügelgrund ziehenden Bändern oder Flecken so verbreitet ist, wie im tropischen Amerika. Das herrliche Blau der Morpho, Prepona, Myscelia, Callicore, vieler grossen Thecla etc. ist im indischen Gebiet ganz zurückgedrängt; gewaltig angewachsen aber sind die Ockerfarben, die sich mitunter durch ganze, formenreiche Genera in Indien hindurchziehen ( Cynthia , Cirrhochroa, Messaras , Charaxes, Clerome etc. etc. Völlig fehlen die im tropischen Amerika so zahlreichen Glas¬ falter wie die Ithomiiden, Haetera, die Zeonia etc. etc. Dagegen sind die Indier weit reicher an grotesken und übertriebenen Formen, die oft selbst dem Laien ein berechtigtes Erstaunen abnötigen, wie z. B. Lepto- circus, Butanitis, Himantopterus , Cyrestis usw.

Indem wir bezüglich der Einzelheiten im Charakter der verschiedenen, im indo-australischen Gebiete vertretenen Faltergruppen auf den speziellen Teil verweisen, greifen wir hier nur einzelne besonders hervor¬ stechende oder für das Gebiet besonders charakteristische Eigentümlichkeiten der Familien heraus.

Die Papilioniden aus dem Südosten der Alten Welt sind durch eine Gruppe weit bekannt, die früher als eigene Gattung unter dem Namen Ornithoptera sich einer ganz besonderen Aufmerksamkeit der Liebhaber und Sammler erfreute. Durch Grösse und Pracht der Farben in gleicherweise ausgezeichnet, gehören sie tatsäch¬ lich zu den imposantesten Erscheinungen der Tierwelt, die wir kennen. Wie wenig befriedigend auch die seither versuchten biologischen Erklärungen gewesen sein mögen, so ist klar, dass wir in den Ornithoptera Natur¬ bildungen vor uns haben, bei denen die Erreichung einer gewissen hervorragenden Schönheit unstreitig Schöpfungszweck selbst gewesen ist ; mag dieser Zweck nun der Ausdruck schöpferischer Laune sein oder durch Selektion angezüchtetes Endresultat einer Reihe von biologischen Notwendigkeiten. Die Übereinstim¬ mung der verschiedenen Ornith optera-F or m en , die im männlichen Geschlechte bald in rotgoldner, bald in grüner, blauer oder gelber Prachtfärbung gegen ihre eintönigen Weibchen kontrastieren, ist hierin umso bemerkens¬ werter, als die Ornithoptera morphologisch keine in sich geschlossene Gruppe bilden und das Genus auf streng systematischer Basis kaum gehalten werden kann. Mit den in Indien weitverbreiteten Aristolochien- faltern sind sie zweifellos congenerisch und unter den Papilioniden der Neuen Welt finden sich analoge Gruppen. Die Parnassier zeigen im indischen Gebiet kaum selbständige Formen; vielmehr sind die Ver¬ treter der Apollo-Falter im Norden des indischen Gebiets sämtlich Lokalformen übrigens paläarktischer Arten. Eine sonderbare Modifikation der Papilioniden finden wir dann noch in den spezifisch indischen Lepto- circus, langschwänzigen, glasflügeligen Falterchen von hesperidenartigem Habitus, die mit schnurrendem Flügelschlag von Blüte zu Blüte schwirren, indem sie die bandartigen Flügelanhänge wechselweise heben und senken.

Die Pieriden sind zunächst durch die bunten Unterseiten sehr vieler Arten bemerkenswert, die in den Delias ihre höchste Ausbildung erhalten und hier oft geradezu ideal schöne Zusammenstellung intensiv gefärbter Bänder und Fleken zeigen , wie sie in gleicher Pracht weder in Amerika noch in Afrika oder Europa auftreten, wenn auch die bunte Unterseite bei gewissen Pieriden der Neuen Welt ( Perhybris , Dismorpkia, Archonias) als ein Produkt der Mimicry öfters vorkommt.

Bei den Danaiden ist die Entwicklung der gigantischen Uestia im indischen Gebiet erwähnenswert. Ist schon die Musterung und Färbung der Hestien auffällig und ungewöhnlich, so ist es noch mehr der Flug, der jeden Passanten indischer Wälder überrascht stehen bleiben und nachsinnen lässt, wie es dem Tier möglich sei, mit scheinbar feststehenden, halbaufgerichteten Flügeln sich bald nach der einen, bald nach der andern Seite tragen zu lassen. Die Danais selbst zeigen in Indien einen immensen Individuenreichtum, und wetteifern darin mit den Euploea, deren Scharen zuweilen wie dichte Wolken die blühenden Bäume überdecken oder in langandauernden Schwärmen über das Land ziehen.

Solchen Massenvermehrungen gegenüber treten die Satyriden im indo-australischen Gebiet entschieden zurück. Besonders im tropischen Teil des Gebietes halten sich die eigentlichen Satyriden in geringen, ein¬ tönig düsteren Formen und nur die Untergruppe der Elymniinae entwickelt, wesentlich durch Mimicry ge¬ schaffene, bunte Kleider, erborgt von lebhaft gefärbten Danais und schillernden Euploea. In seinem Norden bekommt das indische Gebiet noch etwas von der Statt lichkei t der benachbarten paläarktischen Satyriden ab, und im südlichen Australien entwickelt die Familie nochmals wechselvollere Formenreihen, die aber einen Vergleich mit analogen Distrikten der nördlichen Halbkugel nicht aushalten.

Die Morphiden des indischen Gebietes bilden weder unter sich eine homogene Gruppe, noch stehen sie in direkter Beziehung zu der amerikanischen Gattung Morpho , die der Benennung der Familie zur Grund¬ lage diente. Viel eher finden sich zwischen ihnen und den neotropischen Brassolidae Analogien. Im Grossen betrachtet finden wir in den alt- wie den neuweltlichen Morphiden Modifikationen des Satyridencharakters, die bald durch ursprüngliche, bald durch auf Gonvergenz beruhenden Übereinstimmungen miteinander har¬ monieren. Eine solche ist die Nächtlichkeit der Schwarmzeit, die Ernährung der Raupe mit Monoco- tyledonen und manches andere.

Die Nymphaliden treten, Avie in allen andern Gebieten, so auch im indo-australischen Gebiet gleich- mässig, sicher und universell auf. Wie sie in bestimmten Argynnisformen noch in Grönland, Alaska und Novaja Semlja mit der Unwirtlichkeit der Natur kämpfen, so finden wir die Pyr ameis , Junonia und hypo- limnas noch über das südliche Eismeer wandernd und auf den vorgeschobensten Posten im grossen Ozean, wo sie wie Pyrameis gonerilla und tammeamea mitunter noch zu kräftigen, charakteristischen Formen erstarken.

EINLEITUNG. Von Dr. A. Seite.

Die Eryciniden verschwinden im grossen indo-australischen Gebiet. Wie kleine Nachahmungen der Nymphaliden treten sie uns fast überall entgegen, aber nirgends massenhaft und ohne sich an irgend einer Stelle in ähnlicher Formenfülle entwickeln zu können, wie im amerikanischen Gebiet.

Die Lycaeniden erreichen in den Arhopala eine beträchtliche Grösse und einen oft wundervollen strahlenden Blauglanz. Aber auch die kleinsten bekannten Arten kommen im indo-australischen Gebiete vor, die winzigen Zizera , deren kleinste Formen nur bei aufmerksamem Absuchen der Grasbüschel in gebückter Stellung noch gesehen werden können und die sich bei Gefahr wie kleine Mückchen zwischen die Halme verkriechen. Auch finden sich unter den indo-australischen Lycaeniden viele biologisch interessante Arten, die zeitweise als Ameisengäste leben und sich sogar mitunter im Raupenstadium von der Ameisenbrut zu nähren scheinen.

Die indischen Hesperiden sind in ihrem Auftreten weit weniger formenreich wie die amerikanischen, enthalten aber viele besonders grosse Arten. Manche Gattungen, wie die Tsmene, Phopalocampta, Hasora etc. haben z. T. eine nächtliche Lebensweise und halten sich den Tag über versteckt.

Als Übergangstiere von der grossen Abteilung der Tagfalter, speziell von den Grypocera zu den Heteroeeren, können wir, so wie die amerikanischen Castnien die altweltlichen Synemon ansehen. Sie bilden eine auf Australien beschränkte Gattung und ihr besonders zahlreiches Vorkommen im Westen und Süd¬ westen dieses Erdteils beweist uns, dass es sich bei ihnen um eine alte, von der eingewanderten indischen Fauna des Nordens bis in den letzten Erdenwinkel gedrängte Gattung handelt; ihre engere Zusammen¬ gehörigkeit mit den tropisch-indischen Neocastnia und den ächten, neuweltliehen Castnia dürfte schwer nach¬ zuweisen sein.

Die Zygaenidae sind besonders durch die Gruppe der Ghalcosier im indo-australischen Gebiet ver¬ treten und bieten als solche alle denkbaren Grade von mimetischer Verfärbung. Auch die Gewohnheiten haben sie von ihren Modellen entlehnt und täuschen bald geschützte Tagfalter, bald Syntomiden oder gar andere, gar nicht zu den Lepidopteren gehörige Insekten vor. Sehr merkwürdig sind gewisse Parallelismen mit amerikanischen Schmetterlingen. So suchen die Schmetterlinge der Gattung Amesia bei Gefahr zwar zunächst ihr Heil in der Flucht, stellen sich aber beim Ergriffenwerden tot, indem sie, die Flügel nach hinten zu¬ sammenfaltend, reglos still liegen. Gleichzeitig stossen sie aber unter einem ächzenden oder piependen Ge¬ räusch schleimige Schaumflocken aus dem Thorax, die allmählich das ganze Insekt in einen gelben Speichel hüllen, genau so, wie es die Angehörigen der amerikanischen Gattung Anthomyza machen. Die indischen Himantopterus gelten, wie ihre afrikanischen Verwandten, für Termitenfreunde.

An einzelne Gruppen der Zygaenidenfamilie scheinen sich auch die Epicopeia anzugliedern, eine derartig mimetisch veränderte Nachtfaltergattung, dass sich heute nicht mehr erraten lässt, welchen Habitus die Tiere vor ihrer mimetischen Umgestaltung besessen haben können. Vielleicht entstammen sie Eistia- ähnlichen Chalcosiern, vielleicht ist es richtiger, sie mit Hampson neben die Uraniidae zu stellen.

Die Syntomidae gehören sämtlich zu verhältnismässig wenigen Gattungen und lassen sich in ihrer Variabilität und der mimetischen Verkleidungskunst mit den amerikanischen Angehörigen dieser Familie nicht vergleichen. Wenn es auch hie und da zur Entwicklung hübscher Metallfarben in Indien kommt, so ist doch die Mehrzahl der altweltlichen Syntomiden schwarzgelben Wespen nachgebildet und ihr Kostüm erscheint daher vom biologischen Standpunkt aus mehr praktisch, als wie das amerikanischer Glaucopiden, die tatsäch¬ lich fliegenden Edelsteinen zu gleichen scheinen strahlend und die einen Vergleich mit den amerikanischen Kolibri ebenso nahelegen, wie die Parallele, die man zwischen der Gruppe der Ornithoptera und den Paradies¬ vögeln Neu-Guineas gezogen hat.

Von ihnen leiten uns die höchst merkwürdigen papuanischen Cocytia zu den Lithosien und den eigentlichen Arctiidae hinüber. Diese letztere Familie liegt insofern mit ihrem Hauptgewicht in der ge¬ mässigten Zone, als gerade die grössten und buntesten Arten nicht zwischen den Wendekreisen leben. Die Lithosien und die Noliden sieht man allgemein als alte, ursprüngliche Gruppen an, von denen einige Parallel¬ zweige durch Fortentwicklung zu den Vorfahren der vollkommneren Heterocerengruppe der modernen Schöpfung geworden sind. Sehr beachtenswert ist die Konstanz in Grösse, Habitus und auch z. T. Färbung, welche die Lithosien der verschiedensten Länder miteinander verbindet und die sich in vielen Fällen selbst bis auf die Lebensweise ausdehnt.

Die Lipariden erreichen im indo-australischen Gebiet ihre höchste Entwicklung. Wie im äussersten Norden der arktischen Distrikte finden wir sie auch noch tief im Süden in im ganzen gleichartiger Entwicklung; und wie sie Riesenformen nicht hervorbringen, so halten sie sich auch bezüglich der Färbung und Zeichnung meist an die gleichen, bescheidenen Muster: ein lichtes, oft atlasglänzendes Gelb oder Weiss mit dunklem Mittelmond und schwärzlichen Zackenlinien des Vflgls. Ja selbst hinsichtlich ihres biologischen Verhaltens zeigen sie eine grosse Übereinstimmung. Wir sehen genau denselben, ringelnden Flug bei den siidost- asiatischen Fantara, wie bei den europäischen Orgyja und ein vom Busch geklopftes Weibchen der austra¬ lischen Epicoma melanosticta nimmt genau dieselbe merkwürdige Stellung mit eingerolltem Hinterleit) und hoch¬ geschlagenen Flügeln ein, wie ein ergriffenes Psilura monacha- Weibchen aus einem norddeutschen Kiefernwald.

Die Limacodiden spielen im indo-australischen Gebiet eine hervorragende Rolle. In den indischen Scopelodes und Phocoderma kommen die grössten bekannten Formen der Familie vor und in Australien deutet

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EINLEITUNG. Von Dr. A. Süitz.

das Vorkommen vieler Limacodiden-Raupen auf den landeseigentümlichen Eucalyptus auf eine lange und innige Anpassung an diesen Weltteil. Die höchst energisch wirkenden Nesselorgane der Raupe erreichen wohl in der australischen Doratifera vulnerans ihre höchste Ausbildung, doch kann die chinesische Parasa smmsis-Raupe fast ebenso stark stechen.

Die Psychiden müssen infolge einer gewissen Gleichmässigkeit in der Verbreitung im indo-australi¬ schen Gebiet mehr gegen die andern Heteroceren zurücktreten, wenn auch in der australischen Metura elongata die grösste bekannte Form der Familie gefunden wird. Aber ebenso, wie sie an Artenzahl im indischen Gebiet die des amerikanischen Gebietes übertreffen , so sehr bleiben sie an Individuenzahl hinter ihren Vertretern in der Neuen Welt, wo einzelne Arten, wie z. B. Oiketicus platensis , zur ständigen Land¬ plage geworden sind, zurück.

Die Lasiocampiden, von im ganzen ziemlich gleichartiger Verbreitung über alle nichtpolaren Länder, zeigen in manchen Distrikten des indo-australischen Gebiets bemerkenswerte Eigenheiten. Vor allem bilden gewisse Sektionen dieser Familie einen Teil jener typischen australischen Urfauna, die, auf den Süden des fünften Weltteils beschränkt, dort Formen hervorgebracht hat, für die uns auf andern Kontinenten jede Parallele fehlt. Jeder der in Australien gesammelt hat, wird sich der gigantischen Zebrä-Raupen erinnern, aus denen sich die früher zu den Saturniden gezählten Chalepteryx collesi entwickeln; ferner die spitz- schnauzigen Opsirhina u. a. Wie sich im paläarktischen Gebiet der Kiefernspinner, Dendrolimus pini, bis zu wäldergefäbrdender Menge vermehren kann, so treffen wir auch in Indien manche Lasiocampiden als aller- häufigste Nachtfalter an; so in Indien und Süd-China die Trabala vishnu, deren bunte, mit pinselführenden, gestreiften Köpfen versehene Raupen fast auf keinem Busch und zu keiner Jahreszeit fehlen. Durch mächtig entwickelte Weibchen, die in einem ähnlichen Grössenverhältnis zu ihren nur mittelgrossen Männern stehen, wie die Liparide Ocneria dispar, ist Suana concolor ausgezeichnet.

Die Saturniden erreichen in dem indischen Attacus atlas die grösste Form der Lepidopteren über¬ haupt, was die Flügelfläche betrifft , wenn sie auch an Spannweite von einigen Papilio -Weibchen aus der Ornithoptera- Gruppe und von der amerikanischen Noctuide Thysania agrippina übertroffen werden. Im ganzen hat das indo-australische Gebiet nicht so viel Saturnien wie Amerika, wohl aber in den langgeschwänzten Coscinocera recht eigentümliche Formen.

Die Bombycidae und Eupterotidae sind wenig artenreiche Familien, die sich zwischen die Saturnien und Lasiocampen einschieben. Die ersteren dürfen nicht unerwähnt bleiben wegen des Seidenspinners, Bombyx mori , einem Tier von ungeheurer kommerzieller und kultureller Bedeutung. Wie wir schon in der allgemeinen Einleitung (Band 1) bemerkt haben, lässt sich heute zwar mit Sicherheit annehmen, dass der Seidenspinner aus China stammt, aber ob aus dem paläarktischen Norden oder dem indo-australischen Süden dieses Landes kann bei der allgemeinen Einbürgerung und Verschleppung heute nicht mehr fest- gestellt werden.

Die Sphingiden sind durch sehr viele Arten im indo-australischen Gebiet vertreten, aber ihre Raupen zeigen weniger Neigung zu jenen harlekinartigen Riesenformen, wie sie Amerika in den zebra-artigen Pseudo- sphinx und in den klobigen Philampelus anchemolus- und Paclu/lia- Raupen besitzt, unter deren Last sich grosse Buschzweige zur Erde senken. Die grössten indo - australischen Sphingiden haben einfach grüne Smerinthus- Raupen; es sind die auch auf das paläarktische Gebiet übergreifende Langia zenzeroides, die bis zu 17 cm spannt und deren Raupe man für eine ungeheure Amorpha populi- Raupe halten könnte, deren Seitenstreifen verloschen sind, sowie die noch grösseren Coequosa und Metamimas, die zur alten, nach Süden gedrängten Australfauna gehören. Ihre Raupen sind zwar von Farbe grün mit den bekannten schrägen Seitenstrichen, aber an Form vielleicht die sonderbarsten aller bekannten Sphingidenraupen. Während das Schwanzhorn fehlt, ist der Kopf in eine lange, etwas gekrümmte Spitze ausgezogen, so dass er eine richtige Fortsetzung des nach vorn auffallend verjüngten Raupenkörpers bildet. Denkt man sich die Raupe in ihrer Ruhestellung, nämlich sehr stark vorn aufgebäumt, so bildet das Tier ein einziges grosses grünes Horn. Sonst sind die indo-australischen Sphingidenraupen oft Schlangenköpfen nachgebildet , deren zwei seitliche Augenflecke durch den hier vielfach lebhaft schimmernden Emailleglanz nicht nur das Schlangenauge, sondern auch den Schlangen blick imitieren; eine Erscheinung, für die ich in den paläarktischen Ländern keine Parallele fand.

Die Notodontiden lassen sich infolge ihrer, schon bei der Einleitung in den amerikanischen Teil erwähnten Heterogenität kaum gemeinsam besprechen. Als auffallend kann hervorgehoben werden, dass sich manche gerade besonders sonderbare Formen, wie Cerura, bis ins fernste Australien finden. Manche Gruppen, von denen die paläarktische Fauna nur kleine, unscheinbare Formen kennt, erreichen in der indo- australischen Fauna eine Achtung gebietende Mächtigkeit.

Die Noctuen des indo-australischen Gebietes verhalten sich zu denen der paläarktischen Länder, wie die von Südamerika zu den nordamerikanischen Formen. An Stelle der Catocala, treten die Opliideres, an Stelle der Mania und Spintherops die fledermausartigen Patida und Nyctipao. Sonderbare Veränderungen der männlichen Hinterflügel zeigen sich mehrfach bei indo-australischen Rieseneulen und stehen vielleicht im Zusammenhang mit den eigentümlich rasselnden oder knackenden Tönen, welche die Männchen beim Fliegen hören lassen und die mich lebhaft an das Klappern der neotropischen Ageronia erinnerten. Im ganzen

EINLEITUNG. Von Dr. A. Sktt/.

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genommen bilden die Eulen in 'dem indo-australischen Gebiet nicht jenen überwiegenden ßesiandteil der dortigen Lepidopterenfauna, wie dies im paläarktischen Gebiete der b'all war.

Die indo-australischen Geometriden endlich halten sich auch im indo-australischen Gebiet in gleich- massigen Grenzen wie im paläarktischen und amerikanischen Gebiet. Elphos- und Erebotnorpha- Arten sind, wie im paläarktischen Gebiet, so auch dort die grössten Spannerformen. Ihre Schlankheit steht in merk¬ würdigem Gegensatz zu den schweren, dickbauchigen Oenochroma, die zu den echt australischen Merkwürdig¬ keiten gehören. Irrigerweise glaubte man eine Zeitlang in den Nyctalemon eine gigantische Spannerform gefunden zu haben, deren Raupe aber 1 6 füssig ist und die an der Seite der Urania wohl an der richtigen Stelle stehen.

Weitere Einzelheiten über die ungeheure Zahl von Gattungen und Arten des indo - australischen Gebietes zu geben, kann nicht der Zweck dieser einleitenden Worte sein. Aber auch vom speziellen Teil müssen wir sagen, dass er nur ein armseliges Bruchstück ist; nur eine Vorarbeit, dienlich dazu, für die Schar alljährlich neu zu entdeckender Arten die Stelle anzuweisen, wo sie einzureihen sind. Sind doch gerade die artenreichsten Distrikte unseres Gebiets Nordost-Indien und, die malayischen Länder in ihrem Innern noch kaum geographisch erforscht ; und wenn wir am Eingang dieses Kapitels davor warnten , sich in jeder beliebigen Gegend Ost-Indiens eine Fundgrube für tägliche Neuentdeckungen auf lepidopterologischem Gebiet vorzustellen, so finden sich doch Inseln und Gebirgsländer genug, die in dieser Hinsicht die kühnsten Hoffnungen übertreffen. Das südlichste China, die zahlreichen Gebirgszüge, in die der östliche Himalaya sich auflöst, das Innere der grösseren, noch wenig bebauten Inseln, wie Geram, Borneo und Neu-Guinea dürften noch vieles bieten, was der Auffindung harrt; sind doch die prächtigsten Riesenfalter dieses Gebietes, darunter die gewaltige Ornithoptera Papilio alexandrae, erst Entdeckungen der allerneuesten Zeit.

TAGFALTER

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Ausgegeben 18. V. 08.

1. Familie: Papilionidae, Segelfalter.

Rüssel stets gut entwickelt. Taster klein und dicht am Kopfe liegend, selten gross und vorstehend (Teinopalpus). Drei Typen von Fhlrn treten auf: die feinen Sinneshärchen sind unten und seitlich fast gleichmässig über den proximalen Teil jedes Segments verteilt , oder es befindet sich an jeder Seite eine Grube, die mit Sinneshärchen besetzt ist (an Nymphaliden erinnernd), oder es ist nur eine Reihe solcher Gruben vorhanden (an Pieriden erinnernd) ; die Oberseite entweder beschuppt oder nackt. Mesothorax sehr kräftig, die Sternalplatte vollständig mit dem Episternum verwachsen, die Naht wie hei den Pieriden äusser- licli ganz fehlend, worin sich diese beiden Familien von allen andern Lepidopteren unterscheiden. Vorder¬ hein vollkommen entwickelt; die Vordertibie mit Sporn an der Unterseite. Klauen einfach, ganz selten wie bei den Pieriden gespalten (bei einer Leptocircus- Art); die Afterklaue und der Pulvillus fehlen. Die Zelle in beiden Flügeln geschlossen; im Vflgl die 2. Zellschlussader die längste (zwischen der 1. und 2. Radiale), die 2. Radiale von der untern Zellecke ahzweigend, weil die 3. Querader in oder fast in der Verlängerung der Mediane liegt und daher 4 Adern von der Hinterseite der Zelle abzweigen (was die älteren Autoren ver¬ leitete, von 4 Medianästen zu sprechen; es haben jedoch alle Lepidopteren nur 2 Medianäste), die obere Irdsader (= 1. Submediane) fehlend, doch oft ihr proximaler Teil als eine kurze, nahe der Basis von der Mediane ahzweigende, meist an der Spitze auswärts gebogene, kurze Querader vorhanden, die 3. Irdsader frei in den Hrd mündend; Htlgl mit Präcostal- und einer Irdsader. Ei rund oder abgeflacht , ohne stark hervortretende Skulptur. Rp vor der 1. Häutung mit Reihen borstentragender Warzen, die in den spätem Stadien verschwinden oder durch fleischige Zapfen oder harte Dornen ersetzt werden; im Nacken eine her- vorstülpbare , fleischige, gelb oder rot gefärbte Gabel, die einen Duft absondert und zur Verteidigung aus¬ gestreckt wird (das Osmaterium) ; freilebend, doch machen einige Papilios durch Umbiegen der Blattränder eine Art Tunnel, in dem sich die Rp verbirgt; viele Formen verkriechen sich am Tage, auch leben manche gesellig. Pp am Hlbsende und durch einen den Thorax und die Flügelscheiden umspannenden Gürtel befestigt, mit dem Kopfende aufwärts (ältere Autoren, neuerdings auch noch Rippon, stellen die Pp irrtüm¬ lich mit dem Kopfe abwärts gerichtet dar; der Irrtum kommt daher, dass sich z. B. die schweren Rpn der grossen Aristolochienfalter an herabhängenden Blättern mit dem Kopfe der Wurzel des Blattes zugekehrt befestigen); hei andern Formen (z. B. Parnassius ) die Pp in einem losen Gespinste an der Erde oder unter der Erdoberfläche; drei frei bewegliche Hlbsgelenke.

Diese kosmopolitische Familie findet sich hauptsächlich in den Tropen und nur wenige Formen überschreiten den Polarkreis; doch besitzt die nördliche gemässigte Zone in Parnassius einen Typus, der den eigentlichen Tropen fehlt.

1. Gattung: Papil io L., Schwalbenschwänze.

Vtlgl stets mit Mediansporn (= 1. Submediane); wenigstens eine der Zellschlussadern längsgestellt; Htlgl mit Präcostalzelle. Alle Arten mit Gürtelpuppe. Die sogenannte Gattung Papilio zerfällt in drei grosse Abteilungen, welche in den Rpn, Ppn und Faltern scharf voneinander geschieden sind. Diese natür¬ liche Klassifikation wurde schon 1856 von Horseield entdeckt, aber von späteren Autoren (Erich Haase ausgenommen) nicht erkannt. Wir beginnen mit den Aristolochienfaltern. Diese zählebigen, scharfduftenden Formen werden vielfach von Arten der andern beiden Gruppen, sowie von Formen anderer Familien, nach- gealnnt, und es sind die Modelle und Nachahmer selbst bis in die neueste Zeit noch vielfach als miteinander nahe verwandt angesehen worden.

A. Aristolochienfalter.

Fhlr unbeschuppt, ausser dorsal an der Wurzel, unten beiderseits mit einer scharf umschriebenen Sinnes¬ grube auf jedem Segment. Die äussere ventrale Dornenreihe der Tarsen nicht von den dorsalen Dornen durch eine dornlose Längs Vertiefung getrennt. Rp auf Aristolochien, selten auf verwandten Pflanzen ; dicht mit ganz kurzen Härchen bedeckt, welche der Rp ein sammetartiges Aussehen geben, nur der Kopf, die Prothoracalplatte und die Ptisse glänzend; jeder Ring mit einem Kranz fleischiger Warzen oder Zapfen, die Härchen, aber keine kräftigen Dornen tragen; die Warzen des Prothorax zuweilen verlängert (bei einer Anzahl amerikanischer Formen). Pp dorsal vor der Mitte stark eingebogen und hinten gewölbt; die Flügelscheiden weit abstehend; der Kopf abgestutzt mit deutlichen Höckern; auf dem Hlb dorsal jederseits eine Reihe Höcker oder Lappen. Tropenfalter; eine Art nordwärts bis Japan verbreitet; in Nord- Amerika 2 Arten; nicht in Europa, Zentral- Asien und Afrika vertreten, dagegen eine sehr eigentümliche Art in Madagascar. Die von einigen Autoren wohl wegen der Grösse hierher¬ gestellten afrikanischen Papilio zalmocis und antimachus gehören zu der 2. Abteilung, den Rinnenfaltern.

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PAPILIONIDAE. Von Dr. K. Jordan.

In älteren Werken und in den meisten Sammlungen findet man eine Anzahl von Aristolochienf altern ab¬ gezweigt unter dem Namen Ornithoptera. Der Ausdruck bezieht sich auf die Falter der priumus -, brookiana- und po)»petc\-Gruppe , ist aber wissenschaftlich unhaltbar, weil morphologisch nicht begründet. Abgesehen davon, dass er dem älteren Namen Troid.es weichen müsste, sind alle Ornithoptera echte Papilio, wie schon die Raupe beweist, die sich von andern Aristolochienfalterraupen durch nichts als vielleicht etwas beträchtlichere Grösse unterscheidet. Ausser der Grösse hat man nur noch rein äusserliche Form- und Färbungseigentümlichkeiten zur Charakterisierung dieser Gruppe herangezogen , die z. T. durch neuere Funde durchbrochen sind. Wir verzeichnen daher hier den Namen Ornithoptera nur seiner Einführung in älteren Werken und Sammlungen wegen. Mit einziger Ausnahme des P. aeacus, der im Bd. I (Taf. 1) behandelt ist, sind sämtliche hierhergehörige Falter auf das indo-australische Gebiet beschränkt.

Die Aristolochienfalter der orientalischen Region sind durchweg Tiere der Hoch- und Buschwälder, die sich hauptsächlich in den Waldlichtungen und an den Waldrändern tummeln und vielfach an blühenden Bäumen und Sträuchern angetroffen werden. Sie schweben gewöhnlich langsam, jedoch oft hoch über dem Boden, durch die Luft; die grösseren Arten sind aber kräftige und geschickte Flieger. Zu dieser Abteilung gehören die schönsten aller Falter; besonders ist Neu-Guinea reich an grossen Formen mit glänzend grünen und goldenen cd cd." Das 2 von P. alexandrae ist mit 135 mm Vflgllänge der grösste bekannte Tagfalter, wenn nicht der grösste aller Falter.

P= victoriae ist auf die Salomons-Inseln beschränkt, wo der prächtige Falter auf allen den grösseren Inseln vorzukommen scheint. Die 3. Subeostale des Vflgls entspringt von der obern Zgllecke oder distal derselben, seltener etwas vor der Zellecke. Kopf und Thorax ganz schwarz; Hlb graugelb, Stigmenflecke und beim cd eine Reihe subdorsaler Punkte, sowie die Wurzel schwarz. Vflgl des cd schmal, mit Duftfleck; Zelle sehr breit: ein grosses Wurzelfeld sowie ein Subapicalfeld goldig grün; Htlgl grün, distal mehr oder weniger goldig, der Rand ringsum und oft auch ein Teil der Scheibe schwarz. ? in der Grösse und Zeich¬ nung variabel; schwarzbraun mit gelblichweissen oder weissen Flecken; Vflgl mit grossem Wurz eltleck in der Zelle und einem zweiten Fleck in der Mitte derselben, diese Flecke oft zusammengeflossen; zwischen Zelle und Aussenrd 2 Reihen Flecke: Htlgl mit grossem Gostalfelde und 2 Reihen Flecke zwischen Zelle und Aussenrd. Rp schwarz, die Tuberkel alle rot. Pp oberseits zwischen den nur massig vorspringenden Flügelscheiden gelb. Der Falter ist auf einigen Inseln nicht selten; die cd cd werden aber nur in geringer Zahl gefangen, weil sie schnell und hoch fliegen und sich meist in den Baumkronen aufhalten. Bis jetzt regis. ist der Falter noch nicht von San Christoval bekannt. regis Bothsch. ist die nördlichste Form, von Ribbe auf Bougainville entdeckt, wo später auch A. S. Meek eine gute Serie erbeutete. Das goldiggrüne Sub¬ apicalfeld des cd lang, besonders der erste Fleck länger als bei den andern Subspecies ; gewöhnlich besteht das Feld aus nur 2 Flecken, doch häufig ist auch ein dritter ausgebildet und zuweilen ein vierter angedeutet. Die Flecke des ? sind wie bei den andern Subspecies sehr variabel, doch sind die Submarginalflecke bei isabellae. regis sehr klein. isabellae Bothsch. findet sich auf Ysabel und wahrscheinlich auch auf Choiseul. Ver¬ bindet regis mit victoriae. Das goldiggrüne Subapicalfeld des Vflgls des cd ist länger und schmäler als bei victoriae, und kürzer und breiter als bei regis. ? ähnlich wie bei regis, aber die Submarginalflecke grösser. victoriae. victoriae Gray (6 a) kennen wir von den Inseln Guadalcanar, Tulagi und Florida. Das Subapicalfeld des Vflgls des cf besteht aus 3 Flecken und ist ungefähr so lang als breit ; zuweilen ist der 3. Fleck sehr klein, während in dem einzigen mir bekannten cf von Tulagi ein kleiner 4. Fleck vorhanden ist; viele Exemplare tragen auf dem Htlgl schwarze Flecke zwischen der Zelle und den gelben Submarginalflecken. Beim ? ist reginae. der 5. Submarginalfleck des Vflgls sehr klein, zuweilen fehlt er ganz. reginae Sah. bewohnt Maleita. Das Subapicalfeld des Vflgls des cf besteht aus 4 Flecken, von denen der letzte klein ist: der 3. Fleck ist grösser als bei den andern Subspecies; der Htlgl ist zwischen der Zelle und den Submarginallleeken sannnet- schwarz wie das Hrdsfeld. Beim ? sind die Discal- und Submarginalflecke beider Flügel gross, und die proximalen Flecke des Vflgls sowie die Discalflecke des Htlgls mehr oder weniger stark gelb. nibiamis. rubianus Bothsch. (6 b), von Rubiana und Kulambangra, zeichnet sich beim durch die starke Reduzierung des Subapicalfeld.es des Vflgls und das Fehlen der Submarginalflecke des Hflgls aus. Beim $ steht der zwischen der 2. Mediane und der Submediane liegende Fleck des Vflgls quer und ist gewöhnlich mit einem vor der Submediane liegenden Längsfleck verbunden; der hintere Basalfleck ist wurzelwärts bis an den Hrd des Flügels ausgedehnt; die Discal- und Submarginalflecke beider Flügel sind meist sehr gross; zuweilen nehmen die weissen Makeln den grösseren Teil des Flügels ein.

alexandrae. P. alexandrae Bothsch. (5 a, b). Eine wundervolle, erst neuerdings von A. S. Meek entdeckte Art Neu-

Guineas, deren ? der grösste aller bekannten Tagfalter ist. Körper schwarz; Kopf klein; Brust rot; Hlb sehr lang, besonders beim cd, bei letzterem gelb, beim ¥ graugelb, die Wurzel schwarz. Geäder ähnlich wie bei victoriae, aber die 3. Subcostale des Vflgls proximal der Zellspitze abzweigend. Flügel des cf sammetschwarz, auf dem Vflgl ein breiter Costalstreif und ein noch breiterer, den schwarzen Duftfleck ein- schliessender Hrdsstreif, auf dem Hflgl ein breites Submarginalband, das am Vrd und Hrd bis zur Wurzel fortgesetzt ist, und ein breiter Zellstreif grünblau, in gezogenen Stücken mehr grün als blau; beide Flügel lang, Hinterecke des Vflgls vollständig abgerundet, Hflgl lang-eiförmig. Die Unterseite blaugrün, der Vflgl gelblich, die Adern, der grösste Teil der Vflglzelle und die Ränder, sowie auf dem Vflgl auch einige Streifen zwischen den Adern schwarz. Das ? braunschwarz; Vflgl bis 135 mm lang, mit 2 Reihen grauweisser Flecke in der äusseren Hälfte und 2 Flecken in der Zelle; Hflgl lang-eiförmig, mit grossen gelbgrauen, gebräunten Keilflecken; unten die Flecke gelblich. Die erwachsene Rp misst nach S. Meek in der Ruhe

PAPIL10. Von Dr. K. Jokdan.

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über 12 cm, sie ist sammetschwarz mit graden, rubinroten Stacheln und trägt in der Mitte des Körpers ein breites, sahnefarbenes Querband. im nordöstlichen Teil Neu-Guineas, in niederen Lagen. Line Anzahl Exemplare beider Geschlechter wurden erbeutet. Der Falter fliegt hoch in der Luft und ist nicht leicht zu fangen. Die Art wurde ursprünglich nach einem vom Sammler mit Schrot geschossenen 2 beschrieben.

P. priamus. Stiel der Subcostalgabel des Vtlgls kurz, 3. Subcostale mehrere Millimeter proximal von der oberen Zellecke abzweigend. cf vor dem Hinterwinkel des Vtlgls mit langer Brandmakel, die aus kleinen Duft- und grösseren gezähnten Deckschuppen besteht; ein breiter Costalstreif, ein schmälerer, zu¬ weilen fehlender, am Hinter- und Aussenrd entlang laufender Streif, sowie der Htlgl grün, blau oder orange;

Hflgl meist mit schwarzen Discal- und oft mit goldgelben Submarginalflecken; unten der Vilgl gefleckt;

Hlb gelb, seitlich schwarz gefleckt. Flügel des 2 bräunlich schwarz, mit sehr variabelen, grauweissen, zu¬ weilen gelblichen Flecken ; als ursprüngliche Zeichnung haben wir auf dem Vflgl einen Zelltleck und auf beiden Flügeln zwei Reihen Flecke zwischen Zelle und Aussenrd, die oberen dieser Flecke des Vtlgls und meist alle Flecke des Hflgls paarweise zu langen Makeln zusammengeflossen, zuweilen der Vflgl ohne Flecke.

Rp schwarz, mit einem oder zwei weissen Schrägstreifen, die Dornen rot mit schwarzen Spitzen oder schwarz mit gelben Ringen. Pp graugell), goldgelb oder grün. Die früheren Stände während der Regen¬ zeit am häufigsten, besonders zahlreich in der Nähe des Strandes zu finden. Der Falter hält sich meist in den Baumkronen auf, die er in schwebendem Fluge umkreist; wenn das 2 auf der Suche nach der niedrig wachsenden Futterpflanze der Rp ist, folgt ihm häufig das cf, auch besuchen beide Geschlechter blühende Bäume und Sträucher. Der Falter ist rein papuanisch; er bewohnt in einer Anzahl geographischer Formen die Molukken, die Key- und Aru-Inseln, Neu-Guinea mit den Nebeninseln, die Bismarck- und Salomons- Inseln und Australien südwärts bis ins nördliche Neu -Süd -Wales. lydius Fldr. (3c). cf: Zeichnungen lydius. der Oberseite des Vtlgls und der Hflgl orange, bei schräg reflektiertem Licht grün, die der L'nterseite grün, der Zellfleck des Vflgls gross; die Zelle des Hflgls auf der Unterseite nur hinten deutlich schwarz gerundet.

? zum grössten Teil grauweiss, der Zellfleck nimmt auf beiden Flügeln fast die ganze Zelle ein. Halmahera und Ternate (fide Wallace). croesus Wall. (3b, c). cf wie bei voriger Subspecies, aber auf der Unter- croesns. seite der grüne Zellfleck des Vflgls und das vor der Zelle des Htlgls stehende goldgelbe Feld kleiner und die Htlglzelle ganz schwarz umrandet; frisch ausgeschlupfte Stücke sind wie bei lydius grün; die Harpe der Haftklappen bei lydius und croesus viel kürzer als bei den andern Formen von priamus, dorsal an der Basis bei croesus mit spitzem Zahn, der bei lydius nur angedeutet ist. 2 mit stark reduzierten grauweissen Vflglflecken, der Zellfleck fehlt oft; die Keilmakeln des Hflgls sind durch ziemlich breite braunschwarze Aderstreifen voneinander getrennt und sind auf der Unterseite mehr oder weniger gelb, doch meist nicht so rein gelb wie die Submarginalflecke, die auch meist auf der Oberseite einen gelben Ton haben. Rp auf einer in Sagopalmen-Sümpfen wachsenden Aristolochia; sie trägt an jeder Seite zwei weisse Schrägstreifen. Wahrscheinlich lebt die Rp von lydius gleichfalls an solch unzugänglichen Stellen, was erklären würde, warum der Falter verhältnismässig selten gefangen wird. Es findet sich croesus nur auf Batjan; Rippon gibt irrtümlich in Wytsman’s Gen. Ins. auch Amboina als Fundort an. Ein cf, dessen Costalband einen feurig-karminroten Farbenton hat und bei dem die Gostal- und Discalflecke der Vflglunterseite kupfrig sind, hat Fruhstokfeb, als ab. lydioides bezeichnet. Das Stück ist wahrscheinlich längere Zeit den Witterungs- lydioides. einflüssen ausgesetzt gewesen; auch alte Sammlungsstücke sind feuriger als frische. Unter ähnlichen Ver¬ hältnissen nehmen die grünen Formen des priamus leicht einen bläulichen Ton an. aesacus Ney (= obiana aesacus. Hebel ) bewohnt Obi (= Ombira). Beim cf ein breiter Costalstreif des Vflgls und ein schmaler am Hinter¬ und Aussenrd entlang ziehender Streif wie der Hflgl grünblau ; letzterer oben mit goldenen , unten mit goldenen und schwarzen Flecken vor dem Saume, die Zelle nicht schwarz umrandet. Grundfarbe des 2 tiefer schwarz als bei den meisten priamus- Formen, auch die Oberseite des Hlbs ziemlich stark schwarz überzogen; Zelltleck des Vtlgls gross, distal tief ausgeschnitten; das Discalfeld des Hflgls bis nahe an die Zelle reichend, die in demselben stehenden schwarzen Flecke meist klein, die Adern nur sehr schmal schwarz. Das Vorkommen dieser beim cf blaugrünen Form auf Obi, der blauen caelestis auf den Luisiaden und der grünblauen miokensis auf Mioko zeigt zur Genüge, dass nicht die grünen Formen einer und die blauen einer zweiten Art angehören , sondern dass sie alle geographische Entwicklungen einer einzigen Art sind. priamus L. (2 = panthous L.) von Amboina, Saparoea und Ceram; (von Buru und den Banda- priamus. Inseln ist noch keine priamus- Form bekannt geworden). Eine grosse Form, cf: die beiden Streifen des Vflgls und der Hflgl grün; Mediane des Vflgls ohne grüne Beschuppung; Hflgl oben immer mit zwei oder mehr schwarzen Submarginalflecken , unten mit vollständiger Reihe solcher Flecke, die Zelle vorne und gewöhnlich auch distal, seltener auch hinten schwarz gerundet ; die Zahl und Grösse der Goldflecke variabel, doch ist der subcostale Goldfleck stets vorhanden. 2 ohne weissen Fleck in der Zelle des Vtlgls, die discalen und submarginalen Flecke beider Flügel reduziert; letztere auf dem Hflgl mehr oder weniger stark schwarz- braun schattiert, der Rand des Flügels breit schwarzbraun und die schwarzbraunen Discalflecke gross; die grauweissen Keilllecke erreichen die Zelle weder oben noch unten. hecuba Bob. von Koer. Tiandoe hecuba. und Key. cf : ausser den Seiten der Mittelbrust ist auch ein Seitenfleck auf dem Metasternum rot ; Vflgl oben mit grüner Beschuppung auf der Mediane, oft auch auf den Radialen; Hflgl oben stets mit schwarzen

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Discalflecken, gewöhnlich 3; unten die schwarze Discallinie des Vflgls breiter als die grüne Submarginal¬ linie, die Zelle des Htlgls vorne schwarz gerandet, die schwarzen Discalflecke ausgerandet , die hintern gewöhnlich abgestutzt, der goldene Subcostalfleck fehlt niemals (?), ist aber zuweilen nur angedeutet. $ bräunlich schwarz, die weissen Zeichnungen sehr sparsam schwärzlich bestäubt, selten so dunkel wie bei Aru-Stücken; Zellfleck des Vflgls meist gross, so lang als breit oder länger, selten breiter als lang; die drei ersten Keilflecke des Htlgls oben und unten zugespitzt, selten die Zellspitze erreichend, die Zelle nur zu¬ weilen mit einem weissen Tüpfel ; Seiten des Prothorax rot. Ein von H. Kühn erbeutetes ? hat auf der Oberseite des Vflgls nur 2 kleine weisse Flecke; sie stehen zwischen den Subcostalen. Rp gewöhnlich mit amiana. einem weissen Schrägstreifen. arruana Fldr. Nicht konstant von Neu-Guinea-Exemplaren verschieden, das cf besonders ist nicht mit Sicherheit zu erkennen. Die schwarze Discalbinde der Unterseite des Vflgls des cf ist breit und hängt gewöhnlich mit dem schwarzen Hrd des Flügels zusammen; die schwarzen Discalflecke des Htlgls fehlen oben niemals und sind unten meist recht gross, der 2. Fleck ist gewöhnlich breiter als der aussen von ihm stehende grüne Fleck, das gelbe Analfeld trägt meist einen schwarzen Fleck, der subcostale Goldfleck fehlt den meisten Exemplaren. Beim ? sind die weissen Zeichnungen der Oberseite beider Flügel stark schwärzlich schattiert, zuweilen auch unten teilweise schwärzlich überflogen. Bläu¬ liche cf cf, welche wahrscheinlich unter dem Einflüsse von Feuchtigkeit verfärbt sind, haben den Namen eumaeus. eumaeus Rippon erhalten. So gefärbte cfcf haben wir auch von Neu-Guinea und sie finden sich zweifels¬ ohne überall unter den grünen Formen von priamus. Ein sehr auffällig gezeichnetes kleines cf, cf- ab. chrysospila. chrysospila Rotliscli., ist in der Sammlung des Tring Museums: Oberseite des Htlgls ohne schwarze Flecke, dagegen mit 4 braunen Submarginalflecken, von denen die 3 oberen einen grossen goldenen Kern haben, ausserdem ist ein grosser goldener Subcostalfleck vorhanden. Unten sind alle diese Flecke grösser als oben, auch der 4. Sub marginalfleck ist gelb gekernt; auf dem Vflgl kein schwarzes Discalband, nur in der Subcostalgabel ein schwarzer Fleck ; auf dem Hflgl nur zwei schwarze Fleckchen zwischen Gostale und 1. Radiale, Zelle nicht schwarz gerandet. Das Exemplar macht ganz den Eindruck einer besondern Art; die Genitalien sind wie bei arruana. Die Rp und Pp wurden von Ribbe nur in der Nähe der Wasserläufe poseidon. und am Strande, aber auf trockenem Boden gefunden. poseidon DU. (= pegasus Fldr.) (2 a). Auf Neu-Guinea und den kleinern an seinen Küsten liegenden Inseln scheint es noch nicht zur Bildung von definierbaren Subspecies gekommen zu sein. Kein einziger Charakter ist bei den Individuen irgend eines der verschiedenen faunistischen Distrikte auch nur einigermassen konstant. Zwar ist bei den cf cf aus Britisch Neu-Guinea das grüne Zellfeld auf der Unterseite des Vflgls häufiger zu einem gerundeten Fleck reduziert und die schwarzen Zeichnungen der Unterseite beider Flügel öfter vergrössert als bei den cf cf aus den nördlichen und westlichen Teilen der Insel und unter den ?? aus Britisch Neu-Guinea findet man zwar häufiger Exemplare mit verkleinerten weissen Zeichnungen und unter denen von Waigeu hat ein grösserer Prozentsatz einen weissen Fleck in der Hflglzelle, als dies der Fall in andern Distrikten ist, doch sind diese Unterschiede so sehr schwankend, dass wir die Stücke von Misol, Salawatti, Waigeu, Holländisch, Deutsch und Britisch Neu-Guinea, den Inseln in der Geelvink-Bai , den d’Entrecasteaux-Inseln , Trobiand und den kleinen Inseln in der Torres-Strasse alle als zu einer sehr variabeln Subspecies gehörig betrachten. Nach Rippon (in Wytsman’s Gen. Ins.) findet sich poseidon auch auf den Tenimber-Inseln ; die Angabe, wie so viele in Rippon’s Arbeit, beruht auf Irrtum; auf den Tenimber-Inseln kommt keine priamus- Form vor. Die grüne Medianlinie scheint im Vflgl des cf nie vollständig zu fehlen , doch ist sie bei einem unserer Exemplare nur durch 3 grüne Schuppen repräsentiert; zum Unterschiede von den Am- und Key- cf cf ist das schwarze Discalband der Vflglunterseite meistens schmal, zuweilen jedoch ist es breiter als das grüne Submarginalband, in diesem Falle aber ist der vorletzte Fleck dieses Bandes gewöhnlich gerundet; die Discalflecke des Htlgls sind auch meist gerundet, die Zelle ist vorne gewöhnlich nicht deutlich schwarz ge- cronius. randet und die meisten Stücke haben keinen schwarzen Fleck im gelben Analfelde. Bei cf'- ab. cronius triton. Fldr. fehlen die schwarzen Discalflecke auf der Oberseite des Htlgls und bei cf- ab. triton Fldr. trägt der Hflgl einige Goldflecke. Beim ? haben manche Stücke reichlich so viel Weiss als die Key-??; in vielen Exemplaren sind die weissen Flecke schwärzlich schattiert; bei einem unserer Stücke aus den Bergen Britisch Neu-Guineas mit offenbar nicht ausgefärbten Flügeln sind die Zeichnungen oben und unten gelb, kirsdii. teilweise mit eingesprengtem Weiss ; dies Stück ist noch gelber als ?-ab. kirschi Oberth., bei der aber der Zell- fleck metallisch grün gerandet ist. Nicht selten fehlt auf dem Vflgl ein Zellfleck und es ist nur eine Reihe boreas. Makeln zwischen Zelle und Aussenrd Vorhanden : ?-ab. boreas Frühst. Als Gegensatz hierzu gibt es Stücke, bei denen der Zellfleck und der zwischen den Medianästen stehende Discalfleck entwickelt, dagegen die andern Flecke des Vflgls teils verkleinert, teils verschwunden sind. Die ?? mit Fleck in der Zelle des Htlgls, archidaeus. wie sie sich besonders häufig auf' Waigeu finden, sind ?-ab. archideus Gray. Die Stücke mit geringen brunneus. Spuren von Flecken auf dem Vflgl oder ohne Flecke sind ?-ab. brunneus Rotliscli, (3a); diese Form ist auf Trobiand, den d’Entrecasteaux-Inseln und in Britisch Neu-Guinea besonders häufig; von den kleinen Engineer - Inseln , in der Verlängerung der Südost- Spitze von Neu-Guinea gelegen, haben wir 5 ??, von denen 4 zu ab. brunneus gehören, während bei dem fünften Stücke die weissen Flecke zwar vorhanden, valentina. aber klein und stark geschwärzt sind. Zwerghafte Exemplare beiderlei Geschlechts sind ab. valentina Vuill, Keine dieser Formen ist an eine bestimmte Lokalität gebunden. Der Falter ist in den meisten Gegenden

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recht häufig. Tuberkel der Rp rot mit schwarzen Spitzen; ein weisses Schrägband auf dem 7. Ringe; Nackengabel rot. Ei braun (Kubary). Ob boisduvali Montr. (= oceanus Fldr.) von poseidon verschieden boisduvaii. ist, können wir nicht sagen, da wir kein Stück gesehen haben. Die Beschreibung passt auf poseidon; das Tier scheint dort recht selten oder sehr lokal zu sein. A. S. Meek, der zweimal auf Woodlark gesammelt hat, sah nur ein einziges Exemplar, ein 2. pronomus Gray. Das cf mit grüner Medianlinie auf dem pronomus Vflgl; der Zellfleck der Unterseite des Vtlgls erreicht die Wurzel nicht und ist bei den meisten Exemplaren auf die distale Hälfte der Zelle beschränkt; der Hflgl trägt (immer?) einen subcostalen Goldfleck, auf der Unterseite ist die Zelle vorne und oft auch an der Spitze schwarz gerandet und der Distalrand des .Flügels ist etwas breiter schwarz als bei poseidon. Beim ? sind die weissen Zeichnungen des Vtlgls gewöhnlich nur schwach schwärzlich bestäubt, der Zellfleck ist wenigstens von Mittelgrösse und die Submarginalflecke sind immer gross. Kap York. Die Exemplare von Thursday Island stimmen zum Teil mit pronomus, zum Teil mit poseidon überein. euphorion Gray (= cassandra Scott) (lb) bewohnt das nördliche Queensland, mit euphorion. Ausnahme der Nordspitze, cf ohne grünen Medianstreif auf dem Vflgl. das grüne Submarginalband un¬ regelmässig wellig, die grünen Zeichnungen der Unterseite stark reduziert, besonders der Zellfleck, die Zelle des Hflgls ringsum oder fast ringsum schwarz gerandet, die schwarzen Discalflecke gross, der schwarze Rand breit. Beim ? die weissen Zeichnungen verkleinert, auf der Oberseite des Hflgls stark schwarz schattiert; der Hlb oben grauschwarz, Prothorax seitlich breit rot. Rp braun, ohne weisses Schrägband, die Tuberkel schwarz mit gelbem Ringe, die dorsalen Tuberkel des 7. Ringes gelb mit schwarzer Spitze.

Pp wie bei den vorigen Formen oben gelb, unten bräunlich gelb. Man findet die cf cf häufig paarweise, das eine cf das andere verfolgend. Beide Geschlechter besuchen mit Vorliebe die Blüten wilder Melonen auf Waldblössen. richmondia Gray (= richmondii Schneid.). Eine kleine Form, die im südlichen ridunondia. Queensland und im nördlichen Neu -Süd -Wales vorkommt, cf dem euphorion- cf ähnlich, das hintere grüne Band des Vflgls die Flügelbasis nicht erreichend, häufig zu einem, zuweilen sehr kurzen, Sub¬ marginalbande reduziert. Beim ? die grüne Mittellinie des Thorax fehlend oder nur angedeutet; der Prothorax weniger ausgedehnt rot als bei euphorion; die Makeln wie bei jener Subspecies reduziert, aber die Keilflecke des Hflgls länger und der 2. Submarginalfleck desselben hinter der Subeostale basalwärts linienförmig ausgezogen, so dass ein aussen verdickter Halbring oder eine hammerförmige Makel entsteht.

Rp etwas blasser als bei pronomus, mit schwach grünlichem Ton, die Nackengabel (Osmaterium) grünlich gelb, die Tuberkel ähnlich wie bei voriger Form; auf Aristolochia praevenosa. Die eben ausgeschlüpfte Rp hat schwarze bedornte Tuberkel, nur die Dorsaltuberkel des 7. Ringes sind fast ganz gelb. Pp lebhaft grün. Das Ei wird an der Unterseite eines Blattes abgelegt. caelestis Bothsch. (3 a). Gleichfalls klein, caelestis. cf blau, kleinen Stücken von urvilleanus ähnelnd, der Aussenrd des Hflgls oben und unten breiter schwarz, besonders vorne, und stärker gezähnt: auf der Unterseite der Zellfleck des Vflgls lang, der Hflgl vor der Gostale in der Basalhälfte dicht metallisch beschuppt, die Zelle nur vorne und zwar sehr schmal schwarz gerandet, das gelbe Analfeld fast bis an die Zelle ausgedehnt, der darin stehende schwarze Fleck, wenn vorhanden, kleiner als der vorhergehende Fleck. $: Grund der Flügel dunkler als bei urvilleanus, daher die beiden vordem schwarzen Discaltlecke der Hflglunterseite weniger deutlich abgesetzt; die Makeln der Oberseite schwärzlich bestäubt, der Zellfleck des Vflgls gross, länger als breit, basalwärts ausgezogen, distal ein- oder zweimal eingeschnitten oder gebuchtet, zwischen der 3. Radiale und der Submedianfalte 3 ge¬ streckte Disealmakeln , von denen die mittlere die grösste ist , die Submarginal- und die vordem Discal- makeln ähnlich wie bei urvilleanus ; das braunschwarze Saumband des Vflgls breiter, besonders der zwischen der 1. und 2. Radiale stehende Keilfleck aussen tiefer gebuchtet. Pp oben zwischen den Flügelscheiden gelb. St. Aignan, Sudest uiid Rossel, Luisiaden. Das Vorkommen einer blauen Form auf diesen in der direkten Verlängerung von der Südost-Spitze Neu-Guineas liegenden Inseln ist sehr auffällig. bornemanni bornemanni. Pagenst. cf grün; das am Hrd des Vflgls entlang laufende Band nur schwach ausgebildet; der Hflgl in der Basalhälfte, besonders in der Zelle, mehr oder weniger sparsam grün beschuppt, die schwarzen Sub¬ marginalflecke klein. ? ganz ähnlich den poseidon -2? mit gut entwickelten weissen Zeichnungen, aber blasser schwärzlich braun, daher die beiden vorderen schwarzen Dicalflecke der Hflglunterseite deutlicher; die weissen Zeichnungen der Oberseite, besonders auf dem Hflgl, schwärzlich bestäubt, die Keilflecke des letztem proximal zugespitzt und die Zelle nicht erreichend. Neu-Pommern ( New Britain) und French-Inseln. miokensis Ribbe von Mioko ist grünblau. Wir haben nur gezogene Stücke gesehen und bemerken, dass miokensis. gezogene und zu früh getötete Exemplare der nächsten Subspecies auch einen grünlichen Ton haben. - urvilleanus Guer. (2 b). cf blau, Hflgl ähnlich wie bei bornemanni, von der Basis bis zur Mitte oder darüber urvilleanus. hinaus mehr oder weniger schwarz, Discalflecke oben und unten gross; die Zelle bei den Exemplaren von den Salomons-Inseln meist stark schwarz gerandet, was bei den Stücken von Neu- Hannover selten der Fall ist, auch ist bei Individuen von den Salomonen der im gelben Analfelde stehende schwarze Fleck fast immer grösser als der vorhergehende; Stücke mit einem subcostalen Goldfleck sind cf-ab. flavomaculata Ribbe. flavo- ? blass schwärzlich braun, die weissen Zeichnungen meistens klein und stark schwärzlich bestäubt; die Keil- maculata. flecke des Hflgls zugespitzt und die sie trennenden Aderstreifen meist breit, die in der 2. Randzelle stehende Makel häufig beilartig wie bei richmondia. Neu-Hannover, Neu-Mecklenburg (= New Ireland) und Salomons- Inseln. Die Rp schwarz oder graubraun, mit roten Warzen, die an der Spitze schwarz sind, die Warzen

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des Prothorax ohne Roth, ein weisses Schrägband an den Seiten. Pp oben gelb. Der weitverbreitete Falter ist keine Seltenheit; er gehört mit zu den ersten Faltern, die der Reisende am bewaldeten Strande in den Baumkronen bemerkt.

cliimaera. P. chimaera Rothsclu (4b). Mit dem P. tithonus am nächsten verwandt. Der Ivopf bei beiden

Geschlechtern klein. Vflgl des cP ähnlich dem des tithonus gezeichnet; die Verteilung der Farben des Htlgls eine andere, wie aus den Figuren ersichtlich; Hlb gelb, unten ziemlich rauhhaarig, oben seitlich mit schwarzen Flecken. Das ? vor allen andern Papilios dadurch ausgezeichnet, dass der rauhbehaarte Hlb schwarz geringelt ist; die weissen Flecke des Vflgls sind in Grösse und Zahl sehr variabel. Diese leicht erkenn¬ bare Art wurde von A. S. Mjgek am Südabhange des Owen-Stanley-Gebirges in Britisch Neu-Guinea am Oberlauf des Aroa-Flusses entdeckt. Der Falter war dort sehr selten; dock erbeutete Meek eine ziemliche Anzahl zum Teil mit Hilfe von Eingeborenen. Die Mehrzahl der Exemplare wurde an einem einzigen blühenden Baume gefangen, an dem sich der Falter in einzelnen Stücken einstellte. Auch fing Meek später einige Exemplare an der Nordostseite des Gebirges, am Oberlaufe des Mambare-Flusses.

P. tithonus. Stiel der Subcostalgabel des Vflgls kurz, die 3. Subcostale proximal der Zellspitze abzweigend. Hlb des f mit schwarzen Seitenflecken, Vflgl ohne Brandmal, mit 3 goldgrünen Längsstreifen, von denen der 1. und 2. nach aussen verbreitert sind; Hflgl gestreckt, die Vorderhälfte und 2 Flecke am Analwinkel seidig golden, aussen und hinten goldiggrün, der Abdominalrand breit schwarz und der Distal¬ rand schmal schwarz, 3 schwarze Discalflecke; Unterseite des Vflgls grösstenteils goldiggrün, mit grossem schwarzem Felde an der Zellspitze; die auf der Abdominalfalte stehenden Haare sehr lang. ? ähnlich dem poseidon aber der Htlgl am Abdominalrande länger, der Gostal- und Distalrand zusammen gleichmässig gerundet, die untere Mediane viel mehr distal von der Zelle abzweigend, das schwarze Saumband breit und waigeuensis. nicht wellig, die schwarzen Discalflecke rund. Frühere Stände nicht bekannt. 2 Subspecies. waigeuensis Rothscli. c f: der in der Zelle des Vflgls stehende Teil des Mittelbandes schmal; Zelle des Hflgls grössten-

tithonus. teils golden. ?: Flecke des Vflgls gross, Zellfleck des Hflgls kürzer als breit. Waigeu. tithonus L)eh. f: das Mittelhand des Vflgls breiter in der Zelle als bei voriger Form; der 2. und 3. schwarze Discalfleck des Hflgls grösser; weniger als die Hälfte des Hflgls golden. ?: Flecke des Vflgls stark reduziert, dagegen das weisse Feld des Hflgls vergrössert, der Zellfleck des Hflgls länger als breit. Onin-Halbinsel, Holländisch Siidwest-Neu-Guinea. Doherty fand einige Exemplare im Hügellande bei Kapaur im Dezember und Januar.

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P. goliath. Vflgl breiter als bei P. priamus , die Hinterecke weniger gerundet, besonders beim cP; die 3. Subcostale nahe dem Zellende; der Stiel der 4. und 5. Subcostale länger als bei priamus. Vflgl des f ohne »Brandfleck«, sammetschwarz; ein breiter Costalstreif, sowie ein grosses dreieckiges Feld, das sich vom Hrde costalwärts erstreckt , aber nicht in die Zelle eintritt, sind grün ; Htlgl gerundet, goldgelb , die Adern und 3 schwarzgekernte Submarginalflecke grün, das Abdominalfeld und der Aussenrd schwarz. Unten ist der Vflgl goldgrün, die Adern und Ränder, sowie eine Reihe Discalflecke schwarz; Hflgl goldgelb, das Abdominalfeld von der Zelle bis zum Duftorgan und der Aussenrd , mit Ausnahme des äussersten Saumes, sind grün. Das ? ähnelt in der Zeichnung gewissen priamus -??; das Auge ist hinten wie beim cP auffällig weissgerandet ; der Vflgl entweder nur mit Spuren von Makeln, oder es sind eine geteilte Zellmakel, eine Reihe Submarginalflecke sowie mehrere Discalflecke vorhanden, der Hflgl trägt ein breites gelbweisses Discalfeld, in welchem eine Reihe gerundeter schwarzer Discalflecke stehen; Hlb oben graugelb, seitlich und unten reiner gelb, das t. Segment sowie die Wurzel der andern seitlich und unten schwarz. Das in den Sammlungen immer noch seltene Tier ist über ganz Neu-Guinea verbreitet, aber augenscheinlich lokal. Es ist verschiedentlich gezogen worden, doch scheint noch nichts über die Rp und Pp veröffentlicht zu sein. - goliath. goliath Oherth. (<j> a) kam zweifellos von Waigeu; das Exemplar, wonach die Art beschrieben wurde, fand sich in einer Sammlung, die ohne genaue Fundortsangabe gelassen war. Da dieselbe Sammlung ein ? von P. tithonus enthielt, das der Waigeu-Form angehört, nicht der Festlands-Form, so dürfen wir wohl annehmen, dass die Sammlung auf Waigeu gemacht wurde. Beim $ von goliath trägt die Vflglzelle einen dreizackigen Fleck und das Discalfeld des Hflgls ist oben schwärzlich überflogen. Hierzu stellen wir vorläufig ein cP, das ent¬ weder von Waigeu oder den Küstendistrikten der Geelvink-Bai stammt; es ist kleiner als die uns bekannten cPcP aus Deutsch- und Britisch Neu-Guinea; der hinter der 2. Mediane des Htlgls liegende goldgelbe Fleck ist grösser, der Costalrand der Unterseite des Vflgls ist breiter schwarz und der in der Subcostalgabel atlas. stehende schwarze Wisch ist grösser. atlas Rothscli. von Kapaur, Holländisch Siidwest-Neu-Guinea. Nur 2 ?? bekannt, die von W. Doherty im Januar und Februar 1897 gefunden wurden. Zellmakel des Vflgls in Flecke aufgelöst; hinter der 2. Mediane ein Discalfleck, auf der Unterseite vor der 2. Mediane 2 Discal¬ flecke, ausserdem noch ein Submarginalfleck; das Discalfeld des Htlgls oben grauweiss, dicht schwarz supremus. schattiert, unten aussen gelb und innen weiss. supremus Röh. (= schoenbergi Röb. , elisabethae-reginae Plorv. u. Mocs., goliath Horv. u. Mocs.) (6 a). Die bestbekannte Form. Das cf variiert etwas in der Ausdehnung der grünen Felder des Vflgs und der Grösse der Submarginalflecke des Hflgls. Das ? hat auf dem Vflgl oben und unten nur 2 Flecke zwischen der 1. und 2. Mediane; das Discalfeld des Hflgls ist oben meist weniger schwarz schattiert als bei den vorigen Formen und mehr eintönig gelb, besonders unten. Deutsch

Ausgegeben IS. X. OS.

PAPILTO. Von Dr. K. Jordan.

Neu-Guinea. titan Grose-Smith ist die Subspecies von Britisch Neu-Guinea. Das cf unterscheidet sich titan. von supremus durch den etwas schmäleren schwarzen Saum des Hflgls; auf der Unterseite des Vtlgls ist der hinter der 2. Mediane stehende schwarze Discaltleck nur angedeutet; der Iltlgl trägt oben 3 Submarginal¬ flecke wie die andern Formen, dagegen fehlt unten bei dem einzigen bekannten Exemplare der 2. Fleck, während je einer in der 1., 3. und 4. Randzelle vorhanden ist. Beim $ sind die Flecke des Vtlgls zum Teil verschwunden, zum Teil sehr stark reduziert: das gelbweisse Feld des Hflgls ähnelt dem von supremus, ist aber unten weniger gelb. 1 cf in coli. H. Grose-Smith und 2 ¥¥ im Museum Tring, von der Südseite des Owen-Stanley-Gebirges..

P. paradisea. Die 3. Subcostale des Vtlgls von der Zellspitze (oder ganz nahe derselben), der Stiel der Subcostalgabel lang. Vflgl des cd ohne Brandmal, mit 2 breiten goldiggrünen Längsstreifen und einem schmalen Hrdstreifen; Hflgl dreieckig, in einen Schwanz ausgezogen, golden, dies Feld aussen und hinten grün gesäumt, Abdominalrand breit schwarz; Unterseite des Vtlgls goldiggrün, die Ränder und Adern schwarz; die Haare auf der Abdominalfalte des Hflgls lang, gelblichweiss. ¥: die 2. Mediane des Hflgls auf gleicher Höhe mit der 1. Radiale abzweigend; die Flecke des Vtlgls sehr veränderlich, der Zellfleck selten so lang als breit, oft ganz fehlend ; die schwarzen Discalflecke des Hflgls rund, in Grösse und Zahl variierend : zuweilen ein weisser Fleck in der Zelle des Hflgls. Eine verlässliche detaillierte Beschreibung aller Ent¬ wicklungsstadien fehlt noch. Ei kugelig, hellgelbhch, viel grösser als das von poseidon. Rp sammetschwarz, ohne Zeichnungen, die Dornen vom ersten Stadium an feuerrot, später zum Teil schwarz, die auf dem 4. und 5. Ringe immer schwarz ; Nackengabel lebhaft gelb, der Spalt selbst rot. Erwachsen in 4 oder 5 Wochen.

Pp nicht an der Futterpflanze, sondern an Sträuchern und Bäumen etwa 1 m hoch vom Boden; schlanker als die poseidon- Pp, oben heller gelb, unten und an den Seiten dunkler braun. Der Falter schlüpft in 5 bis 6 Wochen. Er fliegt an der Meeresküste und im Hügellande. paradisea Stgr. (= schoenbergi Pagenst.) ist paradisea. die Form von Deutsch Neu-Guinea, die in den letzten Jahren in ziemlicher Menge nach Europa gekommen ist. Stark goldige cf cf sind cf- ab. auriflua Frühst. Die ¥¥, welche einen weissen Fleck in der Zelle des auriflua. Hflgls haben, sind ?-ab. punctata Hagen (das von Rippon in Icon. Ornith. irrtümlich als punctata „Rothsch.“ punctata. abgebildete Exemplar ist ein Krüppel ohne diesen Zellfleck), während die 2? mit wenig oder gar keinem Weiss in der Vflglzelle ¥-ab. caliginosa Frühst, sind. flavescens Rothsch. Nur 1 ¥ von der Etna-Bai, caliginosa. Holländisch Südwest-Neu-Guinea, bekannt. Vflgl oben mit 2 kleinen Discalflecken, von denen der hinter flavescens. der 2. Mediane stehende grösser als der vor dieser Ader hegende Fleck ist; in paradisea ist der vordere Fleck immer der grössere, auch trägt diese Subspecies gewöhnlich noch einen Fleck vor der 1. Mediane: das liehe Feld des Hflgls von flavescens ist oben und unten mehr gelb.

P. meridionalis Rothsch. (6c). cf ähnlich wie paradisea gezeichnet; Hflgl viel kleiner, das Hrdsfeld meridionalis. nicht lappenartig vorspringend, der dünne Schwanz vor der Spitze erweitert, die Zelle viel schmäler, die 3. Radiale und 1. Mediane nicht gestielt: der Vflgl unten distal von der Mitte mit grossem schwarzem Felde (ähnlich wie bei tithonus). ¥: die discalen Zeichnungen reiner weiss als bei paradisea; der Zellfleck des Vtlgls etwa so lang als breit, immer 3 Discalflecke vorhanden; der Saum des Hflgls breiter schwarz, das weisse Feld in und hinter der Zelle weiter nach der Basis hin ausgedehnt , der Ird des Feldes daher schräger als bei paradisea. Britisch Neu-Guinea: Milne-Bay und Mailu. Soviel wir wissen, sind nur 8 cf cf und eine etwas grössere Zahl ¥2 bekannt, von denen das Tring Museum eine Serie von 4 cf cf und 7 ¥2 ausgesucht hat; das Tier variiert nur wenig.

P, brookiana. Pronotum und Hinterkopf rot. Vflgl lang, Zelle abgestutzt, die untere Ecke scharf gewinkelt; beim cf ein aus 7 metallisch grünen Keilflecken bestehendes Band zwischen Zelle und Aussenrd;

Hflgl klein, die Zelle schmal, das Band des Vtlgls über den Hflgl fortgesetzt, der Abdominalrand nach oben umgeschlagen, eine Duftfalte bildend. ¥ blasser als das cf; das Discalband des Vtlgls vorne mehr oder weniger ausgedehnt weiss; Hflgl mit weissen oder grauen Submarginalflecken, unten beide Geschlechter mit solchen Flecken, die aber beim ¥ grösser als beim cf sind. Malayisch. Über die früheren Stände ist noch nichts bekannt. Der Falter ist ein Waldtier, das im Hügellande und Gebirge von Malakka, Sumatra und Borneo meist keine Seltenheit ist. Das ¥ verfolgt das cf und sitzt bei der Kopulation auf demselben. Beim Saugen an Blüten sind die Flügel in schwirrender Bewegung wie bei einem Schwärmer (Skertsciilev).

Nach Martin dagegen findet man in Sumatra brookiana nie an Blumen, sondern er sitzt oft an feuchten Wegstellen und in der Nähe der Häuser auf Unrathaufen (Dünger und Küchenabfällen), was die gelben Arten nie tun. albescens Rothsch. (7 b). Das cf hat stets weisse Submarginalflecke auf der Unterseite des Vtlgls. albescens. Beim ¥ sind die weissen Flecke der Oberseite des Vtlgls und der Unterseite beider Flügel sehr gross. Perak.

natunensis Rothsch. ¥: eine Zwischenstufe zwischen albescens und brookiana, letzterer Form am nächsten natunensis. stehend, aber die weissen Zeichnungen grösser. Bunguran, Natuna-Inseln. brookiana Wall. (7 c). cf: Vflgl brookiana. unten gewöhnlich ohne Submarginalflecke. Beim ¥ die weissen Flecke der Vflglunterseite weit getrennt, mit Ausnahme der vorderen, und die Flecke des Hflgls zwar zuweilen einander berührend, aber nicht zu¬ sammengeflossen. Borneo; Balabac. trogon Voll. = eleanor Walk) (7c). cf nicht mit Sicherheit zu trogen. unterscheiden. ¥ dem cf ähnlich, weniger weiss als bei den andern Formen, oben fast ohne Weiss , und IX 3

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unten auch die vorderen Flecke des Vllgls reduziert. Ost- und West -Sumatra; das ganze Jahr hindurch in der Ebene und den Vorbergen.

trojanus. P. trojanus Stgr. (5 b) cf: Metallflecke des Vllgls kürzer als bei brookiana; Hflgl mit einem ausserhalb

der Zelle stehenden Bande , unten die Submarginalflecke, wie auch beim 2, weiter vom Rande entfernt als bei brookicma. Die blaugrüne Beschuppung auf der Oberseite des Hflgls des $ in und hinter der Zelle spärlich, dagegen auf der Scheibe ausserhalb der Zelle zu einem Bande verdichtet. Palawan; noch selten in den Sammlungen. Der Aufenthalt auf dieser Insel ist besonders wegen der vielen zweifelhaften Cha¬ raktere, che von den Philippinen hierher geflüchtet sind, recht unangenehm und gefährlich. Es ist bis jetzt noch keinem Sammler gelungen, in die Gebirge vorzudringen.

P. hypolitus. Zelle des Hflgls distal verbreitert, besonders beim cf; Vflgi mit weissen Aderstreifen, cf: Hlb oben dunkelgelb und schwarz; Hflgl oben schwarz, mit einer Reihe gelber Submarginalflecke, die auch unten vorhanden, die Unterseite zwischen diesen Flecken und am Rande schwarz, sonst seidig grau- weiss oder gelblichweiss. 2 auf dem Hflgl zwischen Saum und Zelle mit grossen Flecken, die vorderen gelb, die hinteren grau, alle mit Ausnahme des ersten schwarze Discalflecke einschliessend , Zelle ganz schwarz oder mit kleinem Apicalfleck; unten wie oben, aber die Zelle des Hflgls stets mit grösserem grau- weissem Fleck und der Vflgi stärker gestreift. Frühere Stände nicht bekannt. Nach Ribbe findet sich der Falter in Ceram überall am Strande, wo niederer Wald vorhanden ist. Molukken und Celebes; mehrere hypolitus, geographische Formen. Das Tier ist noch nicht von Buru bekannt. hypolitus Cr. (= panthous L. partim, pandarus Houtt., rernns F., antenor Well, hippolytus Esp., hippolythus Esp.) (8 a). cf auf der Unterseite des Hflgls grauweiss. 2: Hflglunterseite mit grossem Zellfleck, die drei hintern Randzellen weiss, nur antiope. zwischen den schwarzen Discal- und Submarginalflecken gelb. Ceram und Amboina. antiope Kothsch. Uns sind nur cf cf bekannt. Im ganzen kleiner als hypolitus ; die Aderstreifen der Oberseite des Vflgls weniger deutlich: auf der Unterseite des Hflgls der untere äussere Winkel des 2. gelben Flecks mehr vor¬ gezogen, der Zwischenraum zwischen dem 2. und 3. Fleck daher kleiner, der vor der 3. Radiale stehende schwarze Fleck grösser, der vor der 2. Radiale liegende weisse Fleck immer sehr klein und die Medianader schmäler schwarz. Morty (= Morotai), eine Anzahl cf cf im Tring Museum, von Dumas gesammelt. Nach Wallace findet sich hypolitus auch auf Halmahera und Pagenstecher gibt den Falter von Halmahera und Ternate an. Wie bei den andern Subspecies wird das 2 von antiope wohl auffälliger von liyp. hypolitus ver- sulaensis. schieden sein als das cf. sulaensis Stgr. Hflgl unten bei cf und 2 und beim 2 auch oben mehr aus¬ gedehnt gelb als bei hypolitus. Der Zellfleck der Hflglunterseite des 2 klein. Sula-Inseln: Mangola und cellularis. Besi. cellularis Bothsch. (= celebensis Stgr. nec Wall), cf wie das hypolitus- cf; die halbdurchsichtigen Aderstreifen der Oberseite des Vflgls nur sehr sparsam weiss beschuppt; der 2. gelbe Fleck der Unterseite des Vflgls meist breiter als lang. 2 auch oben mit Zellfleck auf dem Hflgl. Süd- und Nord -Celebes; Talaut. Nach Piepers auch auf Saleyer (ob richtig?).

darsius, P. darslus Gray (9b, c). Bei cf und 2 der Hlb oben bräunlichschwarz; das goldene Feld des Hflgls

wurzelwärts grade abgeschnitten, die Zelle bis wenigstens zur Wurzel der 2. Mediane schwarz, der goldene Zellfleck zuweilen punktförmig; die letzte goldene Makel des cf am grössten, beim 2 die schwarzen Discal¬ flecke einander berührend; die weissen Streifen an der untern Mediane des Vflgls des 2 weit von der Zelle cambyses. entfernt. Zuweilen das cf mit mehreren schwarzen Discalflecken in den gelben Makeln : cf-ab. cambyses Ehrm. Ceylon, fast überall im Hügellande, aber auch in der Ebene, im offenen und im bewaldeten Gelände ; der Falter saugt gerne an Heliotrop. Rp dunkel purpurbraun, mit schwärzlichen Strichen; Seitenband blassrot. Thwaites beobachtete öfters, wie ein Paar in der Luft auf- und abtanzte, wobei das 2 sich immer etwa 2 3 Fuss oberhalb des cf hielt.

P. vandepolli. Brust ohne Rot ; Hlb ganz oder grösstenteils schwarz, cf : Zelle des Hflgls breit, das Abdominalfeld und die Wurzel des Flügels breit schwarz, der schwarze Saum gleichfalls breit, der goldene Zellfleck schräg abgestutzt , sein Proximal rand etwa in der Verlängerung der 2. Mediane ver¬ laufend. 2: die hintern 2 oder 3 Paare weisser Aderstreifen des Vflgls weit von der Zelle entfernt stehend; das goldene Feld des Hflgls proximal grade oder fast grade abgestutzt, nicht bis zur Mitte der Zelle honrathiana. reichend. Ei blassrot. Sumatra und Java. honrathiana Martin (8b) findet sich im Hügellande Nordost- Sumatras. Körper ganz schwarz, abgesehen von dem dünnen roten Kragen, rauh behaart. Beim 2 die Zelle des Vflgls an der Spitze mit M-förmiger weisser Zeichnung, die Aderstreifen dünn, die letzten 3 Paare weit vandepolli. von der Zelle entfernt. vandepolli Sne/l. (8b). Hlb seitlich und unten graugelb und schwarz, weniger rauh , oben in der Mitte beim cf braun. Die weissen Aderstriche des 2 breiter als bei der vorigen Sub¬ species, der vordere des drittletzten Paares nahe an die Zelle tretend oder dieselbe erreichend, Apex der Zelle weiss. Berg Gedeh, Preanger, Java, 4 5500 Fnss.

P. criton. Kragen und Brust rot; Hlb unten und an den Seiten viel ausgedehnter gelb als bei plato und den Formen von haliphron. cf: Vflgi oben und unten ohne Aderstreifen oder es sind unten weisse Aderstreifen vorhanden; das Goldfeld des Hflgls besteht aus einem grossen Zelltleck und 6 grossen Discal-

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Hecken, der letzte Discalfleck der längste, sehr viel länger als das schwarze Randband breit ist, der 1. Fleck länger als breit, alle oder wenigstens die hintern aussen ausgerandet, der Zellfleck schräg abgestutzt, die Hälfte der Zelle oder etwas mehr einnehmend, vorne länger als hinten. ? variabel; die weisseu Striche an der 2. Mediane des Vflgls, wenn überhaupt vorhanden, weit von der Zelle entfernt; das gelbe Feld des Hflgls fast grade abgeschnitten , der hinter der 2. Mediane stehende Fleck basalwärts nicht über die Ursprungsstelle dieser Ader verlängert, oft fehlend; die schwarzen Discaltlecke, besonders die zentralen, gerundet, oben selten vollständig miteinander verschmolzen, unten immer kleiner; das an den Adern tief eingeschnittene schwarze Randband schmäler als die gelben zentralen Flecke lang sind, von der Zelle bis zu den schwarzen Discal¬ flecken gemessen. Rp der von haliphron ähnlich, etwas lebhafter gefärbt. Pp grünlich. Nördliche Molukken und Obi; ziemlich häufig. criton Flclr. (lla, b), von Batjan, Ternate, Halmahera und Morty, hat beim cf criton. selten weisse Aderstreifen auf der Unterseite des Vflgls. Das ? tritt in 3 Hauptformen auf: ?-f. androgyna androgyna. form. nov. hat weder oben noch unten weisse Aderstreifen oder die Streifen sind auf der Oberseite nur schwach angedeutet und unten stärker; bei ?-f. oberthueri Rothscli. sind die Zellspitze und die Aderstreifen obeithueri. oben und unten fast rein weiss, das gelbe Feld des Hflgls ist wie bei voriger ?-Form golden; 2-f. felderi felderi. Rothscli. hat oben schwache Aderstreifen und das Mittelfeld des Hflgls ist nicht golden, sondern blass sahne- farben. - critonides Frühst, von Obi ist nicht konstant von criton verschieden, cf: Vflgl unten oft mit critonides. weissen Aderstreifen (in 4 von unseren 7 cf cf), der Zellfleck des Hflgls meistens weniger schräg als bei criton abgestutzt. Beim ? der vor der 1. Radiale des Hflgls stehende Fleck immer klein, vor der Subcostale kein gelber oder sahnefarbener Discaltleck; die schwarzen Discaltlecke vollständig zusammengeflossen, so dass oben nur ganz kleine gelbe Submarginalflecke vorhanden sind. Die 3 bekannten Hauptformen des ? sind: ?-f. melas form, nov., Vflgl ohne deutliche Aderstreifen oder dieselben wenigstens oben schwach aus- melas. gebildet, Mittelfeld des Hflgls oben golden; bei ?-f. cinna Frühst, sind 1/s der Zelle des Vflgls und die cinna. breiten, proximal zusammengeflossenen Aderstreifen fast rein weiss und das Zentralfeld des Hflgls ist oben golden; $-f. Clara form. nov. hat noch mehr Weiss als Imoklm und das Zentralfeld des Hflgls ist oben clara. sahnefarben. celebensis Wall. 1 )i€ Tvpy (ein cf aus »Makassar«) dieser Form ist in der Sammlung celebensis. H. Grose-Smith. Dr. L. Martin erhielt ein zweites Exemplar von seinen Sammlern aus Putannani , Süd- Celebes, das er dem Tring Museum überlassen hat. Diese beiden Stücke die einzigen, welche ich gesehen habe sind dem criton- cf von den Nord-Moluken sehr ähnlich. Der Hlb ist aber schwarz, mit schmal gelben Segmenträndern auf der Unterseite ; die Haftklappen fast ganz graugelb. Vflgl unten mit deutlichen weissgrauen Streifen, die bis an die Zelle gehen; das gelbe Feld des Hflgls aussen tiefer als in den andern criton- Formen gebuchtet. Das in Novitates Zoologicae 1896, p. 64, erwähnte ? von der Minahassa in coli. Staudinger gehört wahrscheinlich zu P. lielena hephaestus.

P. riedeli Kirsch (10a). Diese augenscheinlich recht konstante Art gehört zu den selteneren Formen, riedcli. Körper ähnlich wie bei criton, aber der Hlb spärlicher gelb, besonders an den Seiten; beide Flügel ge¬ streckter als bei den verwandten Arten, cf: Vflgl unten mit deutlichen, aber dünnen weissen Aderstreifen, die an den beiden Medianästen stehenden Paare von der Zelle entfernt ; das Goldfeld des Hflgls ähnlich wie bei criton, aber proximal grade abgestutzt, der Zellfleck viel kleiner, die hintern Discaltlecke viel länger und fast alle Flecke tiefer ausgerandet, der schwarze Hrd an der Spitze des Goldfeldes und der schwarze Discalrand vor der Subcostale viel schmäler als bei criton. ?: Vflgl an der Zellspitze und nach aussen von derselben weiss, dieses Feld an den Adern streifenförmig ausgezogen, an der 1. Mediane ein weisser Doppelstreif, der weit von der Zelle entfernt bleibt; Hflgl mit punktförmigem Zellfleck oder ganz schwarz, 4 goldenen Discalfleeken und hinter diesem Felde einem weissgrauen Fleck; die schwarzen Discaltlecke nicht vollständig miteinander verschmolzen, aber die durch sie abgetrennten gelben Flecke auf der Oberseite stark schwarz beschuppt. - Sjerra, Timorlaut-Inseln, vielleicht auch auf den andern Inseln dieser Gruppe.

P. haliphron. Hlb schwarz, mit geringer gelber Beschuppung an den Seiten und unten, oder ganz ohne Gelb, beim ? oben braun. Das Goldfeld des Hflgls beim cf wurzelwärts schräg begrenzt, das schwarze Basal- und Hrdsfeld wenigstens bis zur untern Mediane vordringend, zuweilen die ganze Zelle schwarz; die Goldmakeln nach aussen nicht deutlich ausgerandet, die mittlern abgestutzt oder abgerundet, der Aussenrd sehr breit schwarz. Das Goldfeld des ? in der Zelle meist grade abgeschnitten, die schwarzen Discaltlecke lang, besonders die hintern, meistens alle mit dem Randbande zusammenhängend, oft mit letzterem so vollständig verschmolzen, dass keine Goldtleckchen in dem breiten Randfelde übrigbleiben. Ein geographisch variabler Falter, dessen Wohngebiet sich von Celebes und Sumbawa ostwärts erstreckt. Auf Lombok findet sich diese Art nicht, während sie auf der Nachbarinsel Sumbawa recht häufig ist. haliphron Bdc. (9a). Brust rot. haliphron. die letzten Ventralringe schmal graugelb gerandet, beim ? ein graugelber Wisch an den Seitenrändern der hinteren Segmente, cf: Goldfleck der Htlglzelle klein oder fehlend. ?: die Streifen an der Submediane des Vflgls oben undeutlich, der hintere Streif des zweitletzten Paares die Zelle nicht erreichend, die Zelle innen bis fast zur Ursprungsstelle der 2. Mediane weiss umrandet. Süd-Celebes. Bis jetzt ist noch keine halipliron- Form von Nord - Celebes bekannt geworden; auch von den Sula- Inseln kennen wir nichts dergleichen.

Dr. Marttin erbeutete einen Zwitter von haliphron, dessen linke Seite weiblich und die rechte männlich ist.

Derselbe befindet sich jetzt im Museum zu Tring. pallens Oberth. (= bauermanni Röb.). Aderstreifen pallens.

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des Vflgls bei cf und 2 stärker entwickelt als bei haliphron , der Zelltleek des Hflgls grösser, beim ? ausser¬ dem der Körper und die Flügel blasser. Saleyer, häufig; Kabia. Der Name bauermanni Hob. ist aut' Exemplare pistor. von der Insel Kabia gegründet; stichhaltige Unterschiede scheinen nicht vorhanden zu sein. pistor Rotlisch. von Ivalao und Djampea. Das cf nicht konstant von pcdlens verschieden; die Zelle der Vtlglunterseite ist meist weniger ausgedehnt weiss und die gelbe Beschuppung der Unterseite des Hlbs ist gewöhnlich noch spärlicher. Das 2 hat weniger Weiss in der Vflglzelle ; der Zelltleek des Hflgls nimmt weniger als die Hälfte der Zelle ein, die schwarzen Discaltlecke sind kürzer als bei pallens-, auf der Unterseite ist die Mitte des Htlgls deutlicher gelb, zuweilen fast so golden wie oben, und das hinter der Zelle liegende gelblich-graue naias. Feld ist. kleiner als bei pallens. naias Doli, bewohnt Sumba, Sumbawa, Flores, Larentuka, Adonara, Lomblen und Alor. cf : Die weissen Aderstreifen sind auch oben gut ausgeprägt ; der erste Goldfleck des Htlgls gross und wenigstens so lang wie der zweite Fleck, der Zelltleek liegt am Vrde der Zelle entlang und ist oft so verbreitert, dass er wenigstens die Hälfte der Zelle einnimmt; um die Zelle herum 4 oder 5 Goldfelder, unten auch zuweilen ein sechster mehr oder weniger deutlich; die weisse Berandung der Zelle des Vflgls unten meist bis zur Ursprungsstelle der 2. Mediane ausgedehnt; diese Umrandung beim 2 noch" mehr der Basis zu verlängert, auch oben mehr ausgedehnt als bei den vorigen Subspecies. Sonst das 2 ausgezeichnet durch den Besitz von 7 Goldflecken um die Zelle herum, der 1. Fleck klein, höchst selten fehlend (in dem einen unserer zwei Larentuka 22), der letzte mehr oder weniger grau, der Zellfleck meist zwei Drittel der Zelle einnehmend. Die gelbe Beschuppung des Hlbs bei beiden Geschlechtern mehr ausgedehnt als bei den vorigen Formen. Der Prozentsatz von cf cf, welche einen grossen Zelltleek auf dem Hflgl haben, ist auf Sumba grösser als auf den andern Inseln , auch haben die Sumba- Exemplare häufiger einen 5. discalen Goldfleck. sambavana. Für die cf cf, bei denen dieser Fleck vorhanden ist, mag die Bezeichnung cf-ab. sambavana Doli. Anwendung finden. Der Falter ist auf Sumba an der Küste und im Innern häufig, auch auf den andern Inseln scheint socrates. er zahlreich aufzutreten. so Crates Stgr. (12 a, b). Brust und Kragen ganz schwarz oder mit ganz wenigen roten Haaren; Hlb weniger ausgedehnt gelb als bei naias. Das ? auf dem Htlgl ohne Goldfleck vor der Sub- costale und mit ganz schmalem Strich hinter der untern Mediane, die schwarzen Discalflecke breit mit dem iris. Saumbande verschmolzen und alle oder fast alle einander berührend. Wetter. iris Hob. (12c). cf: Ader¬ streifen des Vflgls oben schwach, unten die an der 2. Mediane stehenden Streifen weit von der Zelle ent¬ fernt, die Zelle selbst ohne deutliche weisse Berandung; Hflgl mit kleinem Zelltleek, der oft fehlt, sowie 4 Discaltlecken, oft ist noch ein kleiner Fleck vor der Subcostale und ein Strich hinter der 2. Mediane vor¬ handen: Pronotum und Brust ohne rote Behaarung. 2: blassbraun, Kragen und Brust sehr selten rot, die Aderstriche schmutzig weiss , die an der 2. Mediane stehenden oben und unten von der Zelle entfernt; das Goldfeld des Hflgls klein, aus einem kleinen Zellfleck und 4 Discalflecken bestehend, häufig noch ein kleiner Fleck vor der 1. Radiale und ein weiterer hinter der 2. Mediane vorhanden: im breiten Randfelde keine ariadne. Goldflecke oder nur schwache Spuren derselben. Letti und Moa, häufig. ariadne Höllisch, cf: Kragen und Brust rot, die Ränder der hinteren Hlbsringe unten schmal aber deutlich gelb; Aderstreifen des Vflgls unten reiner weiss. 2 gleichfalls mit rotem Kragen und roten Brustseiten; der Zellfleck des Htlgls sowie der staudingeri. vor der 1. Radiale und der hinter der 2. Mediane stehende Fleck grösser als bei iris. Roma. staudingeri Hob. cf: Vtlgl ähnlich dem von iris, unten reiner weiss gestreift; Hflgl fast wie bei naias, aber stets mit 6 discalen Goldflecken um die Zelle herum und der Zelltleek mehr quer abgestutzt; die Harpe ähnlich der von iris, fast symmetrisch, während sie bei den andern haliphron- Formen fast hakenförmig ist. 2 mit breitem Aderstrichen auf dem Vtlgl als bei iris ; auf den Hflgln ausser dem Zelltleek noch 6 Goldflecke, von denen der erste und der letzte viel grösser als bei iris und ariadne sind; die Medianäste wenigstens unten von gelbgrauen Streifen begleitet, ähnliche Streifen oder kleine Submarginalflecke auch oft an den Radialen. ikams. Kragen und Brust bei cf und 2 rot. Loeang, Dämmer und Babber. ikarus Frühst. (12 a, b). Das cf nicht von staudingeri verschieden, doch sind die Aderstreifen der Vflglunterseite sowie die Zellberandung bei einigen Exemplaren länger und breiter. Diese grauweise Beschuppung beim 2 augenscheinlich immer mehr aus¬ gedehnt als bei staudingeri. Selaru, Timorlaut-Inseln. Rp von haliphron braun, die Zapfen blassrot, das Seitenband dunkel weissgelb. Pp gelbgrün.

plato. P. plato Wall. (11a, b). Distalrand beider Figl stärker als bei haliphron gebuchtet; Kragen rot,

Brust schwarz, cf: Vtlgl von der Wurzel bis zur Ursprungsstelle der 1. Mediana schwarz, dann etwas auf¬ gehellt; Htlgl mit grossem Zellfleck und 6 grossen Discalflecken , letztere aussen gewöhnlich mehr oder weniger ausgerandet, der Zellfleck in der Verlängerung der 2. Mediane schräg abgestutzt; unten die Ader¬ streifen des Vflgls sehr breit und etwas verwischt, die beiden an der 2. Mediane stehenden Streifen weit von der Zelle entfernt. 2 in zwei Formen, einer hellen und einer dunklen, wie bei criton und Helena. Bei beiden Formen ist der Vflgl von der Wurzel bis über die Basis der 1. Mediane hinaus schwarz oder schwarz - nydionia. braun; dieses Feld ziemlich scharf begrenzt. Bei der dunklen Form, 2-f. nychonia form, nov., ist die äussere Hälfte des Vflgls ähnlich dem des cf, nur ist die Zellspitze etwas heller; das gelbe Feld des Hflgls besteht aus einem ziemlich kleinen, schräg abgestutzten Zelltleek und 6 grossen Discalflecken ; die schwarzen Discal¬ flecke sind ziemlich klein und voneinander getrennt, aber mit dem schwarzen Saumbande breit verbunden. Bei chitonia. der zweiten Weibchenform, 2-f. chitonia form, nov., sind die Aderstriche des Vflgls sehr breit und auch oben

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sehr deutlich, wurzelwärts sind sie ebenso wie das Apicaldrittel der Zelle grauweiss ; das gelbe Feld des Hflgls ist wurzelwärts grade (nicht schräg) abgestutzt; kein Fleck vor der Submediane, dafür ein grosser Fleck hinter der 2. Mediane, die schwarzen Discalflecke vollständig miteinander und mit dem Randbande zusammen¬ geflossen, so dass in dem so gebildeten breiten schwarzen Felde nur ganz kleine gelbliche Flecke vorhanden sind; unten ist das Discalfeld nicht goldig. Holländisch und portugiesich Timor ; selten in den Sammlungen, wie viele der Timor-Falter. Die Insel, welche eine an Nord- West-Australien erinnernde Vegetation besitzt, ist während der Regenzeit sehr ungesund, und in der lang andauernden und sehr dürren Trockenzeit fliegen nur sehr wenige Insekten.

P. Helena, cf1: Hlb oben braun, schmal gelb geringelt, in der Mitte aufgehellt, an den Seiten und unten ganz gelb; Hflgl zwischen der 1. Radiale und 1. Mediane abgestutzt, abgesehen von den ziemlich starken Einbuchtungen; das Goldfeld dementsprechend an der Hinterseite der 1. Radiale und an der 1. Mediane vorgezogen; die obere Ecke des vor der 1. Radiale liegenden Flecks mehr als die untere vorspringend; hinter der Zelle und der 2. Mediane ein schmales langes, gelbes Dreieck. Das ¥ kommt in zwei Haupt¬ formen vor, einer hellen und einer dunklen, die durch Übergänge verbunden sind; Hlb schwarzbraun, an den Seiten ein breiter gelber Streif, die hinteren Bauchringe teilweise gelb, oder die ganze Unterseite gelb mit schwarzen Flecken ; Hflgl gewöhnlich ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale; der Zellfleck klein und unregelmässig, oder hinten länger als vorn. Die am weitesten verbreitete „Ornithoptera“ ; sie findet sich in zahlreichen Unterarten von Hainan und Nord -Indien bis Neu -Guinea. papuensis Wall. (= melpomona papuensis. Rippon, melpomena id.). Hlb unten gelb, beim ¥ blasser als beim cf und schwarz gefleckt; Zellfleck des Hflgls bei cf und ¥ ungefähr von gleicher Grösse, schräg abgesclmitten, vorne bis zur Ursprungsstelle der

Subcostale reichend, zuweilen etwas mehr, zuweilen etwas weniger ausgedehnt, der hinter der Zelle stehende

Goldfleck stets bis nahe zur Flügelwurzel gehend, cf auf der Unterseite des Vflgls meist ohne Aderstreifen, zuweilen aber mit einem grauweissen submarginalen Streifenbande. Das gelbe Feld der Hflgloberseite des ? sehr selten graugelb. Bei cf -ab. irregularis Dannatt, auf ein einzelnes, wahrscheinlich von Neu-Guinea irregularis. stammendes Exemplar gegründet, sind die um die Zelle herum stehenden Goldfelder des Hflgls so stark reduziert, dass die mittleren Flecke an den Adern kaum ein Drittel so lang sind als das schwarze Saum-

feld breit ist. Der Name ab. carolus Frühst, bezieht sich auf selten auftretende Stücke beiderlei carolus.

Geschlechts, bei denen der Vtlgl oben und unten in der Zellspitze und an den Adern auf der Scheibe weiss ist; dieses weisse Feld beim ¥ reiner weiss als beim cf und fast, bis zum Hrd reichend. Abgesehen von solchen extremen Individuen tritt das ¥ in zwei Hauptformen auf: ?-f. papuensis Wall., Vtlgl wenigstens oben ohne Streifen oder nur schwach aufgehellt; dies ist die häufigste Form, zu der auch ?-ab. biroi Horv. biroi. u. Mocs. mit gelbbraunem statt gelbem Hflglfelde gehört (verfärbt?); bei ¥-f. papuana Oberth. (= melpomona papuana.

¥ Rippon) sind die Zellspitze und die angrenzenden Teile der Vflgloberseite grauweiss. Der Falter kommt in ganz Neu-Guinea im Flach- und Hügellande, aber nicht im höhern Gebirge vor und ist an manchen Plätzen, z. B. an der Astrolabe-Bai, sehr häufig; er findet sich auch auf Salawatti. Es ist sehr eigentümlich, dass sich offenbar kein Vertreter dieser goldig und schwarzen Aristolochia-Papilios auf den Aru- und Key- Inseln findet. hanno Frühst., von Goram und den M atab ela - Inseln , ist kleiner als oblongomacidatiis von hanno. Ceram und Amboina. cf stets ohne deutliche Aderstreifen auf der Unterseite des Vflgls ; Hflgl vor der Sub¬ costale immer mit grossem Goldfleck , der aber basalwärts nicht oder ganz wenig über die Ursprungsstelle dieser Ader hinausreicht, der Zelltleck nicht so gross wie bei oblong omacidatus ; Zelle ringsum ziemlich stark schwarz, der hinter der Zelle liegende Fleck wenigstens so weit wurzelwärts reichend als der Zellfleck.

?: Hlb unten an der Wurzel schwarz, nach hinten zu graugelb mit schwarzen Flecken; das Zentralfeld des Hflgls graugelb wie bei oblong omacidatus-, kein Discalfleck vor der 1. Radiale, die Submarginalflecke oben und unten klein, kein oder nur nur ein kurzer gelbgrauer Streif an der Submediane. Zwei Formen: ¥-f. lucina form. nov. Vflglzelle auf der Oberseite an der Spitze nur schwach grau berandet, die Aderstreifen lucina. zwar deutlich aber mehr oder weniger schwarz schattiert ; ¥-f. diana form. nov. Zellspitze und Aderstreifen diana. der Vflgloberseite grauweiss. asartia Rothsch. cf: Zellfleck des Hinterflügels bis nahe zur Basis gehend, asartia. der Subcostalfleck entweder so gross wie bei oblongomacidatiis oder kleiner; auf der Unterseite der hinter der Zelle stehende lange Fleck fast so weit nach aussen reichend wie das vor ihm liegende Goldfeld; Zelle dünner schwarz umrandet als bei hanno , die Spitzen der Vorsprünge des schwarzen Saumbandes von graugelben Schuppen überlagert, der nach der- Wurzel zu zeigende Teil des letzten Zapfens bis auf einen isolierten schwarzen Punkt (der in einem unserer 3 Exemplare fehlt) ausgelöscht. Ceram Laut, im Dezember 1898 von H. Kühn gesammelt. oblongomaculaWtus Goeze (= helena Glerck nec Liane, amphimedon Cr., hellen obiongo - Godt.) von Ceram, Saparoea und Amboina, ist die grösste Subspecies dieser Art. cf: Zellfleck des Hflgls bis nahe umca latus. zur Basis reichend, der Subcostalfleck basalwärts über die Ursprungsstelle der Subcostale hinaus vorgezogen.

¥: Das Zentralfeld des Hflgls oben graugelb oder sahnefarben, ein kleiner Discalfleck vor der 1. Radiale sehr selten fehlend, der hinter der Zelle stehende Fleck meist gross, die schwarzen Discalflecke unten mehr oder weniger grau gerandet; zwei Formen; ¥-f. amaura form, nov., Apex der Vflglzelle oben nur schwach amaura. dunkelgrau umrandet; ¥-f. oblongomaculatus Goeze, der Apex der Zelle breit grauweiss. Zuweilen sind beim cf schwarze unregelmässige Fleckchen in das Goldfeld eingesprengt. Ribbe fand den Falter in Ceram »überall

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im Walde und am Strande, wo niederer Wald vorhanden ist«. Rp von oblong omaculatus der von haliphron ähnlich, graubraun, mit schwärzlichen Linien auf dem Rücken, zwei Schrägbänder an den Seiten; auf Aristo- lochia momandul. Pp gelbgrün, viel kürzer als die von P. priamus, die Flügelscheiden springen stärker vor, das 2. und 3. Höckerpaar des Hlbs sind viel grösser, und das 4. Paar fehlt, auch sind die letztenSegmente oben boitruensis. und an den Seiten mehr abgeflacht. Ei (nach Kubary) klein, dickschalig, grün. bouruensis Wall. (10 b).

cf: Der Zellfleck und der Subcostalfleck des Hflgls meist stark reduziert, letzterer gewöhnlich weit von der Ursprungsstelle der Subcostale entfernt stehend, der Zellfleck zuweilen nicht grösser als beim ? der vorigen Sub- species, auch der hinter der Zelle liegende Goldstrich meistens klein, oben zuweilend fehlend. ?: Zentralfeld des capnodia. Hflgls oben und unten tiefer gelb als bei voriger Subspecies; bei ?-f. capnodia form. nov. ist die Zelle des Vflgls auf der Oberseite an der Spitze nur schwach dunkelgrau und die Aderstreifen sind verwischt oder undeutlich; unten sind diese Streifen, wie bei den vorigen Subspecies, grauweiss und bei einem unserer Exemplare sehr argidia. breit; bei ?-f. argidia form. nov. sind der Apex der Vflglzelle und die Aderstreifen auch oben grauweiss, die an der 2. Mediane und der Submediane stehenden Streifen aber kurz oder verwischt. Buru, augenscheinlich bandensis. häufig. bandensis llothsch. Kleiner als oblong omaculatus, Hlb oben tiefer schwarzbraun; Hflgl etwas mehr gerundet, der Zellfleck gross, wurzelwärts gebuchtet und daher weniger schräg als hei oblong omaculatus ab¬ gestutzt, der obere Zahn des 3. Goldflecks nicht oder nur wenig mehr vorgezogen als der untere Zahn desselben, dagegen die an der 1. Mediane liegenden Zähne des 5. und 6. Flecks lang; die weissen Fransenflecke sind nur eben angedeutet. ?: Zelle des Vflgls oben mit ziemlich scharfer grauweisser M-Zeichnung im Apex; die Aderstreifen scharf und grauweiss, die Subcostalstreifen von der Gabelung des 4. und 5. Astes ab aber stark schwarz schattiert, auch die andern Streifen saumwärts weniger hell und nicht so nahe zum Rande gehend als bei hellstreifigen oblong omaculatus'. die Streifen der 2. Mediane und der Submediane sehr verdunkelt. Auch unten ist der Apex der Zelle scharf grauweiss umrandet; Zentralfeld des Hflgl oben tiefer gelb als bei oblongomaculatus, unten aber ebenso blass als bei jener Subspecies; vor der 1. Radiale immer ein Discalfleck, der oft bis an die Subcostale reicht; der hinter der Zelle stehende Fleck gross, die Fransenflecke oben und unten sehr schmal. Nur diese eine, verhältnismässig recht konstante ?-Form bekannt. Gross-Banda, von thestius. H. Kühn im November und Dezember 1898 gesammelt. thestius Stgr. {= leda Stgr. nec Wall., celebensis Rothsch. [partim]). Die kleinste Lokalform dieser Species. Das cf sehr variabel, Vflgl oben wenigstens mit Andeutungen von Aderstreifen, zuweilen stark weissgestreift, unten stets bis an die Zelle gestreift und letztere an der Mediane oft bis zur Wurzel weissgerandet. Adern der Hflgl meist recht stark schwarz, der erste bernhardus. Discalfleck und der Zellfleck entweder sehr gross: cf-ab. bertihardus Frühst., oder beide mehr oder weniger reduziert: cf-ab. thestius Stgr. Beim Weibchen auf der Vflgloberseite die Umrandung der Zellspitze und die Aderstreifen deutlich oder undeutlich, unten sehr hell und breit, der vor der 2. Mediane stehende Streif die Zelle erreichend, auch die Submedianstreifen länger als bei den Molukken -Formen; Zentralfeld des Hflgls gelb, der Zellfleck nimmt etwa die Hälfte oder 2/ö der Zelle ein; vor der 1. Radiale ein distaler Goldfleck vorhanden, die schwarzen Discalflecke gross, zusammengeflossen, die durch sie abgetrennten gelben Flecke sehr klein, oben oft ganz fehlend; die Saumflecke gross, besonders unten. Saleyer.

Bei den nun folgenden Formen von P. helena hat der Hflgl einen schmälern schwarzen Saum als bei allen vorhergehenden Subspecies.

neoris. neoris Rothsch. Hlb oben viel blasser als bei hepliaestus , gelblichbraun, seitlich und unten grau, nicht gell), nur basalwärts beim cf gelb, der dorsale Mittelfleck des cf kaum heller als der Rest der Ober¬ seite, die schwarzen Ventralflecke des ? klein, cf: Vflgl mit äusserst schwachen Spuren von Aderstreifen: unten der Aussenrd noch etwas mehr eingebogen als bei hepliaestus ; Hflgl wie bei dieser Form, das Saum¬ band so breit wie bei breitrandigen hepliaestus. ?: Vflgl an allen Adern, auch an der Submediane, mit breiten grauweissen Streifen, die unten noch breiter als oben sind, die an der 2. Mediane stehenden Streifen weit von der Zelle entfernt, das schwarze Basalfeld des Figls ziemlich scharf begrenzt, das Apikaldrittel der Zelle grauweiss , oben mit 2 schwarzen , weiss schattierten Streifen , unten fast rein weiss ; Hflgl oben wie bei hepliaestus, etwas weniger tief gebuchtet, die weissen Randflecke grösser, das schwarze Saumband breiter, der schwarze Abdominalrand ziemlich stark grau beschuppt, besonders am Analwinkel ; die schwarzen Discal- llecke wie bei vielen hepliaestus isoliert, der 1. Submarginalfleck grau; kein discaler Goldfleck vor der Sub¬ costale; der Zellfleck fast grade abgestutzt; unten das Zentralfeld gelblich grau, nur in der Mitte deutlicher gelb. Ein Paar von Binongka, Toekan Bessi-Inseln , südöstlich von Celebes, von H. Kühn im Dezember mopa. 1901 erbeutet. mopa Rothsch. Eine Zwischenform zwischen neoris und hepliaestus-, von Buton, südöstlich von Celebes, nur 1 ? bekannt, von H. Kühn im Dezember 1901 gefangen. Die Aderstreifen und Zellzeichnung des Vflgls wie bei stark gestreiften hepliaestus -??; der schwarze Rand des Hflgls aber breiter, das gelbe Feld auf der Unterseite vorne, hinten und proximal so blass wie bei neoris, aber ein grösserer Teil des Feldes hepliaestus. deutlich goldig. Hlb etwas deutlicher gelb als bei neoris, die schwarzen Ventralflecke klein. hephaestus Fhlr. (= leda Wall.). (13 a, b). Ein in ganz Celebes an geeigneten Lokalitäten ziemlich häufiger Falter, der sowohl im Flachlande, wie im Gebirge vorkommt. Vflgl lang, oben selten mit schwachen Andeutungen von Aderstreifen, diese Streifen unten zuweilen sehr deutlich; Hflgl stets mit grossem, langem Goldfleck vor der Subcostale, der aussen bis an die Gostale reicht, das schwarze Randband breiter als bei den folgenden

PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.

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Subspecies und weniger tief ein geschnitten. ?: Vtlgl unten mit breitem weissem Streif an der Submediane, auch wenn der Figl sonst keine Streifen hat; Zelltleck des Hflgls. schräg abgestutzt, vorne bis an die Ur¬ sprungsstelle des Subcostalasts gehend oder noch kürzer; Randband wie beim d an den Adern verhältnis¬ mässig breit; zwei Hauptformen : ?-f. lygaea form, nov., Vtlgl oben ohne deutliche Aderstreifen ; ¥-f. lucinda lygaea. form, nov., Vtlgl oben und unten mit gramveissen Aderstreifen und ebensolcher Zellspitze. Der Falter soll l^cinda. nach Piepers auch auf Saleyer Vorkommen, was wohl auf einer Verwechslung mit thestius lSt.gr. beruht, propinquus Rothscli. (14 a). Hlb oben so dunkel wie bei hephaestus. d: Vtlgl unten mit deutlichen oder propinquus. schwachen Aderstreifen; Goldfleck lang, distal die Gostale erreichend, 4 schwarze Discaltlecke, der letzte so mit dem Rand- und Abdominalhande verschmolzen, dass kein gelber Submarginalfleck übrigbleibt, distaler Teil des hinter der Zelle liegenden Goldtlecks etwa ’/s so lang als der proximale Teil. ?: die Aderstreifen des Vflgls und die Zellspitze auch oben grauweiss; Hflgl mit goldenem Discalfleck vor der Subcostale, das schwarze Randband tiefer als bei helena eingeschnitten; nur die weissstreifige Form bekannt. Sumbawa, augenscheinlich recht selten; die verschiedenen Sammler, welche auf der Insel gewesen sind (Doherty,

Everett, Fruhstoreer etc.) haben nur wenige Exemplare erbeutet. sagittatus Frühst. Das cf nicht konstant sagittatus. von propinquus zu unterscheiden; ATlgl selten mit Aderstreifen, diese zuweilen aber sehr deutlich; der vor der Subcostale des Hflgls stehende Goldfleck meist schmal, zuweilen sehr klein, selten fehlend, manchmal aber so gross wie bei propinquus, der hinter der Zelle liegende gelbe Streiffleck länger als bei jener Sub- species ; die meisten Exemplare mit 2 schwarzen Discalflecken, oft nur der anale vorhanden, zuweilen 3 oder 4, immer ein submarginaler Goldfleck am Analwinkel. ¥: Hflgl ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale, häufig auch der hinter dieser Ader stehende Goldfleck stark reduziert; die schwarzen Discalflecke immer gross, nicht sehr variabel, wenigstens die hintern mit dem Randbande zusammengeflossen; zwei Formen:

?-f. sciara form, nov., Vtlgl oben ohne deutliche weisse Streifen, und ¥-f. nympha form nov., Vflgl auch oben sciara. mit starken Aderstreifen und grauweisser Zellspitze , die Ausdehnung des Weiss in der Zelle veränderlich, nympha. Lombok, ziemlich zahlreich. nereides Frühst, d dem der javanischen Form ganz ähnlich; Hflgl mit einer nereides. Reihe schwarzer Discalflecke. Beim ¥ die Zelle und Scheibe mehr ausgedehnt grauweiss. Bawean. antileuca Rothscli. Der Hlb oben so dunkel wie bei sagittatus, die mediane Aufhellung nicht so deutlich antileuca. wie bei lielena von Java, cf: Vflgl oben und unten ganz ohne Aderstreifen; Hflgl ähnlich wie hei helena, ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale. ¥ oben ohne Aderstreifen und ohne graue Umrandung der Zellspitze, unten mit ganz undeutlichen Spuren von Aderstreifen; Hflgl mit einem discalen und einem sub¬ marginalen Goldfleck vor der 1. Radiale, beide sehr klein, der hinter der Zelle liegende Goldfleck erreicht fast die Figlwurzel; die schwarzen Discaltlecke rnässig gross, die letzten 3 mit dem Randbande zusammen¬ hängend, der Zelltleck in der Verlängerung der 1. Radiale abgeschnitten. Ein Paar von den Kangean-Inseln (Prillwitz), im Tring Museum. helena L. (= astenous F., heliacon F., nymphalides Steains.) (11c). cf; helena. Vflgl auch oben wenigstens mit Spuren von Aderstreifen, diese unten meist breit, zuweilen zu schwachen Submarginalmakeln reduziert, die obern oft bis an die Zelle reichend; die Zellspitze häufig grauweiss, kein weisser oder gelblicher Strich hinter der Zelle zwischen der 2. Mediane und der Wurzel ; Hflgl vor der Sub¬ costale gewöhnlich ohne Goldfleck, zuweilen mit einer oder zwei kleinen Makeln oder mit einem langen schmalen Strich vor jener Ader; auf der Scheibe 0—5 schwarze Flecke. ¥: Vflgl oben stets wenigstens mit schwachen submarginalen Aderstreifen, diese unten immer deutlich und in der Mitte zwischen Zelle und Aussenrd breiter als die braunschwarzen Zwischenräume, die an der 2. Mediane stehenden Streifen nicht bis an die Zelle gehend, gewöhnlich auch das vorhergehende Paar abgekürzt ; kein Streif hinter der Zelle zwischen der 2. Mediane und der Flglwurzel, zuweilen die Distalhälfte des Flgs fast ganz weissgrau ; der Zellfleck des Hflgl recht variabel, zuweilen nur 1/i der Zelle einnehmend; kein gelber Discalfleck vor der Subcostale; die schwarzen Discalflecke sehr veränderlich, oft gross und zusammenhängend, und ebenso oft klein, aber recht selten ganz fehlend; wir unterscheiden 2 Formen: ¥-f. penetia form., nov. Vflgl oben ohne grauweisse Zell- penetia. spitze und ohne deutliche lange, grauweisse Aderstreifen, und ¥-f. pompeus Cr., Vflgl auch oben mit grau- pompeus. weisser Zellspitze und grauweissen Aderstreifen; diese Zellmakel meist breiter als lang und vorne der Basis zu ausgezogen, nicht M-förmig. Die Exemplare beiderlei Geschlechts, hei denen die schwarzen Discalflecke auf dem Hflgl fehlen, sind ab. Jupiter Oherth. , während die Stücke mit gelbrotem Hflgl ab. rutilans Oberth. Jupiter.

(= holzi Pagenst .) sind. Bei ab. pluto Fldr. ist das gelbe Feld des Hflgls vorne gleichfalls gelbrot, die Ader- rutilans. streifen des Vflgls sind oben undeutlich, aber unten so breit wie bei Java-Exemplaren ; das Exemplar (¥) ist ohne P,ut0- Fundort und stammt wahrscheinlich nicht von Java, da es auf der Unterseite des Vflgls hinter der Zelle basalwärts von der 2. Mediane einen starken weissen Strich besitzt, der bei cf und ¥ von den weiter westlich gelegenen Lokalitäten häufig auftritt, dagegen hei javanischen Stücken nie vorzukommen scheint. Java und Südwest-Sumatra. nereis Roh. cf: Vflgl oben mit deutlichen Aderstreifen, die auf der Unterseite schmäler nereis. als bei helena sind; Hflgl vor der Subcostale mit langem Goldfleck, der die Gostale nicht erreicht; zuweilen eine volle Reihe schwarzer Discalflecke. ¥: Apicaldrittel der Zelle des Vflgls und die scharf begrenzten Aderstreifen fast rein weiss, die an der 2. Mediane stehenden Streifen die Zelle nicht erreichend ; Hflgl oben blassgelb, unten sahnefarben, die schwarzen Discaltlecke gross, zusammengeflossen. Engano. isara Rothscli. isara.

Das cf von Sumatra-Stücken nicht konstant verschieden ; Aderstreifen des Vflgls oben gewöhnlich undeutlich, unten immer sehr deutlich ; der vor der Subcostale des Hflgls liegende, sowie der hinter der Zelle stehende

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PAPtLTO. Von Dr. K. Jordan.

Goldfleck immer gross. Das ? nähert sich nereis : Die Zellspitze des Vflgls aut der Oberseite wenigstens bis zur 1. Mediane weissgrau, zwei schwarze Längsflecke' einschli essend , die Aderstreifen so scharf wie bei sumatranischen Exemplaren , aber die Submedianstreifen grösser und reiner weissgrau , auch auf der Sub¬ medianfalte ein paar dünne Streifen; Hflgl bei einem der mir vorliegenden zwei ¥¥ mit discalem Goldfleck vor der Subcostale, bei dem andern dagegen mit grossem, keilförmigem, gelbem Submarginalfleck ; unten das typhaon. gelbe Feld blasser als bei Sumatranern, aber tiefer gelb als bei nereis. Nias. typhaon Pot lisch. cf: Yflgl oben ohne Aderstreifen, diese unten deutlich oder nur sehr unbestimmt, im erstem Falle auch ein Subbasal¬ strich hinter der Zelle vorhanden; der vor der Subcostale stehende Goldfleck immer gross, distal die Costale berührend. ?: Zelle des Vtlgls auf der Oberseite an der Spitze weiss gerandet, die Umrandung vorne viel breiter als hinten, viel weniger M-förmig als beim indischen cerberus, die Aderstreifen oben und unten meist gut entwickelt, schmäler als bei helena, meist ein Subbasalstrich hinter der Zelle, die an den Discal- und Subcostaladern stehenden Streifen die Zelle erreichend,, auch wenn sie nur schwach ausgeprägt sind ; die Zelle unten mit breiter grauweisser Apicalmakel oder die Umrandung schmal und hinten nur selten unter die dritte Radiale hinabreichend, die schwarzen Discaltlecke des Hflgls oft gross und zusammengeflossen. Die Form, aplotia. bei der die Oberseite des Vtlgls nur schwache Aderstreifen trägt, nenne ich ¥-f. aplotia form, nov., und die phycia. Form mit starken Aderstreifen und Zelltleck ¥-f. phycia form. nov. Nordost-Sumatra, in der Ebene und in heliconoides. den Vorbergen, das ganze Jahr hindurch, aber weniger häufig als P. amphrisus ruficoUis. heliconoides Moore (= heliaconoides Wood-Mas. u. Nicev.). Kleiner als cerberus. cf: Der vor der Subcostale stehende Goldfleck stets gross, distal ziemlich plötzlich bis zur Gostale erweitert und hier meist einen schwarzen Fleck einschli essend, der vor der 8. Radiale stehende Zahn des Goldfeldes kürzer als der hinter dieser Ader liegende : das schwarze Randband unten vor dem Analwinkel mit kurzen gelben Längsstreifen auf dem Schwarz. ¥: Vflgl oben fast rein schwarz, oder mit sehr scharfen, schmalen, fast rein weissen Aderstreifen, die nicht so nahe an den Rand gehen wie bei cerberus, der hinter der der 2. Mediane stehende Streif kurz oder fehlend ; die Zelle bei den gestreiften Stücken mit scharfem, weissem M, unten kein weisser Streif hinter der Zelle basal von der 2. Mediane, aber auch in den sonst nur schwach gestreiften Exemplaren ein Doppelstreif an der Submediane; die schwarzen Discaltlecke des Hflgls voneinander getrennt, der 1. höchstens zweimal so gross wie der 2., der letzte (hinter der 2. Mediane stehende) Fleck dieser Reihe in oder nach aussen von der Mitte der 2. Mediane und wenigstens unten nicht oder nur ganz wenig mehr proximal der vorhergehende schwarze Discalfleck liegend, die hintern Zähne des Goldfeldes meist durch gelbgraue Beschuppung bis zu rhyparia den Fransenflecken fortgesetzt; zwei Formen: ¥-f. rhyparia form, nov., Oberseite des Vflgls fast rein schwarz, aphniea . und ¥-f. aphnea form. nov. mit scharfen weissen Aderstreifen auf der Oberseite des Vflgls. Andamanen. cerberus. Es ist noch kein Vertreter dieser Papilio-Gruppe von den Nikobaren bekannt geworden. cerberus F/dr. In Nord -Indien und Birma variiert diese Subspecies viel stärker als in Tonkin, Malakka und Borneo, was wohl damit zusammenhängt, dass es in jenen Gegenden eine ausgesprochene kalte, trockene Jahreszeit (Winter) gibt. Das cf tritt in Nord-Indien und Birma in zwei Formen auf: cf-f. cerberus Fldr., Vflgl unten basal- wärts hinter der Zelle mit weissem oder gelblichem Streif, die Aderstreifen meist deutlich, wenn auch kurz, oft auch oben vorhanden, auf dem Hflgl ein grosser langer Goldfleck vor der Subcostale; bei der 2. Form: eumagos. cf-f. eumagos form, nov., hat der Vflgl keine deutlichen Aderstreifen oder diese sind submarginal, und es fehlt der subbasale Streif hinter der Zelle, das goldene Subeostalfeld des Hflgls ist zu einem submarginalen Fleck reduziert. Mit diesen beiden cf -Formen fliegen zwei Hauptformen des ¥: eine dunkle Form, bei der azelia. die Aderstreifen schwach sind oder fast ganz fehlen, ¥-f. azelia form, nov., und eine stark grauweiss-streifige gypsothelia. Form, ¥-f. gypsothelia form, nov., bei der die an den beiden Medianästen stehenden Streifen bis an die Zelle reichen, und die weisse Umrandung der Zellspitze bis an oder nahe an die Ursprungsstelle der 1. Mediane hinabgeht; Exemplare, die diese beiden Formen verbinden, treten gleichfalls häufig auf. Auf der Malakka- Halbinsel und in Borneo, sowie auf den Natuna-Inseln hat das cf stets eine grosse lange, goldene Subcostal- makel auf dem Hflgl, einerlei ob der Vflgl Aderstreifen trägt oder nicht. Die dunkle Form des ¥ dieser Gebiete ist augenscheinlich von der vorhin erwähnten nordindischen Zwischenstufe des ¥ nicht zu unter¬ scheiden, dagegen reicht bei der gestreiften Form die weisse Umrandung der Zellspitze basalwärts nicht über die 1. Mediane hinaus und die an den Medianästen stehenden Streifen gehen gewöhnlich nicht bis an die Zelle , häufig ist auch das Streifenpaar der 3. Radiale proximal ausgelöscht. Ein von Wallace gefangenes Borneo-¥ im Tring Museum hat statt der M-Zeichnung eine breite kurze grauweisse Apikalmakel in der Zelle des Vflgls. Ein ¥ von Bangney in coli. Staudinger (Museum Berlin) hat mehr Gelb auf dem Hflgl als gewöhnlich. Auch in Tonkin, von wo das Tring Museum 2 cf cf und 3 ¥¥ hat, ist der Falter augenscheinlich konstanter als in Nord-Indien und Birma ; die cf cf haben Aderstreifen auf dem Vflgl und das goldene Sub- costalfeld des Hflgls ist sehr gross, aber das schwarze Randband des Hflgls trägt auf der Unterseite vor dem Analwinkel zum Unterschiede von den meisten cerberus nur Spuren gelber Beschuppung; die ¥¥ sind stark weissstreifig und stimmen mit der ¥-f. gypsothelia von cerberus überein, nur sind die Zähne der zwischen der 1. und 2. Mediane stehenden Goldmakel nicht durch gelbgraue Beschuppung bis zum Fransenfleck fortgesetzt. In Nord-Indien (Sikkim, Bhutan, Assam) und Birma ist cerberus ein häufiger Falter, der bis zu 3000 Fuss Höhe vom Frühjahr bis zum Herbst vorkommt; die hellgestreiften Stücke scheinen meist aus überwinterten spilotia. Puppen zu stammen; in Borneo ist der Falter nicht häufig. spilotia Höllisch, cf: Die Aderstreifen auch

Ausgegeben 29. XII. 08.

PAPILTO. Von Dr. K. Jordan.

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oben sehr deutlich, besonders die an den Medianästen stehenden, unten alle sehr stark entwickelt, vor der Submediane ein langer, breiter Streif, sowie schwache Streifen an den Subcostalen, der hinter der 2. Mediane hegende Streif wie bei cerberus wurzelwärts an der Zelle entlang fortgesetzt; Htlgl vor der Subcostale mit langer Goldmakel, die die Gostale nicht erreicht, eine volle Reihe schwarzer Discalflecke (oben 6, unten 7), der 2. der grösste, 9 mm lang, an der Spitze der 3 hintern Zapfen des schwarzen Randbandes etwas schwarze Beschuppung auf dem Goldfelde (an aeacus erinnernd), der hinter der Zelle hegende Goldstrich über die .Mitte des 6. schwarzen Discalflecks hinaus verlängert. ?: Vflgl oben mit sehr dunklen schmalen Aderstreiten, diese unten stark entwickelt, in der Zellspitze eine M-Zeichnung; Htlgl ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale, die schwarzen Discalflecke gross, nur an der 3. Radiale und 1. Mediane sehr schmal voneinander getrennt, der hinter der 2. Mediane stehende schwarze Fleck lang, nur 5 mm von der Zelle entfernt, unten das gelbe Feld sehr blass, distal und hinten weisslich. 1 cf, 2 ?? von Hainan im Tring Museum.

P. minos Cr. (= astenous F. partim) (9 a, b). Ein Halsring sowie die Seiten der Brust und des minos.

1. Hlbsrings rot. cf: Hlb graugelb, mit schwarzen Seitenflecken; die 3. Radiale und die zwei Medianadern deutlich weisslich gerandet , diese Streifen bis an die Zelle gehend und hier miteinander vereinigt ; Htlgl golden, das Abdominalfeld bis an die Zelle und das breite Randband schwarz. ? auf dem Vflgl mit sehr deutlichen Aderstreifen, die bis an die Zelle gehen und hier vereinigt sind, die Zelle in der Distalhälfte auch innen ringsum weiss gerandet; Htlgl golden, das Abdominalfeld, eine Reihe grosser, selten einander zum Teil berührender Discalflecke, und das breite, zwischen den Ädern stark konvexe Randband schwarz, Abdominal¬ feld in der Mitte und am Rande grau. Ei rötlich. Rp dunkelbraun, mit schwärzlichen Zeichnungen, die Tuberkel mit blassroten Spitzen, das schräge Seitenband und der ganze dorsale Zapfen des 7. Segments gleichfalls blassrot. Pp gewöhnlich hellbraun und dorsal goldig; zuweilen grünlich und dorsal hellgelb . Süd- Indien. von der Küste aufwärts bis zu über 2000 m. Tn Nord-Kanara während der Regenzeit (vom Juni ab) häufig, auch in andern Distrikten der Halbinsel keine Seltenheit : Travancore, Coehin, Nighiri-Berge, Koonooretc.

Der Falter fliegt langsam , aber häufig hoch über den Bäumen , und steht oft flatternd vor Blumen. Die Pp macht bei Berührung ein deutliches, etwas zischendes Geräusch, das wahrscheinlich durch Reibung der Hlbsringe gegeneinander hervorgebracht wird.

P. aeacus. cf: Hlb oben gelb geringelt; Vflgl schmal, an den Adern halbdurchsichtig; Htlgl golden, die letzten 3 Zapfen des schwarzen Randbandes mit schwarzer, auf dem Goldfelde liegender Beschuppung umrandet, zuweilen ein schwarzer Discalfleck hinter der 2. Mediane, selten noch ein zweiter vor dieser Ader.

?: Hlb oben schwarz, unten gelb gerändert oder gelb mit schwarzen Flecken; Vflgl mit scharfen weiss¬ grauen Aderstreifen, die bis an die Zelle gehen: die Zelle innen wenigstens bis zur Hälfte weissgrau um¬ randet, häufig fast die ganze Zelle von dieser Farbe, nur die Wurzel und 2 schwarze Längsstriche schwarz bleibend; Hflgl mit. grossen schwarzen Keilflecken und tief eingeschnittenem Randbande, das anale Drittel des Flügels mehr oder weniger stark schwarz schattiert. Von den Südabhängen des Himalava und West- China bis Malakka und Formosa verbreitet; in vielen Gegenden häufig, von etwa 800 3500 Fuss. thomsoni Bates (= malaiianus Frühst.) cf klein, der Aussenrd des Vflgls stark konkav. ?: Zelle des thomsoni. Vflgls basalwärts kaum bis zur 2. Mediane weissgrau umrandet, die Umrandung ebenso wie die Aderstreifen schmal; die schwarzen Discalflecken des HflgTs im ganzen kleiner als bei indischen Stücken, der Flügel analwärts weniger schwarz bestäubt. Halbinsel Malakka. aeacus Fldr. (= rhadamanthus Bsd. . partim nee aeacus. Lucas) (Bd. 1, 1 a, b). cf: grösser, doch manche Stücke aus den Slian Staaten so klein wie thomsoni ; der Aussenrd des Vflgls meist weniger eingebogen, auch sind die Aderstreifen etwas breiter. ?: die weissgraue Umrandung der Zelle des Vflgls sowie die Aderstreifen breit, oft die Zelle grösstenteils weissgrau: bei west- chinesischen Stücken ist der Hlb unten im ganzen mehr ausgedehnt schwarz als bei indischen. Nordwest- und Nord-Indien, Birma einschliesslich Tenasserim und Shan Staaten, und West- China ; vom eigentlichen Siam, sowie von Annam, Tonkin. Süd-China und Hainan scheint der Falter noch nicht bekannt zu sein; dagegen tritt er in einer etwas abweichenden in Formosa auf (formoscmus). In Nord-Indien, besonders im Masuri-Distrikt und Sikkim, ist der Falter in heissen Tälern recht häufig. Er segelt langsam um blühende Bäume, besucht aber auch blühendes Gesträuch, und kann zuweilen mit der Hand gegriffen werden, wenn er fächelnd vor einer Blüte steht. formosanus liothsch. Die Aderstreifen des Vflgls bei cf und ? schmäler als bei aeacus formosanus. besonders beim ? auffällig dünn. Der Hlb unten an der Wurzel rot behaart ; beim ? ist der Kopf vor den Fhlrn rot, auch beim cf finden sich hier einige rote Haare. Die schwarzen Discalflecke des Hflgls des ? sind gross, keilförmig, und die beiden vor und hinter der 1. Mediane des Hflgls stehenden schwarzen Rand¬ flecke sind auf der Unterseite aussen nicht gelb umzogen. Süd- und Zentral-Formosa, im Tring Museum.

P. rhadamantus. Der vorigen Art ähnlich, aber die 2. Mediane des Hflgls viel mehr distal abzweigend; der Hlb des cf oben ganz schwarz; beim ? der Vflgl von der Wurzel bis zur Ursprungsstelle der 2. Mediane braunschwarz, dieses Feld scharf umschrieben, der an der 2. Mediane stehende Doppelstreif kurz, der sub¬ mediane Doppelstreif wenigstens oben fehlend oder nur angedeutet und die schwarzen Discalflecke des Hflgls mit dem Saumbande so vollständig verschmolzen, dass keine oder nur sehr kleine gelbe Submarginalflecke übrig¬ bleiben. Zuweilen ist alles Gelb von der Oberseite des Hflgls verdrängt. Rp schokoladebraun, die Spitzen

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26 PAPILiO.' Von Dr. K. Jordan.

der fleischigen Dornen rot, auf dem 6. und 7. Ringe (der Kopf nicht mitgezählt) ein rötlich weisses Seiten- band wie bei den verwandten Arten. Pp grünlich gelb. Philippinen, Palawan- und Talaut-Inseln; drei rhada- Subspecies. rhadamantus Luca-s (= amphrisius Lucas nee F., rhadamanthus Bsd. partim, nephereus Gray ; mantus. basilanicus Frühst.) (12 c) bewohnt die Philippinen und scheint auf allen Inseln der Gruppe häufig zu sein, cd: die schwarze Bestäubung auf dem analen Teile des Goldfeldes des Hflgls reicht gewöhnlich nur bis hall) zur Zelle , zuweilen erstreckt sie sich bis in die Zelle , aber die Unterschuppen bleiben immer gelb. Das ? stets mit grossem Goldfleck hinter der Zelle des Hflgls, während der vor der Subcostale stehende Fleck stets plateni. kleiner als die zwischen den beiden Medianästen liegende Makel ist und oft ganz fehlt. plateni Stgr. (10c). cf : Hflgl auf der Oberseite vom Analwinkel her bis wenigstens nahe zum Vrd der Zelle ganz schwarz, zu¬ weilen ist nur eine Goldmakel geblieben, unten dagegen ist das Goldfeld bei manchen Stücken fast so gross wie bei der vorigen Subspecies, während es bei andern Exemplaren mehr oder weniger stark reduziert ist. Beim ? ist der hinter der Zelle des Hflgls liegende Goldfleck klein oder er fehlt, selten ist er so gross wie bei rhadamantus, der vor der Zelle stehende Fleck dagegen ist meistens grösser als der zwischen den Median- dohertyi. ästen liegende; unten ist das Goldfeld mehr grau bestäubt als bei rhadamantus. Palawan. dohertyi Rippon (= vordermani Snell.) (13a, b). cf oben auf beiden Flügeln schwarz, zuweilen vorne auf dem Hflgl ein Rest des Goldfeldes vorhanden; unten trägt der Hflgl immer ein goldenes Discalband: das aber in Breite variiert. ? blasser als bei den vorigen Formen, das Goldfeld der Oberseite des Hflgls stark ver¬ kleinert, oft ganz verdrängt. Exemplare beiderlei Geschlechts, bei denen unten die Aderstreifen des Vflgls fasciculatns. zusammengeflossen sind, finden sich zusammen mit normalen Exemplaren: ab. fasciculatus Latliy. Talaut- Inseln, wahrscheinlich besonders auf der Hauptinsel Talaut (= Talaur = Salibaboe) ; augenscheinlich nicht selten.

magellanus. P. magellanus Fldr. Diese prachtvolle Art ist auf den Philippinen weit verbreitet, aber viel seltener

als P. rhadamantus. Man kennt sie bis jetzt von den Babuyanes, Luzon, Polillo und Mindanao. Höchst wahrscheinlich ist sie auch auf Mindoro vertreten. Hlb oben und unten graugelb , beim cf oben seitlich mehr oder weniger geschwärzt; der Vflgl mit hellen bis an die Zelle gehenden Aderstreifen; der Hflgl golden, beim cf oben und unten mit starkem, prächtigem Opalglanze, der auch beim $ angedeutet ist, der Saum des cf schmal schwarz, beim ? mit den Discalflecken zu einem breiten Bande zusammengeflosseii, das eine Reihe stark gebogener gelber Halbmonde trägt. Die Aderstreifen des Vflgls sind beim ? in der Breite ziemlich veränderlich, und zuweilen ist die Vflglzelle innen ringsum weissgrau gerandet. Nach Semper, ist das cf im Fluge wegen des Opalglanzes eine der prächtigsten Erscheinungen in der Fauna der Philippinen. Der Falter findet sich augenscheinlich das ganze Jahr hindurch und ist auf den östlichen Inseln der Gruppe keine grosse Seltenheit (aber immer noch recht selten in den Sammlungen).

Bei den folgenden 3 Arten steht die Subcostale des Hflgls mehr distal als bei den vorhergehenden gelben Arten; die Brust trägt ganz selten eine Spur von roter Behaarung auf der Unterseite, und die Genitalien sind von einem andern Typus als bei allen andern Arten.

P. miranda. Kragen gelb oder ganz schwarz, cd : Hlb gelb, oben die Mitte entlang gebräunt und der 1. Ring schwarz; Vflgl mit blauem Schein und weissen oder gelblichen Aderstreifen; Hflgl golden, der schwarze Saum breit, an der 2. Mediane wenigstens 5 mm und vor dieser Ader wenigstens 10 mm breit. ?: Hlb oben schwarzbraun wie der Vflgl, unten und an den Seiten grünlichgelb; Vflgl mit zuweilen schwachen Aderstreifen, wie beim cd nur die vorderen basalwärts verlängert; die schwarzen Discalflecke des Hflgls sehr gross und mehr oder weniger stark mit dem breiten Randbande zusammengeflossen, die Goldflecke variabel, miranda. oft sehr stark reduziert. Borneo und Sumatra. miranda Btlr. (14b c) ist im Hügellande Nord-Borneos keine Seltenheit. Kragen geh), seltener ganz schwarz; die Aderstreifen des Vflgls sind submarginal, mit Ausnahme der subcostalen Streifen, welche oft bis an oder nahe an die Zelle treten, innerhalb der Zelle keine graue Beschuppung. Vflgl des cd oben und unten mit ziemlich starkem blauem Schimmer. *) neomiranda. neomiranda Frühst. (= zacheri Suff.), cd: Vflgl weniger blau als bei der Borneo-Form, die Aderstreifen länger und gelber, die vorderen an oder in die Zelle tretend. ?: dunkler braun, die vorderen Aderstreifen des Vflgls bis an die Zelle reichend, der Hflgl mehr ausgedehnt golden. In den Gebirgen Sumatras; 2 edef im Museum Tring, 2 ?? in coli. H. J. Adams (Enfield).

P. andromache. Eine kleine Art mit rotem Kragen, cd: Vflgl stumpf, auf der Unterseite mit einem Bande grosser gelblichgrauer discaler Keilmakeln; Hflgl in der Mitte am längsten, der 2. und 3. Zapfen des Randbandes wenigstens so weit wie die 5. vorspringend; Hlb oben schwarzbraun. ?: Hlb schwarzbraun, die Segmentränder unten wenigstens zum Teil grünlichgelb. Vflgl mit Ausnahme des breiten Saumbandes und des Costalrandes grau oder bräunlichgrau; Zelle des Hflgls ganz golden, dagegen die an der Zellspitze stehenden goldenen Discalflecke klein , unten der hinter der Zelle liegende gelbe Fleck, sowie gewöhnlich auch der vor der Zelle stehende bis zur Flügelwurzel reichend. Nur von den Bergen Nord-Borneos be- mara- kannt; 2 Subspecies. marapokensis Frühst, wurde von J. Waterstradt in grösserer Anzahl auf dem pokensis. Berge Marapok in der Provinz Dent in Britisch Nord-Borneo gefangen. Das cd lässt sich nicht von dem

*) Dieser nur bei gewisser Beleuchtung hervortretende Schimmer ist leider auf der Abbildung nicht erkennbar.

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der folgenden Form unterscheiden, dagegen ist der Vtlgl des ¥ vielmehr braungrau als weissgrau, andromache Stgr. (13 c) kommt vom Kina-Balu in Britisch Nord-Borneo. Der Vtlgl des H zeigt oben zu- andromadie. weilen Spuren von gelblichgrauer Beschuppung. Der Vtlgl des ¥ ist weissgrau, und mitten zwischen der Zelle und dem Saumbande mehr oder weniger ausgedehnt bräunlich. Der Falter kommt bis zu einer Höhe von 1500 m vor.

P. amphrysus. cf: Hlb gelb, das 1. Segment oben schwarz, oft die Oberseite auch seitlich und an der Spitze geschwärzt; Vtlgl mit gelben oder gelbgrauen Aderstreifen, die hinteren submarginal, die vorderen bis an die Zelle tretend, die Zellspitze wenigstens unten mit graugelbem Fleck; der schwarze Saum des goldenen Hflgls an den Adern sehr schmal. ¥: Hlb oben schwarzbraun oder graugelb; Vtlgl mit Ader¬ streifen, von denen die hinteren submarginal und nur dann zuweilen bis an die Zelle verlängert sind, wenn letztere ganz weissgrau ausgefüllt ist, Zelle stets mit weissgrauem Apicalfleek, der normal trapezförmig, aber in Borneo oft sehr stark vergrössert und dann nicht scharf abgeschnitten ist; die schwarzen Discalflecke des Hflgls stets gross. Der Falter ist rein malayisch und findet sich von Banguey im Norden bis Malakka,

Sumatra, Java und den Inseln an der Westküste Sumatras im Süden. Die Art kommt im Flachlande und im Gebirge vor und besteht aus einer Reihe von Subspecies, von denen drei Gebirgsformen sind. Der Schmetterling gehört zu den häufigeren Faltern der grossen Sunda-Inseln und findet sich zahlreicher als P. helena. Das Ei ist gelb. Die erwachsene Rp ist kaffeebraun, die fleischigen Fortsätze des Prothorax und der 3 nächsten Ringe sind an der Spitze verdickt und nach hinten gebogen, während die Fortsätze der anderen Ringe vorwärts gerichtet sind. Die gelbe Pp macht durch Reiben der Hlbsringe gegeneinander ein lautes Geräusch, wenn sie belästigt wird; die Puppenruhe dauert 26 29 Tage (Martin). Leider ist nicht angegeben , wodurch sich die Rpn und Ppn von denen der verwandten Arten unterscheiden. Die durchsichtig gelben Hflgl geben dem Tiere ein prächtiges Aussehen, wenn es im Sonnenschein hoch in der Luft kreist. amphrysus Cr. (=--= amphrisius F.) (14a) cf: Aderstreifen und Zellfleck des Vflgls gelb, die amphrysus. zwischen der 2. und 3. Radiale stehenden Streifen proximal meist breit zusammengeflossen; der schwarze Saum des Hflgls an den Aderspitzen etwa D/2 mm breit; cf -ab. palabuana Frühst, hat nach dem Autor palabuana.

dunklere, fast rötlich braune Aderstreifen, unsere Palabuan cf cf zeigen das nicht, doch sind die Aderstreifen

bei zwei abgeflogenen Stücken von dort blasser und schmutziger gelb. ?: Das gelbe Feld des Hflgls oben

gegen die Wurzel und den Abdominalrand hin meist sehr blass gelblichgrau; Hlb unten an der Wurzel

gewöhnlich geschwärzt. Auf Java in niederen Höhen häufig. Wie die verwandten Arten fliegt amphrysus schon früh am Morgen und wieder gegen Abend, doch nach schwerem Regen ist der Falter auch während der heissen Mittagszeit an Blüten auf offenen von Unterholz bedeckten Stellen zu finden, wohin er aus den Baumkronen des nahen Waldrandes kommt. Die Berge Javas werden von einer Gebirgsform bewohnt: cuneifera Oberth. (= ritsemae Snell., cuneatus Bippon) (14ac), welche in etwa 1200 bis gegen 2000 m Höhe cuneifera. fliegt. Sie kommt am Gede und Ardjoena vor, ist aber besonders in den Cinchona-Pflanzungen des Plateaus von Pengalengan häufig, cf: Hlb oben mit je einem eiförmigen schwarzen Fleck auf dem 4. und 5. Ringe; der Hflgl hat gewöhnlich mehrere, etwas verwischte, schwarze discale Keilflecke, die selten alle fehlen; die Aderstreifen des Vflgls sind dünn, mehr grau als bei amphrysus und die vorderen nur an und nahe der Zelle deutlich. Das ? nicht konstant von amphrysus zu unterscheiden, das gelbe Feld des Hflgls basal und abdominal weniger grau und besonders unten im Ganzen reiner grünlichgelb. vistara Frühst, von den vistara. Batu -Inseln, cf : Aderstreifen des Vflgls dünner und viel weniger gelb als bei amphr. amphrysus, die an der 2. Mediane stehenden Streifen oben nur angedeutet oder fehlend; die Zapfen des schwarzen Saumbandes des Hilgls länger als bei amphrysus. ?: Aderstreifen des Vflgls etwas breiter als bei amphrysus , besonders die sub¬ marginalen, der Zellfleck etwas grösser, vorne fast so lang als er breit ist; Saumband des Hflgls breit, die gelben Submarginalflecke daher weiter vom Rande entfernt als bei amphrysus , das Zentralfeld oben und unten gelb, der vor der Subcostale stehende gelbe Fleck grösser als der 4. Fleck, der 5. und 6. Fleck tief eingeschnitten, die betreffenden schwarzen Discalmakeln sehr lang; Hlb unten an der Wurzel nicht ge¬ schwärzt. Im Tring Museum 2 cf cf und 1 ¥, auch in anderen Sammlungen einige Exemplare. - - niasicus niasicus. Frühst, cf dem vistara-d1 ganz ähnlich, aber die Aderstreifen des Vflgls und der Zellfleck etwas mehr gelb¬ lich; auf der Unterseite hat die Zelle am Apex einen grossen vordem und einen kleinen linienförmigen hintern Fleck, was auch bei vistara und der nächsten Subspecies der Fall ist. Das ? gleichfalls wie vistara , der Zellfleck des Vflgls hinten kürzer, daher stark trapezförmig; der vor der Subcostale des Hflgls stehende discale gelbe Fleck ist klein, und der 2. gelbe Discaltleck sowie die graugelben Submarginalflecke sind im Ganzen kleiner als bei vistara. Nias. sumatranus Hagen ist die Gebirgsform von Sumatra. Ähnlich sumatranus. cuneifera. Beim cf die Aderstreifen des Vflgls noch mehr reduziert, und der Hlb oben ohne schwarze Mittelflecke; die schwarzen Discalflecke des Hflgls nur teilweise angedeutet, oft alle fehlend. Das ? ist be¬ sonders durch das am Ursprünge des Subcostalastes fast ganz grade abgestutzte Goldfeld des Hflgls von allen andern amphrysus- Formen unterschieden; der Hlb unten wie bei cuneifera an der Wurzel geschwärzt.

- Eine weitere Form mit schwarzen Discalflecken auf dem Hflgl des o71 ist tantalus Ehrm., nach einem tantalus. cf beschrieben, das von Waterstradt in Nord-Borneo ( der Autor sagt »in den deutschen Besitzungen in Nord-Borneo, . . . Kala Bula Berge« ) gefunden sein soll. Das Stück unterscheidet sich nach dem

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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.

Autor von cuneifera durch das Fehlen des roten Kragens und durch stärkere gelbliche Aderstreifen. Wir machen aber darauf aufmerksam, dass bei cuneifera (= ritsemae) der Kragen auch zuweilen ganz schwarz ruficollis. ist und die Aderstreifen variieren. Ob das Exemplar wirklich von Nord-Borneo kam? ruficollis Btlr. cf : Die Aderstreifen des Vflgls und der schwarze Saum des Hflgls dünner als bei amphrysus, die Zelle des Vllgls auf der Unterseite mit einem grossem vordem und einem linienförmigen hintern Fleck wie bei vistara und niasicus ; die Harpe der Haftklappe wie bei diesen beiden Formen mit einem proximalen Zahn, der bei javanischen Exemplaren von amphrysus nur angedeutet ist. Beim ¥ reicht der weissgraue Zellfleck bis zum Ursprung der 2. Subcostale, die Aderstreifen sind schmäler als bei amphr. amphrysus ; die gelben Sub¬ marginalflecke des Hflgls stehen näher am Rande als bei niasicus und vistara und hängen bei Exemplaren von Malakka ziemlich oft, bei Stücken von Sumatra selten zusammen. Wir haben kein Merkmal gefunden, durch welches die Exemplare von Malakka und Sumatra voneinander zu unterscheiden sind. Zwar sind im allgemeinen die cf cf von Malakka klein und die schwarzen Discalflecke des Hflgls des ? in einem grossen Prozentsätze der Exemplare zum Teil voneinander getrennt und die vorderen gerundet, aber dieselben Charaktere treten, wenn auch selten, gleichfalls in Sumatra auf, so dass man ohne Fundortsangabe mit Sicherheit bis jetzt von keinem Stücke sagen kann, ob es von Sumatra oder Malakka stammt. Ganz anders verhält es sich mit den Exemplaren aus Borneo. In Sumatra, wo ruficollis in der Ebene und in den Vor¬ bergen vorkommt, ist er häufiger als die dortige Form von Inelena. Er fliegt das ganze Jahr hindurch, nach f/avicollis Hagen am häufigsten im März, und besucht besonders gern die Blüten von Poinciana pulcherrima. flavi- collis Bruce. Während die vorigen Subspecies verhältnismässig konstant sind, ist die Art auf Borneo sehr variabel, und es treten Kennzeichen auf, die sich anderswo nicht finden, so dass man wenigstens 4/s der Exemplare als von Borneo stammend erkennen kann. Der Kragen ist häufig gelb, was der Subspecies zu ihrem leider nur auf einen Teil der Individuen passenden Namen verholfen hat. cf : Hlb oben meistens mit deutlichen braunen Mittelflecken: Zelle des Vflgls oben oft ganz ohne gelbe Beschuppung, manchmal der gelbe Fleck wie bei ruficollis ausgebildet, aber oft vorne stark vergrössert, unten ist der vordere Zelltleck oft so ausgedehnt, dass die halbe Zelle gelb ist, auch in diesem Falle bleibt der kleine linienförmige hintere Zelltleck selbständig. ¥ in zwei durch Übergänge verbundenen Formen, einer dunklen und einer hellen, auf¬ tretend. Die dunkle Form, abgesehen von dem in dieser Form selten auftretenden gelben Kragen, ist dem actinotia. ruficollis -? sehr ähnlich, der Zelltleck des Vflgls aber vorne meist etwas grösser: ¥-f. actinotia form. nov. Die olympia helle Form, ?-f. Olympia Honr., hat meistens einen gelben Kragen, die Zelle des Vflgls ist ganz oder grösstenteils weissgrau, die Aderstreifen sind breit und lang und die der beiden Medianäste gehen gleichfalls bis an die Zelle, die schwarzen Discaltlecke des Htlgls meistens und der vor der Subcostale liegende Goldfleck immer sehr gross. Fruhstorfer hat noch die folgenden Bezeichnungen nach der Kragenfärbung eingeführt: cf-ab. gardineri gardineri, Kragen rot, ¥-ab. bruneicollis (!) (- birmeicollis Frühst.), Kragen gebräunt, und cf?-ab. nigricollis, bruneicolhs Kragen schwarz. P. amphrysus favicollis ist von Nord- und Süd-Borneo sowie Banguey bekannt; die hellen nigncol is ^ finden sich vielleicht nur im Norden. Der Falter ist im Flachlande sowie in den Bergen Nord-Borneos häufig und viel zahlreicher als alle verwandten Arten. Möglicherweise findet sich auch eine Form von amphrysus auf Palawan.

Nox-Gruppe.

Ganz ungeschwänzt oder der Schwanz kurz und zugespitzt, nicht spatelförmig. Hflgl des cf mit sehr breiter, eingerollter Abdominalfalte, in der sich stets ein stark entwickeltes Duftorgan befindet; die Haftklappen normal, mit kurzem Zahn an der Spitze wie bei der vorhergehenden Gruppe.

Die Arten fallen in zwei natürliche Untergruppen:

1. Duftfalte des cf (wenn ganz ausgebreitet) ohne lange Haare am Rande : semperi, dixoni, Jaiehni, priapus, sycorax, liayeui und aidoneus.

2. Duftfalte des cf mit langen Haaren am Rande: varuna, zaleueus und nox.

P. semperi. Körper grösstenteils rot. Haftklappen des cf rot mit schwarzem Ventralfleck; die Abdominalfalte des Hflgls sehr gross, mit gelblich grauer Beschuppung, ausser an der Basis; Oberseite beider Flügel beim cf rein sammetschwarz, beim ¥ der Vflgl schwach aufgehellt, der Hflgl oberseits mit den Zeichnungen der Unterseite nur angedeutet oder deutlich, aber weisslieh; bei einer Form der Vflgl des ¥ mit grossen weissen Flecken ; unten der Hflgl mit 2 Reihen roter Flecke, die vorderen Flecke der Discalreihe oft fehlend. Der Falter, über dessen Lebensweise so gut wie nichts bekannt ist, findet sich nur auf den Philippinen (einschliesslich Palawan), wo er augenscheinlich auf allen Inseln vorkommt. Er fliegt das ganze Jahr hin- melanotus. durch, jedoch wird er meist nur einzeln angetroffen. melanotus Stgr. (f8a) ist in bezug auf die Körper- färbung die ursprünglichste Form. Sie tliegt auf Palawan. Der Thorax und Hlb sind oben schwarz. Beim ¥ trägt der Hflgl oben nur schwache Andeutungen von Zeichnungen. Soviel wir wissen, sind nur 2 cf cf (Museum Tring) und 1 ¥ (coli. Staitdinger) bekannt. Palawan ist dicht bewaldet und nur an ein paar Stellen zugänglich; auch wird das Sammeln dem Reisenden durch die feindselige Haltung der Bewohner albofasciata. sehr erschwert. albofasciata Semp. Thorax und Hlb auch oben rot, beim ¥ blass. Die cf cf dieser und aller folgenden Formen scheinen nicht unterscheidbar zu sein, während die ¥¥ auffällige Unterschiede auf¬ weisen. ¥: Vflgl mit einer Reihe sehr grosser weisser Makeln; Hflgl mit den Zeichnungen der Unterseite

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auch oben scharf ausgebildet , aber die discalen Flecke weiss, die submarginalen rütlichweiss , schwarz schattiert. Mindoro und (nach Semper) Panay. semperi Flclr. (— ervthrosoma Reale.) (17 b, c). cf wie semperi. vorher. ?: Vtlgl schwarz, schwach aufgehellt; Hflgl oben schwärz, mit grauschwarzen Discal- und Sub¬ marginalflecken. Luzon und Polillo. baglantis Roth sch. cf wie vorher. ?: Hflgl oben mit scharf aus- baglantis. geprägten rötlichweissen Zeichnungen, die aber viel kleiner als die roten Zeichnungen der Unterseite sind; die vorderen Flecke der discalen Reihe fehlen ; Distalrand zwischen Schwanz und Analwinkel nicht grau gerandet. Negros. supernotatus Rothsch. cf und ? wie vorher, aber der Hflgl des ? von der 2. Radiale supernoiatus ab schmutzig rötlichweiss gerandet. Samar und Bohol. aphthonia Rothsch. cf wie vorher. ?: dieZeich- aphthonia. nungen der Oberseite des Htlgls viel grösser als bei der vorigen Form, fast so gross wie unten, die vordem Flecke der discalen Reihe oben und unten vorhanden; der Aussenrd hinten zuweilen grau. Auf Mindanao und den kleinen Nachbarinseln.

P. dixoni Gr.-Sm. Dem P. kuehni ähnlich. Körper und Flügel schwarzbraun, die Spitze des Hlbs dixoni. und ein Seitenfleck an der Wurzel desselben rot. Die Mitte der Flügel stark aufgehellt ; Hflgl unten mit 4 weit vom Rande entfernten Halbmonden und einem schmalen graden roten Bande, das halbwegs zwischen den Halbmonden und der Zelle steht und von der 2. Radiale bis etwas über die 2. Mediane hinausläuft ; diese Flecke oben schwach angedeutet. Buwool, Nord-Celebes, 1 ? in coli. H. Grose-Smith.

P. kuehni. Körper schwarz, ein Seitenfleck auf dem Prothorax und ein zweiter an der Wurzel des Hlbs, sowie die Spitze des Hlbs rot. cf oben fast rein schwarz, die Falte des Hflgls innen weiss; ? schwarz- braun, die Mitte des Yflgls stark aufgehellt; Hflgl unten bei beiden Geschlechtern mit grosser, bandartiger, roter Makel auf der Scheibe. Ost- und Nord-Celebes. Bei kuehni Honr. ist der Htlgl des ? oben in der kuehni.

Mitte nur ganz wenig blasser als an der Wurzel und am Distalrande. Tombugu, Ost-Celebes. - Bei meso- mesolamprus. lamprus Rothsch., von Toli-Toli. Nord-Celebes, von dem wir nur 1 ? kennen, ist der Htlgl auf der Oberseite aussen von der Zelle breit rötlichgrau.

P. priapus. Kopf, Kragen und Seiten der Brust gelblichweiss , Hlb unten mehr oder weniger aus¬ gedehnt weissgelb. Htlgl mit breitem gelblichweissem Bande, in dem eine Reihe schwarzer Flecke steht:

Duftfalte des cf weiss, blass lachsfarben gerandet. nach der Wurzel zu schwarz. In zwei Subspecies auf Java. Der Falter findet sich im Hochlande bis zu etwa 6000 Fuss und fliegt besonders häufig in den China¬ pflanzungen der Hochebene von Pengalengan, wo Fruhstorfer ihn zahlreich an den Blüten von Lantana saugend fand. In Ost-Java, am x4rjoena, findet sich dilutus Frühst. Das Band des Hflgls ist oben mehr dilutus. oder weniger deutlich schwarz schattiert und die ganze Oberseite des $ ist sehr blass. Die westjavanische Subspecies ist priapus Bscl. (17 a). Bei dieser ist der Hlb ausgedehnter gelb und weiss und das Band der priapus. Hflgloberseite ist weniger schwarz schattiert, auch ist die Basalhälfte des Hflgls fast so schwarz wie der Distalsaum.

P. sycorax Gr.-Sm. (— egertoni Bist.) (17a, b). Kopf und Kragen weiss; Hlb oben bläulichgrau, mit sycorax. einer Reihe schwarzer Punkte an jeder Seite, unten gelb. Oberseite des cf sammetschwarz, des ? viel blasser und mehr metallisch; Hflgl von nahe der Zellspitze bis zu dem schwarzen Randbande blaugrau, mit einer Reihe schwarzer Discalflecke; unten ist dieses Feld viel heller und geht bis an den Rand, die hintern schwarzen Randtlecke voneinander und vom Saume getrennt. West- und Ost-Sumatra und Malakka- Halbinsel, im Hügellande. Der Falter fliegt hoch und schnell, und wird besonders oft an blühenden Bäumen im Walde angetroffen.

P. hageni Rogenh. (17a). Der vorigen Art ähnlich. Hlb oben schwarz, unten rot und schwarz, hageni.

Vtlgl des ? sehr blass schwarzbraun, die hellen Streifen halbdurchsichtig. Hflgl bei beiden Geschlechtern mit grossem weissem Discalfelde, das schwarze Discalflecke einschliesst, die Zelle breiter als bei sycorax.

Auf Sumatra beschränkt, wo er sich nur auf dem Hochplateau findet und ebenso wie sycorax das ganze Jahr hindurch vorkommt. Hagen fand ihn an den Blüten von Pavetta saugend. Martin’s Sammler gaben diesen beiden Faltern den bezeichnenden Namen Kapala Putih, Weisskopf.

P. aidoneus RU. (— erioleuca Oherth.) (17b, c). Kopf rot, die langen Haare oft fast alle schwarz: aidoneus. die Seiten der Brust und des Hlbs rot, und die Seiten des letzteren meist weissrot. Flügel blauschwarz, beim ? oft bräunlich, der Vflgl aufgehellt, mit den gewöhnlichen schwarzen Ader- und Faltenstreifen. Duft¬ falte des cf wie bei den vorigen Arten mit weissem, hinten blass lachsfarben gerundetem Felde. Nordwest- Indien, Sikkim, Bhutan. Ivhasia Hills (sehr selten). Birma, Shan-Staaten, Tonkin und Hainan; in Sikkim von April bis November nicht selten bis zu etwa 3000 Fuss; nach Manders fliegt der Falter mit Vorliebe im tiefen Schatten von Waldbäumen, die über Flüssen hängen. Sein Flug ist langsam aber geschickt.

P. varuna. Dem P. aidoneus sehr ähnlich. Der Vflgl des cf unten von der Wurzel bis zur 2. Mediane oder bis zur Zellspitze bläulichschwarz; Duftfalte schwarzbraun, mit kleinem weissgrauem oder grauen Fleck auf der Unterseite und langen Fransen. ?: Vflgl vor dem Hrde stark aufgehellt, gewöhnlich mit einem grossen, an seinen Rändern verwischten weissen Felde; Hflgl oben fast gleichmässig blauschwarz, nicht bräunlich, oben und unten stärker metallisch blau als bei aidoneus. Sikkim, Assam, Birma, Tonkin, Tenas-

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serim und Malakka-Halbinsel. Der Falter ist häufiger als P. aidoneus und geht in Sikkim bis zu 7000 Fuss hinauf. In Nord-Indien fliegt er von März bis Dezember, während er in den mehr südlichen Distrikten, die ostoiion. keinen Winter haben, das ganze Jahr hindurch vorkommt. astorion Westw. (? = chara Westw.) (19a). cf: Vflgl ohne weisse Streifen auf der Unterseite vor dem Aussenrde. ?: das helle Feld des Vflgls auf der Oberseite fast rein weiss (Frühjahrs-Exemplare?) oder ziemlich stark schwarzblau schattiert (Sommer-Stücke?). Sikkim bis Tenasserim und Tonkin. Zuweilen trägt der Hflgl des ? graue Discalmonde, die besonders unter- varuna. seits deutlich sind. - varuna White, von Pinang und der Malakka-Halbinsel, hat heim cf weisse Streifen vor dem Aussenrde auf der Unterseite des Vflgls; zuweilen sind die hintern Streifen auch oben angedeutet. Beim ? sind die Aufhellung des Vflgls oben und unten und die Aderstreifen unten (besonders am Zellende) reiner weiss als bei astorion.

zaleucus. P. zaleucus Hew. (17c). Diese Art hat. eine ziemlich beschränkte Verbreitung; sie findet sich in

Birma (einschliesslich Ober-Tenasserim) , den Shan-Staaten und Tonkin. Kopf, Seiten der Brust und Unter¬ seite des Hlbs rot, letztere wie bei den verwandten Arten mit schwarzen Zeichnungen. Flügel des cf blau- schwarz; Hflgl vor dem Saume mit 3 weissen Makeln, die zuweilen schwarze Fleckchen einschliessen. ? viel blasser als das cf; Hflgl mit grossem weissem Disalfelde, das sich gewöhnlich von der 1. Radiale bis zum Hrde ausdehnt und an den Adern zahnartig ausgezogen ist.

P. nox. Ein rein malayischer Falter, der von den 3 grossen Sunda-Inseln Borneo, Sumatra, Java, der Halbinsel Malakka, sowie von Nias und Bali bekannt ist. In Borneo und Sumatra tritt jedes Geschlecht in 2 Formen auf, die man bisher für artlicli verschieden gehalten hat. Kopf und Prothorax mit Ausnahme der Oberseite, sowie die Seiten der Brust und die Spitze des Hlbs rot, letztere beim cf oft ohne roten Fleck. Flügel des cf schwarz, oben meist mit blau ein Glanz, die Adern des Vflgls und zuweilen auch des Hflgls auf der Unterseite distal grau gestreift; die Duftschuppen in der Falte des Hflgls hellgrau, etwas gelblich. ? braun, mit oder ohne bläulichen Metallglanz ; entweder nur der Vflgl oder beide Flügel mit gelblichgrauen Aderstreifen. Rp schwarz und braun marmoriert, die Zapfen blassrot, auf dem 6. und 7. Ringe ein weisser Gürtel, die in demselben stehenden Zapfen auch weiss. Pp: Kopfrand gezähnelt; Seitenlappen des Thorax dreizähnig, die Lappen des Hlbs in eine Spitze ausgezogen, auch der 7. und 8. Hlbsring oben mit einem schmalen spitzen Fortsatz an jeder Seite, der 5. 8. Ring mit einem kleinen spitzen Höcker unten an den Seiten. Im Flach- und Hügellande. Der Falter ist ein echtes Waldtier, das nach Hagen gerne die weissen Blütendolden einer oft mitten im dunkelsten Urwalde blühenden Pavetta-Art besucht. Martin fand die cf cf zuweilen am Waldesrande an den angenehm duftenden, Veronica- ähnlichen blauen Blüten eines kleinen Baumes. Der Flug ist langsam, aber so unregelmässig, dass der Falter nicht im Unterholze zu fangen noctis, ist. noctis Hew. (18c), von Nord-Borneo, ist besonders beim ? deutlich dimorph, cf: Flügel meistens ziemlich stark blauglänzend, der Distalrand des Vflgls vor der Mitte gewöhnlich konvex, der Apex des Flügels daher sehr stumpf, unten trägt der Vtlgl im Apicaldrittel gelblichgraue Aderstreifen, die zuweilen noctuia. auch oben angedeutet sind. Diese Form ist f. noctula Westw. (18b). Ihr entspricht die als strix Westw. strix. beschriebene ?-Form, bei der die Adern des Vflgls (ausgenommen im Wurzeldrittel des Flügels) und das distale Drittel der Adern des Hflgls gelblichgrau gestreift sind. Das cf der zweiten Form ist oben weniger blau und der Vflgl hat auch unten keine gelblichgrauen Aderstreifen. Solche Exemplare hat man bisher als die eigentlichen cf cf von noctis Hew. angesehen. Das dazugestellte, von Hewitson als noctis beschriebene ? ist im Apicaldrittel des Vflgls gelblichgrau gestreift, und die Streifen des Hflgls sind zu einem breiten Rand¬ bande zusammengeflossen, das eine oder zwei Reihen schwarzer Flecke einschliesst. Einige Stücke des ? banjer- von f. noctula nähern sich dem ? von f. noctis. In Süd-Borneo fliegt banjermasinus Frühst. Vflgl des cf masinus. schmäler als bei den meisten noctis-d'd', ohne gelblichgraue Aderstreifen. ?:• Vflgl im Apicaldrittel mit weissen Aderstreifen und mit blauem Glanze vor dem Hinterwinkel; Hflgl oben blau, oben und unten höchstens mit erebus. schwachen Andeutungen von grauen Aderstreifen. erebus Wall. (18 c), von der Malakka-Halbinsel und Pinang, stimmt mit banjermasinus sehr nahe überein, nur das ? scheint immer verschieden zu sein, wenn auch nur wenig. Die Subcostaladern des Vflgls des ? und die 1. und 2. Radiale sind breit weissgestreift, unten ist ausserdem die 3. Radiale und 1. Mediane von weissen Streifen begleitet : die Oberseite ist gewöhn¬ lich vor dem Hrde etwas blauglänzend, aber weniger als bei banjermasinus ; der Hflgl ist oben blau, aussen zwischen den Adern schwarz, unten sind die Adern vor dem Rande meist sehr deutlich grau gestreift, zu- henricus. weilen aber sind die Streifen nur angedeutet; die Fransen beider Flügel weiss. Das cf des henricus Frühst. (= erebus auct. pt.) , von Nordost-Sumatra, gleicht dem cf von erebus , nur ist der Vtlgl im ganzen etwas mehr blau; zuweilen sind auf der Unterseite des Vflgls deutlich graue Aderstreifen vorhanden. Das ? tritt in zwei durch Übergänge verbundenen Formen auf, bei beiden sind die Fransen der Flügel gewöhnlich dunkler als .bei erebus. Die eine Form ähnelt dem erebus -?: Vflgl oben nur zwischen Zelle und Apex des Flügels weiss gestreift, die an der 1. und 2. Radiale stehenden Streifen erreichen die Zelle nicht, zuweilen stehen alle Streifen von der Zelle entfernt, die andern Adern sind mehr oder weniger blau: der Hflgl stark blau, die schwarzen Randfelder kleiner als bei erebus, die Adern oben ohne, unten zuweilen mit weissgrauen g/enia. Streifen am Distalrande: ?-f. glenia form. nov. Die zweite Form,-?-f. henricus Frühst., ist weniger blau, zuweilen fast ohne blauen Glanz, die Aderstreifen des Vflgls sind dünner, die an den oberen Radialen

PAPIBIO. Von Dr. K. Jordan.

3 t

stehenden erreichen die Zelle und es sind auch die beiden Medianäste von mein' oder weniger deutlich grauen Streifen begleitet; Hflgl oben und unten mit weissgrauen Aderstreifen am Saume. Die beiden Formen kommen zusammen vor; von ersterer besitzen wir auch eine Serie aus der Gegend von Siboga und Padang Sidem- poean. In Südwest-Sumatra, im Distrikt von Padang, und wahrscheinlich weiter nach Süden, findet sich solokanus Frühst. Das cf ist viel weniger lebhaft blau als henricus. Der Vflgl des 2 ist mehr braun- solokanus. schwarz als bei henricus und trägt sehr schmale, oben nur zuweilen etwas weissliche Aderstreiten ; der Hflgl ist mässig blau und trägt unten vor dem Saume graue Streifen, die auch oben zuweilen angedeutet sind. - petronius Frühst, von Nias. cf ähnlich dem solokanus-cf , die schwarzbraunen Streifen in der Apicalhälfte der petronius. Unterseite des Vflgls sind aber breiter, die zwischen den Adern stehenden schwarzen Streifen sind distal ganz schmal. ? sehr blass, die an den Subcostalen stehenden grauen Streifen des Vflgls sehr breit, die andern schmäler, unten fast die ganze Zelle grau; Hflgl vor dem Saume mit grauen Streifen, die auch oben meist deutlich sind. nox Swains. (= neesius Zink., 2 memercus Godt.) (18 b). cf schwarz, mit schwachem nox. blauem Glanze, oben das apicale Drittel und unten etwa die Hälfte des Vflgls braun gestreift; Spitze des Hlbs gewöhnlich mit deutlichem rotem Fleck. 2 braun, Vflgl zwischen Zelle und Apex mit hellen Streifen. Ost- und West-Java. nyx Nicev. fliegt auf Bali; nur zwei 22 bekannt (eins in coli. Elwes; das zweite in coli. nyx. Niceville, die sich jetzt im Museum zu Kalkutta befindet). Die hellen Streifen des Vflgls zwischen Zelle und Apex noch breiter als beim 2 von nox, oben fast zusammengeflossen.

Latreillei-Gruppe.

Hflgl gestreckt, mit Spatelschwanz. Duftfalte des cf und die Duftwolle in derselben stark entwickelt; die Haftklappen normal, ohne deutlichen Zahn an der Spitze.

Während die vorige Gruppe vorwiegend malayisch ist, finden sich die Arten der latreillei- Gruppe nur auf dem Festlande sowie den chinesischen und japanischen Inseln ; eine einzige Art ( philoxenus ) soll südwärts bis in die Halbinsel Malakka vorgedrungen sein.

P. latreillei. Kopf, Prothorax, Seiten der Brust und des Hlbs rot, die Unterseite des letztem rot mit schwarzen Flecken. Flügel schwärzlichbraun, oben und unten blass. Hflgl mit breitem, weissem Discal- bande ; 4, seltener 5 Submarginalflecke, die hintern 3 rot, die andern mein- oder weniger weiss, ein Fleck an der Schwanzspitze rot. Duftwolle des cf weiss. Nordwest-Indien, Nord-Indien, Ober-Birma und Shan-Staaten, von März bis August: fliegt hoch über den Wipfeln der Bäume im dichten Walde, wird aber zuweilen auf latreillei. den Waldpfaden sitzend angetroffen. - latreillei Don. (= minereus Gray) (19 b) kommt in Nordwest-Indien (besonders häufig bei Masuri), Nepal und Sikkim in 7 bis 9000 Fuss Höhe vor. Die zwischen der 3. Radiale und 1. Mediane liegende Discalmakel des Hflgls grösser als die andern Makeln. polla Nicev. findet sich poHa. in den Shan-Staaten und Ober-Birma in Höhen von 3500 bis 5000 Fuss. Die zwischen der 2. und 3. Radiale liegende Discalmakel des Hflgls ist grösser als die andern.

P. adamsoni Grose-Smith (— mineroides Elw. & Nicev.) (19 c). Erinnert sehr an P. aristolochiae. adamsoni. Kleiner als P. latreillei; der Schwanz ohne roten Fleck, der Hflgl von der Costale bis zur 1. Radiale viel breiter, das weisse Discalband beim cf schmäler; sehr häufig ist der vor der 2. Radiale stehende Submarginal¬ fleck mit dem betreffenden Discalfleck verbunden. Das 2 viel blasser als das cf. Shan-Staaten und Tenasserim; Januar bis März, selten.

P. crassipes Oherth. (18 a). Vflgl weniger dreieckig als bei latreillei ; Hflgl im Umriss ungefähr wie crassipes. bei latreillei , ohne weisse Discalbinde, und oben ohne deutliche rote Submarginal- und Marginalflecke, der Fleck an der Spitze des kurzen breiten Schwanzes klein; unten die roten Flecke alle gross, einschliesslich des Schwanzfleckes sind 6 vorhanden. Tonkin und Shan-Staaten, in Höhen von 1000 und 2500 Fuss gefunden ; nur wenige Exemplare bekannt.

P. nevilli Wood- Mas. (= chentsong Oberth.) (Bd. 1, 1 c). Die Geschlechter fast gleich. Hflgl proximal nevilii. breiter als bei P. latreillei und die vor und hinter dem Schwänze stehenden Randzähne weniger vorspringend ;

Schwanz ohne Fleck; zwei grosse weisse, zuweilen schwach rötliche Flecke zwischen der Subcostale und der 2. Radiale, der 2. Fleck bis an oder fast an die Zelle reichend, auf der Oberseite ist der 1. Fleck zuweilen sein- klein oder fehlt ganz, zwischen der 2. Radiale und 2. Mediane 3 rote oder rötliche Submarginalmonde, welche unten grösser als oben sind. Duftwolle gelblichweiss. Eine in West-China sehr häufige Art. die auch in Cachar (Assam) vorkommt.

P. philoxenus. Ein individuell und geographisch veränderlicher Falter, der von West-China, Kaschmir. Nordwest-Indien bis Annam und Tonkin verbreitet ist und auch auf Formosa vorkommt; von Ost- und Süd- China ist er noch nicht bekannt ; ein Exemplar im Tring Museum soll von Taiping in Perak sein, was uns sehr fraglich erscheint. Körper wie bei den vorhergehenden Arten rot und schwarz; Hflgl im Umriss latreillei- artig, aber breiter, mit 3 Submarginalflecken zwischen der 2. Radiale und 2. Mediane und einem Doppel¬ fleck im Schwanz, sowie einem zuweilen sehr kleinen Ad marginalfleck an der Spitze der 1. Mediane rot, vor der 2. Radiale meist ein grosser weisser Fleck, der durch Verschmelzen eines Discal- und eines Submarginal-

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ilecks entstanden ist, zuweilen diese Makel eingeschnürt, in der chinesischen Subspecies gewöhnlich nur der submarginale Teil erbalten; hinter dieser Makel sehr oft eine zweite kleinere, sehr selten ein Fleck vor der 2. Radiale; häufig der rote Analtleck, besonders oft auf der Unterseite, beim ? bindenartig bis zur Zellspitze verlängert. Duftwolle des cf grauschwarz; Analhaken des cf oben mit einem zweiten, kurzen Haken, die Harpe schwach gezähnelt. Rp purpurbraun, schwarz gefleckt, Kopf und Fiisse glänzend schwarz, die Höcker an der Spitze rot, der 6. und 7. Ring mit je einem kurzen, schrägen Seitenbande; auf Nepenthes gefunden, Pp ungenügend beschrieben, rötlich ockerfarben; macht bei Berührung ein quiekendes Geräusch. Der Falter ist stellenweise sehr häufig; in Nord-Indien findet er sich im Waldgebiete von 1000 bis 8000 Fuss Höhe den ganzen Sommer hindurch. Die in China und Nord-Kaschmir fliegende Form ist lama Oberth. (Bd. I, Taf. 2 a), deren Flügel, besonders beim ?, blasser als bei den übrigen Subspecies sind; die Zellfalten auf der Unter- philoxenus. seife des Hflgls heben sich deutlich ab. philoxenus Gray (= letincius Frühst.) (19 a). Süd - Kaschmir, Nordwest-Indien und Nepal. Der Hlb ist unten so schwarz wie bei lama, auch ist die Behaarung der Stirn stark mit Schwarz gemischt , besonders beim cf. Der Hflgl trägt vor der 2. Radiale stets einen grossen, ungeteilten , weissen Fleck, hinter dem wenigstens unten ein zweiter, kleiner Fleck steht. In Sikkim, Assam, po/yeuctes. Birma, Nord-Siam, Annam und Tonkin (sowie fraglich auf Malakka) findet sich polyeuctes Dbl. (= hostilius Frühst.), der zu den häufigem Papilios dieser Gebiete gehört. Die Stirn und die Unterseite des Hlbs weniger schwarz als bei der vorigen Subspecies ; die Unterseite des Hflgls dunkler; der zweite weisse Fleck des Hflgls fehlt vielen cf cf auf der Oberseite, ist aber unten wie es scheint stets vorhanden ; in einem unserer cf cf sind termessus. die Flecke oben fast alle sehr stark geschwärzt. termessus Frühst. Die Stücke aus Formosa sind breit- flüglig und haben ziemlich grosse rote Flecke auf dem Hflgl; doch sind die Unterschiede nicht konstant.

P. dasarada. Körper unten mehr wollig als bei P. philoxenus , häufig an den Seiten des Hlbs blassrot statt lebhaft rot. Der Analhaken des cf einfach; die Harpe stärker als bei P. philoxenus gezähnt, in den 4 geographischen Formen deutlich verschieden. Hflgl schmal, die Zelle schmäler als bei philoxenus, ein grosser weisser Fleck vor der 2. Radiale wie bei philoxenus, viele Exemplare mit einem kleinen Fleck vor dieser Makel, selten auch ein Fleck hinter ihr (bei philoxenus steht der kleinere Fleck hinter dem grossem), der vor dem Schwänze stehende Submarginalfleck weiss oder weisslieh, beim Weibchen oft ein vollständiges Flecken¬ band auf der Scheibe. Von Nordwest-Indien bis zu den Shan-Staaten, Tonkin und Hainan verbreitet; nicht ganz so häufig wie philoxenus, mit dem dasarada zu gleicher Zeit an denselben Plätzen vorkommt. Der Falter ist ein Waldtier, das man häufig auf Waldblössen und an blühenden Bäumen antrifft, die der Falter in lang¬ samem aber geschicktem Fluge umsegelt. Er hat einen sehr starken widerlichen Duft. Die frühem Stände ravana. sind nicht bekannt. Leider ist dies bei zahlreichen gewöhnlichen nordindischen Arten der Fall. ravana Moore (19 c; Bd. 1, I b) ist die Form von Nordwest-Indien und Nepal. Der Hflgl ist unten in der Basalhälfte dasarada. fast so blass wie der Vflgl ; der vor der grossen weissen Makel stehende Fleck fehlt sehr selten. dasarada Moore (19b). Die Unterseite des Hflgls viel dunkler als der Vflgl; der vor der grossen Makel stehende Fleck fehlt sehr häufig auf beiden Seiten. Bei einem sikkimesischen cf der Tring Sammlung sind alle Flecke stark schwarz schattiert und fehlt, der Fleck an der Schwanzspitze. Auch von ravana besitzt das Tring Mnseum ein barata. ähnlich melanotisches Stück. Sikkim, Bhutan und Assam, häufig; in Grösse sehr variabel. barata Bothsch. ist etwas schmalflügliger als dasarada und die Unterseite des Hflgls ist vom Costalrande bis in die Zelle blasser; der vor der grossen Makel liegende Fleck fehlt oben immer (?) und unten meistens. Die Harpe des cf hat zahlreichere Zähne und ist dicht hinter dem proximalen Fortsatz geknickt ; bei dasarada ist die Harpe grade und die Zähne sind gross; bei ravana ist sie distal von dem basalen Fortsatz schwach erweitert und die Zähne sind kleiner als bei dasarada, auch ist der basale Fortsatz häufig kurz und breit. Shan-Staaten melanurus. und Tenasserim ; Tonkin. melanurus Bothsch. Alle Flecke des Hflgls klein; oben schwarz schattiert, kein Fleck im Schwanz, und keiner an der Spitze der 1. Mediane; Unterseite des Hflgls schwarz. Hainan, 3 cf cf im Tring Museum, im Mai gefangen.

P. daemonius. Kopf und Seiten der Brust und des Hlbs rot, stark mit Schwarz gemischt, cf oben bräunlichschwarz, unten blassbraun, der Saum des Hflgls oben und unten selnvarz, mit blassroten Submarginal¬ flecken. Das ? oben sehr blass graubraun, unten graubraun, der Saum schwarz. Der Hflgl bei cf und ? viel schwächer als bei plutonius gelappt, die Zelle viel breiter und mehr gerundet. Die Genitalien ganz ver¬ schieden von denen der in der Färbung ähnlichen Arten. Die Duftwolle des cf weiss. West-China und Junnan. daemonius Mph. (= fatuus Bothsch.) fliegt in West-China (Bd. I, p. 9). yunnana Oberth., von Topintze yunnana. in Yunnan, hat blässere Submarginalflecke als daemonius.

P. plutonius. Kopf, Kragen, die Seiten der Brust und des Hlbs sowie die schwarzgefleckte Unter¬ seite des letztem rot mit schwarzen Haaren gemischt. Hflgl vor und hinter dem Schwänze sehr stark ge¬ lappt, oben 4 oder 5 rote oder rötliche Submarginalflecke und auf der Unterseite 6 oder 7 Flecke. Grund¬ farbe beider Flügel oben beim cf bräunlichschwarz, beim ? schwärzlichbraun, der Saum des Hflgls schwarz; unten beide Geschlechter schwärzlichbraun, der Hflgl fast so blass als der Vflgl. Duftwolle des cf schwarz¬ braun. Ein Falter der Hochländer West -Chinas und des östlichen Himalayas. In West -China fliegt plutonius Oberth. (Bd. 1, 2c). - Die Form, welche in einigen Exemplaren aus den hohem Lagen Sikkims

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und Bhutans bekannt ist, heisst pembertoni Moore. Blasser als plutonius, die Submarginalflecke des Hflgls pembertoni. grösser und sehr blass rötlich.

P. mencius Fldr. (Bd. 1, 2 b) fliegt in Zentral- und Südost-China. Kopf, Kragen, Seiten der Brust mencius. und des Hlbs und die Unterseite des letztem rot mit schwarz gemischt. Die Flügel in beiden Geschlechtern braunschwarz, der Vflgl heller als der Htlgl und das ? etwas blasser als das cf. Der Hllgl ist bei Früh¬ jahrsstücken meist kürzer als bei Sommerstücken. Duftfalte des cf kürzer als bei P. alcinous. die Wolle weisslichgrau. Die Harpe des cf mit 2 proximalen Fortsätzen. Der Falter ist häufig.

P. impediens Rothsch. (Bd. 1, 3 a) ähnelt der vorigen Art. Beim cf sind die Flügel dunkler, der Htlgl impedien. s. ist schmäler und vor dem Schwänze verhältnismässig stärker erweitert (an P. latreillei erinnernd), die Duft¬ falte ist kürzer und die darin enthaltene Wolle etwas dunkler ; die Harpe ist ganz verschieden : sie ist gezähnt und läuft distal in eine halbkreisförmig nach oben gebogene Falte aus. Das ? ist nach Oberthür, grau ockerfarben. West-China, nur wenige Stücke bekannt. Die Art kommt sicher auch im südöstlichen China vor, da die folgende Art von Formosa ganz nahe mit impediens verwandt ist.

P. febanus Frühst. ( = jonäsi Rothsch., koannania Mats.). In der Struktur der Genitalien und in der febanus. Farbe der Duftwolle mit P. impediens übereinstimmend. Körper ausgedehnter rot als bei P. impediens, mencius und den Formen von P. alcinous. Flügel ähnlich wie bei kleinen mencius, aber die Submarginalflecke des Hflgls blassrot und oben und unten sehr stark vergrössert, fast so lang wie breit, der unten grosse Analfleck oben durch einen deutlichen blassroten Querstrich vertreten. Formosa, im Gebirge.

P. alcinous ist von Japan bis West-China und Tonkin verbreitet. Die Duftwolle des cf ist bei allen

Formen fast schwarz. Die Harpe hat proximal einen einfachen oder gezähnten Fortsatz und endet proximal

in eine Spitze oder einen Zahn. Rp olivenbraun , mit zahlreichen , dunklern , hell gerandeten Flecken ; auf

dem 6. und 7. Ringe ein sehr breiter rotweisser schräger Gürtel . der dorsal unterbrochen oder stark ein-

geschnürt ist; die Spitzen der Tuberkel rötlich, der obere Seitenzapfen des Prothorax blassrot mit dunkler Spitze. Nach Preyer in Japan auf Cocculus thunbergi. Der Falter sehr häufig und wegen seines lang¬ samen Fluges leicht zu fangen; vom Frühjahr bis zum Herbst. -- In Siid-Yesso, Nippon und Kiushiu findet sich die schwarzköpfige Subspecies alcinous Klug (= spathatus Btlr. , haematostictus Btlr. , nagasakii Frühst.)

(Bd. 1, 2 a). Die Loo-Choo-(Riukiu)Inseln bewohnt loochooanus Rothsch. (19 c cf, Bd. 1, t c ?). Kopf rot. loochooanus. Harpe des cf wie bei der japanischen Form stark gezähnt. mansonensis Frühst. (— mausonensis Frühst.) mansonensis. ist ein Name, der auf alle Stücke von Formosa, Ost- und Zentral-Ghina (westwärts bis Chang-Yang) und Tonkin bezogen werden kann. Das cf nicht von der in West-China fliegenden Subspecies confusus Rothsch. unterscheidbar. Das ? aber so blass wie bei loochooanus. Vielleicht gehören die Exemplare von den Sannan- Inseln (Ishigaki-sima), die Oberthür ohne nähere Beschreibung als intermedia aufführt und Fruhstorfer später als bradanus beschreibt auch hierher; die Flügel sollen beim 2 schmäler und blasser und die Submarginal- bradanus. flecke kleiner als bei loochooanus sein. - Bei confusus Rothsch. von West-China ist das ? dunkler als bei den andern Subspecies: Orerthür erwähnt als ab. decora ein abweichendes ?, das auf der Unterseite des Schwanzes decora. zwei rote Linien trägt.

Coon-Gruppe.

Spatelschwanz mit sehr dünnem Stiel. Duftfalte des cf nur schwach entwickelt; die Haftklappen oben nicht zusammenschliessend.

Drei malayische Arten, von denen eine bis nach Birma hinaufgeht.

P. neptunus. Brust an den Seiten rot, Hlb von der Mitte ab graugelb. Vflgl schwarz, mit breiter Aufhellung vor der Mitte und einer zweiten distal von der Zelle quer über den Flügel; Htlgl mit sehr dünnem, am Ende stark verbreitertem Schwarz, und 2 4 roten oder blassroten Flecken, die entfernt von der Zelle zwischen den Median- und Radialästen stehen und auf der Oberseite in der Subspecies von Nias zuweilen fast ganz fehlen. Der Falter fliegt langsam und hoch in der Luft. doris Rothsch. Das schwarze Wurzel- doris. feld des Vflgls reicht nicht ganz bis zur Wurzel der 2. Mediane, die schwarze Querbinde ist sehr tief schwarz, das graue Feld sehr hell, vor und oft auch hinter der 2. Mediane wenigstens unten fast rein weiss. der vor dieser Ader stehende schwarze Faltenstreif ist weit von der Zelle entfernt, ebenso erreicht der hinter der 2. Mediane liegende Faltenstreif das schwarze Wurzelfeld nur sehr selten. Der Htlgl oben immer mit 3. unten mit 3 oder 4 Fleckchen, ausser dem hinter der 2. Mediane liegenden, oben oft weisslichen Punkte, der vorderste der Flecke in vielen Exemplaren sehr klein. Nord-Borneo, im Flach- und Hügellande, neptunus Guer. (— thetys Guen.) ist die Zwischenform von Malakka, welche doris mit sumatrana verbindet, neptunus. Die hellen Teile des Vflgls sind ähnlich wie bei der vorigen Subspecies, aber das schwarze Schrägband ist aut der Scheibe meist deutlich aufgehellt, sodass sowohl die schwarzen wie hellen Streifen darin sichtbar sind. sumatrana Hag. (16 c). Die hellen Teile des Vflgls stärker schwarz schattiert als bei den vorigen sumatrana. Formen, der vor der 2. Mediane liegende schwarze Faltenstreif bis nahe an die Zelle gehend, das schwarze Querfeld auf der Scheibe fast immer aufgehellt und verschmälert , sodass die hellen und dunklen Streifen sichtbar werden; unten die beiden hellen Felder etwas grösser als bei der Form von Borneo. Htlgl oben

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padanganus. gewöhnlich mit 2, seltener 3 Flecken, unten meist mit 3, seltener 2. Nordost-Sumatra. padanganus Rotlisch. Das schwarze Querfeld des Vflgls fast so tief schwarz als bei der Borneo-Form, sowohl das pro¬ ximale als das distale helle Feld schmäler als bei sumatrana, das proximale Feld schmäler als das schwarze Ouerfeld, das schwarze Basalfeld bis an die 2. Mediane gehend, der hinter der 2. Mediane stehende graue Streif erreicht die Zelle nicht, die vor und hinter dieser Ader liegenden schwarzen Streifen wie bei sumatrana lang. Hflgl oben beim cf mit 2, beim ? mit 3 Flecken, unten beim cf mit 2 grossen und 1 kleinen Fleck, und beim ? mit 3 grossen und 2 kleinen, ausser dem hinter der 2. Mediane liegenden Punkte. West-Sumatra: fehri. Padang Bovenlanden und Padang Sidempoean. fehri Honr. (16c). Der Vtlgl stark rauchig, das dunkle Schrägband viel weniger schwarz als bei den andern Subspecies; Hflgl mit 2 blassroten Flecken, die oben zuweilen nur angedeutet sind, bei einigen Exemplaren ist noch ein kleiner vorderer 3. Fleck vorhanden, entweder nur unten oder auch oben.

P. COOri. Schwarz; der Kopf und die Seiten der Brust rot oder gelb, der Hlb unten, seitlich und an der Spitze von derselben Farbe. Vtlgl schmal, rauchig die Ränder, Adern und Falten rauchschwarz: Hflgl mit Spatelschwanz, ein Fleck in der Zelle, der zuweilen die ganze Zelle ausfüllt, aber auch oft zu 2 kleinen Strichflecken verkleinert ist, sowie eine Reihe Flecke um die Zelle herum und eine Reihe Sub¬ marginalflecke weiss, an den Spitzen der beiden Medianadern je ein roter oder gelber Randfleck. Malayisch. Der Falter fliegt in der Ebene und im Hügellande. Er ist ein Waldtier, und wird oft an den Blüten hoher coon. Bäume angetroffen. Sein Flug ist flatternd aber schnell. coon F. (= hypenor Godt) (16 b). Körper und Randflecke des Hflgls gelb; die Zelle des Hflgls gewöhnlich ganz oder fast ganz weiss ausgefüllt. Java. patianus. Im nördlichsten Teile von Java, in der Residenz Djapara, findet sich patianus Frühst. Vtlgl des cf breiter als bei voriger Subspecies, der Zellfleck des Hflgls ist reduziert, fehlt sogar zuweilen ganz, und die andern patern- weissen Flecke sind stark schwarz schattiert. palembanganus Rothsch. aus dem Süden Sumatras. Ähnlich banganus. Coon, aber die Submarginalflecke des Hflgls kleiner, besonders ist der erste und letzte Fleck reduziert. - Exemplare des P. coon von der Insel Bawean stimmen mit palembanganns in der Verkleinerung der Sub- delianus. marginalflecke überein. delianus Frühst. (16b). Körper und Randflecke des Hflgls rot oder gelbrot; Zelle doubledayi. des Hflgls mit 2 zwei weissen Strichflecken. Nordost-Sumatra. doubledayi Wall. (16 b) von Malakka bis Cachar. Flecke des Hflgls grösser als bei delianus, der Zelltleck sehr selten geteilt. Exemplare mit ver- cadiarensis. kleinerten Flecken sind ab. cacharensis Btlr. Bei den Stücken von doubledayi aus Unter-Birma und Tenasserim ist der Zellfleck sowie der erste, vor der Zelle stehende Fleck durchschnittlich grösser als den Stücken von sambilanga. Malakka und Penang. sambilanga Boh. findet sich auf Gross-Nikobar , nach Doherty ziemlich häufig.

Der hinter der Zelle stehende Fleck des Hflgls kurz, sowohl der vordere wie der hintere rote Randfleck wie bei P. rhodifer mit dem betreffenden Submarginalfleck vereinigt.

rhodifer. P. rhodifer Btlr. (16c). Gostal- und Aussrd des Vflgls fast, parallel: der Flügel beim 2 bedeutend

schmäler als bei P. coon ; die weissen Flecke in und an der Zelle des Hflgls reiner weiss ; die beiden roten Randtlecke gross, mit den Submarginalflecken vereinigt, die Schwanzspitze rot. Andamanen ; häufig.

Hector-Gruppe.

Mit oder ohne Schwanz. Zelle des Hflgls ungefähr dreimal so lang als breit, viel weniger gestreckt als bei der vorigen Gruppe. Die Duftfalte des cf schwach entwickelt oder fehlend, ohne Duftwolle in derselben, aber zu¬ weilen mit schmalen Duftschuppen; die Haftklappen verkümmert, aber die Harpen vorhanden.

In den Arten ohne Duftfalte (hector, jophon , pandiyana, oreon und Uris) ist beim cf der Hrd des Hflgls nach unten gebogen, wie beim ?.

hector. P. hector L. (— heroicus Frühst.) (15a). Kopf, Kragen, Seiten der Brust und der Hlb mit Ausnahme

der vorderen Dorsalschienen rot; Vflgl mit zwei weissen Fleckenbinden, einer zentralen, von der Costa zum Hinterwinkel laufenden und einer kurzen subapikalen; Hflgl mit 2 Reihen roter Flecke. Das ? blasser als das cf, besonders die roten Teile des Körpers und die Flecke des Hflgls; die erwachsene Rp braunschwarz mit roten Tuberkeln, ohne Schrägband an den Seiten, aber mit vier rötlich weissen Fleckchen auf dem 6. und 7. Ringe; auf Aristolochia indica. Pp graugelb, die Flügelscheiden stark vorspringend. Von Ceylon bis Bengalen; auch von Chittagong an der Nordostseite des Busens von Bengalen angegeben. Der Falter ist sehr häufig und wird oft an niedrigen blühenden Büschen und Kräutern gefunden. Euton berichtet , dass im Herbst, zu Beginn der kalten Jahreszeit, der Falter sich gegen Sonnenuntergang in Bäume begibt, wo er zuweilen zu Hunderten zusammen an der Unterseite von schräg herabhängenden Zweigen gegen deren Spitze hin ruhend die Nacht verbringt, wie dies manche Danaiden tun. In niedrigen Lagen ist hector am häufigsten, findet sich aber einzeln noch in Höhen von über 5000 Fuss.

jophon. P. jophon Gray (15 a). Diese Art ist auf Ceylon beschränkt; sie ist lokal, aber an ihren Flugplätzen

im Hügellande von 2 4000 Fuss nicht selten. Am leichtesten früh am Morgen zu fangen; nach Aufgang der Sonne fliegt sie hoch über den Bäumen. Taster, Seiten der Brust und Spitze des Hlbs rot; Vflgl schwarz, die Scheibe vom Ursprünge der 2. Mediane ab weissgrau, halbdurchsichtig, dies Feld in die Zelle eindringend und durch die schwarzen Adern und Zwischenaderfalten in Flecke aufgelöst ; Hflgl mit grossem

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grauweissem Felde, das proximal gerade abgeschnitten ist und aus einem grossen Zelltleck und 7 um die Zelle herum stehenden Flecken besteht, eine Reihe roter Submarginaltlecke, die oben verdunkelt und unten rosenrot sind. Das 2 breitflügliger als das cf, sonst demselben sehr ähnlich. Rp purpurschwarz, mit roten Warzen, auf dem 6. Segment ein gelblich weisses Schrägband, die beiden in dem Bande stehenden Warzen von der Farbe des Bandes. Ei gelb-braun.

P. pandiyana Moore (15 a). Der vorigen Art ähnlich, viel blasser, der schwarze Aussenrd des Vtlgls pandiyana. schmäler, auch die zwischen den Radial- und Medianästen stehenden schwarzen Streifen bis nahe an die Zelle tretend. Das 2 ist breitflügliger als das cf , auch ist der subcostale weisse Fleck des Htlgls reduziert und fehlt zuweilen ganz. Ein südindischer Falter, der im Hügellande von Travaneore und den Nilgiris in 1 3000 Fuss häufig ist. Er fliegt in der Nähe von immergrünen Jungle und kommt früh am Morgen zum Vorschein, um an Blumen zu saugen, vor denen er wie seine Verwandten mit fächelnden Flügeln steht.

P. oreon. Kopf, die letzten Hlbsringe und die Ränder der vorhergehenden Segmente sowie die Seiten der Brust an den Flügelwurzeln rot, der Kopf oft blassrot. Flügel gestreckter als bei P. pandiyana, besonders der Hflgl und dessen Zelle viel schmäler, der Schwanz nur schwach spatelförmig, das grauweisse, oben schwarz schattierte Zentralfeld des Hflgls wurzelwärts etwas schräger abgeschnitten, die Submarginal- tlecke unten reiner rot, das schwarze Wurzelfeld des Vflgls reicht nicht bis zur 2. Mediane, und die Zelle ist fast ganz durchsichtig, mit 4 schwarzen Linien. Der Falter ist bis jetzt nur von Sumba und Alor bekannt, kommt aber vermutlich auch auf den Nachbarinseln, oder wenigstens auf Flores vor. oreon Doli. (15b). oreon.

Das schwarze Basalfeld des Vtlgls reicht hinter der Zelle etwa bis zu 2/s der Entfernung von der Wurzel zur 2. Mediane und das Zentralfeld des Vtlgls ist aussen ziemlich stark schwarz schattiert und auch sonst trübe. Sumba. godmani Böb. fliegt auf Alor. Die Wurzel des Vtlgls ist weniger ausgedehnt schwarz godmani. und das Zentralfeld des Hflgls ist weniger getrübt und sein Umriss schärfer, auch ist der 6. Submarginalfleck oben meist weniger stark geschwärzt und der Zelltleck oft grösser.

P. liris. Das schwarze Wurzelfeld beider Flügel grade abgeschnitten und bis zur Wurzel der 2. Mediane reichend; Saum des Vflgls breiter schwarz als bei oreon, das Mittelband des Hflgls auch aussen fast ganz grade , sein Aussenrd in der Mitte etwas ausgebogen ; der Hflgl ohne schwarzen Discalfleck vor der Subcostale, auch ist der betreffende rote oder graugelbe Submarginalfleck mit der Mittelbinde ver¬ schmolzen, selten abgetrennt, und die hintern Submarginalflecke stehen weiter vom Saume weg als bei oreon.

Bei vielen Formen ist das Rot des Körpers und des Hflgls durch graugell) ersetzt; die Form von Kisser bildet den Übergang zwischen den rot- und schmutzig gelb gezeichneten Formen. Auf allen Inseln zwischen Timor und Timorlaut, einschliesslich Wetter und Savu. Der Falter scheint das ganze Jahr hindurch vorzukommen. - liris G-oclt. (15b). Hlb rot und schwarz; die Submarginalflecke des Hflgls rot, das Mittelband desselben oben liris. und unten gelbgrau. Timor, die Stücke im Museum Tring im Mai, Juli, und November bis Dezember ge¬ fangen. gaetus Frühst. (= savuanus Bothsch.) Mittelband der Oberseite des Hflgls dicht schwarz schattiert, gaetus. mit Ausnahme ganz weniger Exemplare; die Binde unterseits bei allen Stücken etwas blasser grau als bei liris.

Die Exemplare, in denen die Binde nicht geschwärzt ist, sind ab. pseudoliris Frühst. Insel Savu, unsere Serie im pseudoliris. August gefangen. wetterensis Bothsch. (15 b) Tiefer schwarz als liris, das Mittelhand des Htlgls viel schmäler wetterensis. und oben schwarz schattiert, der vor dem Abdominalrande stehende rote Fleck sehr lang. Wetter, die Exemplare des Tring Museums im Mai gefangen. senescens Böb. Ähnlich liris , aber der Hlb und die Submarginalflecke des senescens. Hflgls blasser rot. Kisser. pallidus Bothsch. Eine blasse Form; der Körper und die Submarginalflecke des pallidus. Hflgls graugelb statt rot; Flügel oben blasser als bei den vorigen Subspecies, das Mittelband des Hflgls oben stark schwärzlich schattiert. Letti und Moa, augenscheinlich recht häufig. aberrans Btlr. {= uavigator aber raus. Frühst., damaricus Frühst., velificatus Frohst.). Viel weniger rauchig als pallidus, der halbdurchsichtige Mittel¬ teil des Vflgls und die Mittelbinde des Hflgls weniger geschwärzt , auch treten die Submarginalflecke des Hflgls deutlicher als die Adern hervor und haben auf der Unterseite ebenso wie die Hlbsspitze meist einen sehr schwach rötlichen Ton. Tenimber, Dämmer, Roma und Babber; auf Tenimber häufig. Die von Fruhstorfer angegebenen Unterschiede zwischen den Exemplaren von den verschiedenen Inseln werden durch die uns vorliegenden Stücke nicht bestätigt.

P. polyphontes. Kopf, die Hlbsspitze und unten und seitlich auch die Ränder der andern Hlbsringe rot. Vflgl in der Mitte breit weiss, dies Feld den Hinterrand nicht erreichend und von schwarzen Adern und Falten durchzogen. Hflgl mit breitem Schwanz ; ein weisses oder rötlich weisses Zentralfeld aus einem wurzelwärts grade abgestutztem Zelltlecke und 5 7 um die Zelle herumstehenden Flecken zusammengesetzt, die dasselbe durchschneidenden Adern ziemlich breit schwarz: Submarginalflecke oben schwarz schattiert, unten lebhaft rot, der vorderste ganz weiss, auch die andern wenigstens weiss gerandet. Wie bei allen ver- Avandten Arten das 2 blasser als das cf. Letzteres hat die Hinterschiene ATerdickt, und aut dem Hflgl eine deutliche Abdominalfalte mit Duftorgan; bei den cf cf der vorhergehenden Arten" dieser Gruppe fehlt das Duftorgan, auch ist die Hinterschiene nicht geschwollen. P. polyphontes ist der Vertreter des indo-malayischen P. aristolochiae und des papuanischen P. polydorus ; und hat sich offenbar sekundär von Celebes nach den Sulla-Inseln und Nord-Molukken ausgebreitet, Der Falter ist im Flach- und Hügellande ziemlich häufig. -

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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.

rosea. rosea Oberth. (= extensus Frühst.) ist die südlichste bekannte Form; sie bewohnt die Insel Saleyer. Das Zentralfeld des Hflgls hat oben immer einen deutlich rötlichen Ton und ist etwas grösser als bei Exemplaren von Celebes ; auf der Unterseite steht immer ein weisser Fleck hinter der Subcostale des Htlgls, häufig auch polyphontes. einer vor dieser Ader. polyphontes Bsd. (.— lingonus Frühst., phanocles Frühst) .(15 a). Das cf auf der Oberseite meist trüber als das?; die Adern in dem hellen Felde auf beiden Flügeln breit schwarz; der schwarze Saum des Vflgls immer schmäler als das helle Discalfeld. Snellen erwähnt eine Aberration, welche gelbe statt rote Submarginalflecke auf dem Hflgl hat. P. polyphontes polyphontes bewohnt ganz Celebes und aipytos. die Talaut- Inseln. Bei aipytOS Frühst. (= pedias Rothseh) ist das helle Feld des Vflgls schmäler als bei den beiden vorigen Subspecies, beim ? rein weiss, in der Zelle gewöhnlich nur 2 helle Streifen, der vor der untern Zellecke stehende Discalfleck auch beim ? stark verdunkelt, die zwischen den Adern stehenden schwarzen Streifen kürzer als bei polyphontes; auf dem Hflgl sind die hintern Submarginalflecke auf der Oberseite nicht oder nur sehr wenig schwarz schattiert. Sulla-Inseln: Mongola und Besi, von Doherty im Oktober in An- sejanus. zahl gefangen. sejanus Frühst. (= ithacus Rotlisch). Die hellen Flecke des Vflgls kleiner als bei poly¬ phontes, auch beim ? schwärzlich schattiert, der vor der untern Zellecke stehende Fleck wie bei der vorher¬ gehenden Form wenigstens teilweise ausgelöscht; die Adern des Hflgls in dem weissen Felde breit schwarz. Nord-Molukken: Halmahera, Morty, Ternate und Batjan.

P. polydorus. Ein häufiger papuanischer Falter, der in vielen Subspecies von den Molukken bis zu den Bismarck- und Salomons-Inseln und Nord-Australien verbreitet ist. Dem polyphontes ähnlich, aber der Hflgl kürzer, breiter und nicht geschwänzt, der Vflgi ohne weisses Feld oder dieses nur bis zur Basis der 2. Mediane reichend, der hinter dieser Ader liegende Fleck vorne länger als hinten, da er wurzelwärts schräg abgestutzt ist. Die Duftfalte des cf grösser als bei polyphontes und die darin stehenden Schuppen anders geformt. Die Rp bräunlich schwarz, die Tuberkel rot, mit Ausnahme der dorsalen Tuberkel des 4., 5., 8. und 9. Ringes, die braun sind, auf dem 6., 7. und 10. Ringe stehen die dorsalen Tuberkel in einem blassroten Flecke. Lebt auf einer niedrigen Aristolochia und ist in etwa 14 Tagen erwachsen. Pp blass¬ braun. mit 4 Paaren dorsaler Lappen auf dem Hlbe; Puppenruhe 3 Wochen. Der Falter fliegt im offenen Buschwalde niedrig und langsam von Blume zu Blume. Die Formen von den Nord-Molukken, Neu-Guinea mit Ausnahme der Gebirge Britisch Neu-Guineas, und den Bismarck- und Salomons-Inseln haben schwarze Köpfe, während die Süd-Molukken, Tenimber, Key, Aru, Nord-Queensland, die Louisiaden und die Berge Britisch septen- Nen-Guineas von rotköpfigen Formen bewohnt sind. - septentrionalis Rothseh. Kopf und Kragen ganz trionalis. schwarz: die hellen Streifen der Oberseite des Vflgls immer schwarz schattiert; die weissen Flecke des Hflgls kajelanus. aussen abgerundet. Nord-Molukken: Halmahera; Batjan. kajelanus Frühst. Kopf und die Seiten des Kragens und der Brust rot. Vflgi mit grossem weissem Fleck hinter der 2. Mediane, der ebenso wie die vor dieser Ader lie¬ gende helle Gabel schwarz bestäubt ist: die vorderen weissen discalen Flecke der Oberseite des Hflgls klein, zuweilen fehlend, der Zellfleck beim cf meist schwarz bestäubt. Buru häufig. Nicht konstant von der folgenden Form poiydoms. verschieden. polydorus L. (= polydotus Müll., leobotes DM.) (15b). Von den Süd-Molukken (Amboina, Sapa- roea, Ceram) und Obi, sowie den kleinen Inseln Goram-Laut undKissoei. Die hellen Teile der Oberseite des Vflgls im ganzen etwas reiner weiss und mehr ausgedehnt als bei kajelanus und die weissen Flecke des Hflgls grösser, thessalia. der 1. Discalfleck quer oder rhombisch wie bei kajelanus. thessalia Swinh. Körper wie vorhin; Vflgi reiner weiss; der Zellfleck des Htlgls klein, beim ? oft fehlend; die discalen Flecke dagegen länger als bei poly¬ dorus, der vor der I. Mediane stehende besonders lang, die roten Submarginalflecke gross, die hintern oben varus. meist nur schwach geschwärzt. Auf Klein- und Gross-lvey, recht häufig. varus Frühst. Nicht mit Sicher¬ heit von der Key-Form zu unterscheiden. Der hintere weisse Fleck des Vflgls meist etwas kleiner als bei thessalia, der hinter der Submedianfalte stehende Teil dieser Makel zuweilen fehlend, die hellen Streifen im tenim- ganzen weniger scharf, die mittleren stärker verdunkelt. Aru-Inseln. tenimberensis Rothseh. Kopf schwarz, berensis. Rot gemischt; die Streifen des Vflgls und die grossen zwischen der 1. Mediane und der 2. Submediane liegenden Makeln rein weiss; das weisse Feld des Hflgls gross, die dasselbe durchschneidenden Adern wenigstens an der Zelle sehr schmal schwarz; die hintern meist deutlich rötlich, der 1. weisse Fleck kleiner queens- als der 2., der 4. am grössten. Tenimber-Inseln. = queenslandicus Rothseh. Kleinen Exemplaren von landicus. polydorus ähnlich, die weissen Zeichnungen des Vflgls kürzer, der hinter der 2. Mediane liegende Fleck unten wurzelwärts sehr stark zugespitzt; der Hflgl ausserhalb der Zelle fast immer mit 6 weissen Flecken, die Mehrzahl der Exemplare ausserdem noch mit einem weissen linienförmigen Fleck an der Innenseite des aignanus. 1. Submarginalfleckes. Nord-Queensland und die Inseln in der Torres-Strasse. aignanus Rothseh. Gleich¬ falls eine kleine Form. Die weissen Flecke des Vflgls grösser als bei queenslandicus; der Zellfleck des Htlgls klein; 5 Flecke an der Zelle, der 1. klein, zuweilen fehlend, der 2. etwa doppelt so lang als breit, der 4. am grössten, aber nicht bis zur Wurzel der 2. Mediane reichend und nur wenig grösser als der 3. Fleck. Louisiaden- orinomus. Inseln: St. Aignan und Sudest. orinomus Rothseh. Im Hügellande Britisch Neu-Guineas findet sich eine der vorigen ganz ähnliche Form. Der Zellfleck des Hflgls viel grösser als der 2. weisse Discalfleck, und der 4. discale Fleck grösser als der 3., auch ist der 5. Submarginalfleck kleiner als bei aignanus, zuweilen sogar kleiner als der 4.; der 4. Discalfleck reicht gewöhnlich bis zur Wurzel der 2. Mediane. Aus höhern Lagen Britisch Neu-Guineas; in ni erlern Lagen derselben Distrikte kommt eine schwarzköpfige Form vor ( naissus

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Frühst.). Bei den folgenden Formen ist der Kopf und Thorax ganz schwarz, sehr selten stehen einige rote Haare hinter den Augen: leodamas Wall. Der schwarze Basalteil des Ytlgls ist nicht scharf von dem distalen ge- leodamas. streiften Teile abgesetzt, und die aufgehellten Streifen sind auch unten sehr undeutlich; der Zellfleck des Hllgls und der 1. weisse Discalfleck gleichfalls sehr klein, schmal, letzterer oben zuweilen fehlend, die andern 4 Flecke lang, die zwei letzten nicht ganz bis zur Basis der 2. Mediane reichend, der Durchmesser des 6. roten Submarginalflecks der Unterseite länger als die Entfernung des Flecks von dem weissen Felde.

Misol. godartianus Luc. (= papuana Oherth.) Die grauen Streifen auf der Oberseite des Vtlgls undeut- godartiamu. lieh, auch die hintern schwarzen Ader- und Zwischenaderstriche bis nahe an die Zelle tretend; die hellen Streifen unten deutlich, aber auch liier die vor und hinter der 2. Mediane stehenden nicht zu weissen Makeln zusammengetlossen , die schwarzen Ader- und Faltenstriche bis nahe an die Zelle reichend, die schwarze Basalhälfte des Flügels ist jedoch scharf gegen die äussere Hälfte abgesetzt. Hflgl ähnlich wie bei leodamas, oben zuweilen nur 4 weisse Flecke vorhanden, da der Zelllleck und der 1. Discalfleck nicht immer ent¬ wickelt sind. Arfak- und Onin-Halbinseln ; Salawatti und Etna Bai. asinius Frühst. Vtlgl beim ? mit asinius. grosser, weisser Makel vor und hinter der 2. Mediane, beim cf die Flecke ebenso wie die hellen Streifen oben ziemlich stark verdunkelt, unten dagegen weiss; das weisse Feld des Hflgls gross, aussen gerundet, der Zellfleck meist kleiner und die andern Flecke länger als in der gleichfalls hellfleckigen Form plagiatus von Deutsch Neu-Guinea, der 1. Discalfleck länger als breit, der 4. am grösstem Das Bot des Hlbs beim ? etwas ausgedehnter als bei plagiatus. Waigeu. meferanus Rothsch. Vtlgl oben beim cf mit schmalen meforanus. dunkelgrauen, beim ? mit dünnen weissen Streifen vor und hinter der 2. Mediana, unten dagegen sind diese Streifen bei beiden Geschlechtern zu weissen Flecken erweitert, auch sind die andern Streifen deutlicher als oben. Das weisse Feld des Hflgls ist viel kleiner als bei asinius, der Zellfleck etwa dreimal so gross als der 1. Discalfleck, der klein ist, der 4. Fleck vorne (an der 1. Mediane) weniger als doppelt so lang als er aussen breit ist. Mefor in der Geelvink Bai. Wir haben ein einzelnes 2 von Jobi in der Geelvink Bai, welches auf dem Vtlgl oben und unten stark aufgehellt ist, und bei dem auch das weisse Feld des Hflgls, besonders der 1. Discallleek. gross ist. Nach Kirsch's Beschreibung von 3 Exemplaren aus Jobi (offenbar cf ?) treffen diese Kennzeichen aber nicht auf alle Stücke zu. humboldti Rothsch.. von der humboldti. Humboldt-Bai an der Grenze von Holländisch und Deutsch Neu-Guinea, bilden den Übergang zur folgenden Subspecies. Die grauen Streifen der Oberseite des Vtlgls sind schmal und dunkel, die schwarzen Ader¬ streifen sind breit und gehen bis an die Zelle und die Faltenstreifen treten nahe an dieselbe heran; unten dagegen sind die blassen Streifen sehr hell, die hintern weiss und vor und hinter der 2. Mediane zu Makeln zusammengeflossen, doch bleiben der schwarze Streif der 2. Mediane und der vor derselben stehende Falten¬ streif lang. Der Zellfleck des Hflgls oft sehr klein, kleiner als der 1. Discallleek, letzterer auf der Oberseite vorne meist eingeschnitten, unten immer rhombisch, was auch oben oft der Fall ist. plagiatus Rothsch. plagiatus Vtlgl bei beiden Geschlechtern unten stets, oben oft stark aufgehellt; die 2. Mediane innerhalb des weissen Feldes nur sehr schmal schwarz, die vor und hinter dieser Ader stehenden Faltenstreifen kurz. Zelllleck des Hflgls grösser als der 1. Discalfleck, der 4. und 5. Discalfleck reichen bis zur Basis der 2. Mediane, der 5. geht oft noch weiter wurzelwärts und springt auch distal gewöhnlich etwas vor; das weisse Feld aussen weniger als bei asinius gerundet. Deutsch Neu-Guinea: Astrolabe Bai und Huon Golf. naissus Frühst, naissus.

(= albosignatus Frühst., phalces Rothsch.). Vtlgl wie bei plagiatus; das weisse Feld des Hllgls meist mehr gerundet, der Zelltleck kleiner, der 1. Discalfleck gewöhnlich länglich, der 4. und 5. Fleck die Basis der 2. Mediane nicht ganz erreichend. alleFlecke meistens aussen abgerundet. Trobriand und Fergusson. d'Entrecasteaux Inseln; Britisch Neu-Guinea. Die Exemplare aus letzterem Gebiete sind zum Teil nicht von plagiatus zu unterscheiden. dampierensis Hag. von der Dampier Insel an der Nordküste Deutsch Neu-Guineas. Vtlgl dampiercusis. oben dunkel, unten aufgehellt. Das weisse Feld des Hflgls oben zu einem Bande verschmälert, der kleine Zellfleck und der 1. Discalfleck stark und der 2. und 3. Discalfleck schwach schwarz schattiert; das weisse Feld unten nur etwas schmäler als bei plagiatus , der 4. und 5. Discalfleck nicht ganz bis an die Wurzel der 2. Mediane reichend, die Submarginalflecke gross, auch der mit dem letzten Discaltlecke vereinigte, novobritannicus Rothsch. Vtlgl stärker aufgehellt als bei plagiatus; der Zelltleck des Hflgls gross, dagegen die novo- Discalllecke klein, besonders der 2. und 3.. die beim cf oft fehlen. Hlb seitlich mehr ausgedehnt rot. auch britannicus. der 2. und 3. Ring seitlich rot gerandet. dagegen der 7. Ring oben mit schwarzem Fleck. Neu-Pommern (= New Britain). utuanensis Ribhe. Vtlgl viel dunkler als bei der vorigen Subspecies; das weisse Feld utuanensis. des Hllgls mehr gerundet, der Zelltleck kleiner und die Discaltlecke länger. Neu-Lauenburg und Neu- Mecklenburg (= Duke of York und New Ireland). Nicht konstant von der nächsten Form verschieden, polydaemon Math. (16 a). Bei den Exemplaren von den nördlichen Salomons-Inseln Bougainville. Alu und polydaemon. Treasury sind die grauen Streifen des Vtlgls oben dunkel und unten selten vor und hinter der 2. Mediane zu grauweissen Makeln vereinigt, auch ist der Zelltleck des Hflgls meist klein (ab. polypemon Math.). Die polypemon. auf den weiter südlich gelegenen Inseln gefangenen Exemplare sind dagegen meist stärker aufgehellt, be¬ sonders beim ? und besonders auf der Unterseite, auch sind die weissen Flecke des Hflgls bei vielen Exem¬ plaren grösser. Die vorderen Submarginalflecke der Hflglunterseite sind bei pohjdaemon oft sehr blass, und der 1. ist häufig teilweise weiss gerandet. was besonders oft bei nördlichen Exemplaren vorkommt: der 2. und 3. Submarginaltleck sind bei einigen Stücken des Tring Museums (auch bei einem utuanensis) entweder

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auf beiden Flügeln oder nur auf einem vereinigt. Bis jetzt sind noch keine Stücke von den südlichsten Salomons-Inseln (San Christoval und Rennel) bekannt.

P. aristolochiae. Die Spitze und Seiten des Hlbs und die Ränder der Ventralringe desselben ebenso wie die Seiten der Brust und der Kopf rot. Vtlgl von der Wurzel bis etwa zum 2. Medianaste und an den Rändern schwarz, der Discus gewöhnlich mehr oder weniger aufgehellt, mit schwarzen Faltenstreifen. Hfigl mit Spatelschwanz, der zuweilen zu einem Zahn reduziert ist, und roten Submarginalflecken, die oben mehr oder weniger stark schwarz beschuppt sind ; in der Mitte oft ein weisses Feld. Das 2 breitflügliger und blasser als das cP. Rp schwarz mit roten Fleischzapfen ; auf dem 6. Ringe, der das 1 . Paar Bauchfüsse trägt, ein weisser Gürtel; die in demselben stehenden Zapfen gleichfalls weiss; nach Martin soll der milchweisse Gürtel in Sumatra zuweilen fehlen ; auf Aristolochia indica und bracteata (nach Hagen auch auf Piperaceen). Pp mit 4 Paar gerundeter Lappen auf dem Hlb. , die Seitenlappen des Thorax gleichfalls gerundet. Ein häufiger Falter, der besonders im Flach- und Hügellande fliegt und selten über 4000 Fuss hinaufsteigt. Er findet sich von den Liukiu - Inseln , West-China und Ceylon ost- und südwärts bis zu den kleinen Sunda- Inseln, im Buschwalde und in Gärten, aber nicht im dichten Walde. Sein Flug ist langsam und schwer¬ fällig. Der Falter besucht Blumen und wird zuweilen, besonders am frühen Morgen, in Scharen an blühenden Bäumen angetrofl'en. Die eigenartige Verbreitung der beiden Haupttypen, in welcher der Falter auftritt, des camorta. schwarzen und des weissspiegeligen Typus, ist sehr interessant. camorta Moore (16 a) von den Nikobaren. Hfigl mit weissem Fleck an der Zelle zwischen den beiden Medianästen und einem roten dahinter; auf der ceylonicus. Unterseite ausserdem zwei kleinere Flecke an der Zellspitze und ein dritter in der Zelle. ceylonicus Moore.

Vtlgl wenigstens unten stark aufgehellt, der hinter der 2. Mediane stehende schwarze Streif fast immer ab¬ gekürzt; die weissen Flecke des Hflgls dicht an der Zelle, die mittlern aussen abgerundet, die Zelle gewöhn¬ lich mit weissem Fleck. Hlb des ? mit Ausnahme des letzten Ringes oben meistens ganz schwarz. Ceylon. aristolochiae. aristolochiae F. (= polidorus Cr., polydorus Gdt. nec. L.) (16 a). Der Vtlgl von der Wurzel bis über die Ursprungsstelle der 2. Mediane hinaus schwarz, die zwischen der 2. Mediane und dem Hrde liegenden schwarzen Streifen selten abgekürzt; Htlgl stets mit weissen Flecken, aber stets ohne Zellfleck; der hinter der 2. Mediane liegende Fleck auf der Unterseite an der dieser Ader zugekehrten Seite nicht ausgerandet. diphilus. Bei der Form diphilus Esp. liegen die weissen Flecke nahe an der Zelle, während sie bei der Form ari¬ stolochiae F. von der Wurzel her verkleinert sind und daher von der Zelle entfernt stehen. Die klein- fleckigen Exemplare fliegen mit grossfleckigen zu gleicher Zeit, scheinen aber während der heissen Regenzeit (Sommer) die häufigere Form zu sein. Moore betrachtet irrtümlich die grossfleckigen Stücke als »nasse Forint. Süd-, Nordwest- und Nordost - Indien. Wegen seines starken Dufts heisst der Schmetterling in adaeus. Calcutta Rosenfalter. ln West-, Zentral- und Ost-China südwärts bis etwa Fu-tschou fliegt adaeus Rothsch. Der vorigen Subspecies sehr ähnlich, aber das ? blasser, der Hfigl bei beiden Geschlechtern länger und die weissen Flecke anders entwickelt. Diese Flecke gewöhnlich klein, aber doch nahe der Zelle stehend, der vor der 1. Mediane liegende Fleck gewöhnlich x/3 bis x/ 2 und nie über 2/3 so lang als seine Entfernung von dem interpositus. betreffenden Submarginaltleck. interpositus Frühst, ist die gewöhnliche Form auf Formosa. Sie hat grosse Submarginalflecke auf dem Hfigl; das weisse Band steht nahe an der Zelle, ohne in dieselbe einzutreten, und der vor der 1. Mediane liegende Fleck ist etwa so lang oder etwas kürzer als seine Entfernung von dem betreffenden Submarginalfleck. Auf dem Vtlgl reicht das dunkle Basalfeld über die Wurzel der 2. Mediane hinaus; das ? ist oben meist sehr blass. Nach Dr. Rebel kommt auf Formosa auch eine schwarze Form formosensis. vor: formosensis F<‘h. Ähnlich lonibockensis, Vtlgl im Aussen teil ohne jede Aufhellung, die roten Submarginal¬ flecke der Unterseite des Vflgls dünn, zum Teil auch oben entwickelt; Schwanz lang, spatelförmig. Ob formosensis und interpositus in derselben Gegend fliegen oder geographisch getrennt sind, ist uns nicht bekannt. rhodopis. rhodopis Rot lisch, von den Liu-Kiu-Inseln (= Loo Ghoo) ist interpositus sehr ähnlich, aber auf der Unter- seite des Hflgls ist der 1. weisse Fleck vorne und der 2. und 3. in der Mitte zwischen den Adern wenigstens goniopeltis. an den Rändern rot schattiert. goniopeltis Rothsch. Von Hong-Kong südwärts bis Siam, Birma und Tenasserim fliegt eine an die philippinische Subspecies philippus erinnernde Form. Auf dem Vtlgl reicht das schwarze Wurzelfeld bis zur Ursprungsstelle der 2. Mediane; zwischen diesem Felde und dem schwarzen Saume ist der Flügel unten stark aufgehellt; die weissen Flecke des Hflgls stehen immer an der Zelle und sind selten reduziert, der vor der 1. Mediane stehende ist gewöhnlich zugespitzt und meist sehr lang, viele Exemplare haben einen kleinen Zellfleck; auf der Unterseite ist der letzte Fleck gewöhnlich ganz rot, auch sind die die Flecke trennenden Adern vielfach rötlich, ebenso die Flecke selbst. Die Spitze des Hlbs ist im asteris. ganzen ausgedehnter rot als bei ceylonicus. asteris Rothsch. von der Halbinsel Malakka und der Insel Penang. Im ganzen kleiner als die vorige Subspecies, der Hlb reichlich so rot, die Oberseite der Flügel tiefer schwarz, das ? fast so dunkel wie das cf; die weissen Flecke des Hflgls dicht an der Zelle, meistens schmal, der vor der 1. Mediane stehende Fleck stets kürzer als seine Entfernung von dem betreffenden Sub¬ marginalflecke; der 1. Discalfleck häufig fehlend, immer strichförmig, wenn vorhanden, und dicht an der Zelle stehend; der 2. und 3. Fleck gleichfalls oft strichförmig; die Zelle oben oft, unten meistens mit kleinem antiphus. Fleck; die Submarginalflecke klein. antiphus F. Hflgl ohne weisse Flecke, Schwanz“spatelförmig. Sumatra, Nias, Natuna-lnseln , Borneo und Djampea (südlich von Celebes). Auf den Natuna- Inseln finden sich auch einzelne Exemplare, die der aristolochiae- Subspecies von Siam, Birma, Tonkin etc. sehr ähnlich sind, aber die

PAPILIO. Von Di'. K. Jordan.

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Behaarung der Stirn ist stark mit Schwarz gemischt, der Htlgl trägt drei lange weisse Flecke und eins unserer beiden Exemplare (cflcT) hat auch noch ein weisses Pünktchen vor der 2. Radiale: bei diesem Stück ist der Schwanz spatelförmig, bei dem andern kurz und schmal, was auch bei einigen schwarzen Xatuna-Exemplaren der Fall ist. Die weissfleckige Form ist wahrscheinlich ein Rückschlag : ab. atavus ab. nov. Im Tring Museum atavus. befindet sich von Bunguran (Natuna-lnseln) auch eine Anzahl Exemplare, bei denen der weisse Spiegel nur angedeutet ist. Bei ab. atavus sind die roten Submarginalflecke grösser als bei den meisten Stücken von antiphus, auch ist der hinter dem weissen Spiegel liegende Fleck gross. Schwarze Exemplare mit schmalem Schwanz sind ab. acuta Bruce und Stücke mit ganz kurzem Schwanz ab. periphus Oberth. (= brevicauda Styr.): acuta. beide Formen finden sich einzeln unter gewöhnlichen antiphus auf den Natuna-lnseln und auf Borneo, sind periphus. aber nicht von Sumatra bekannt ; dagegen scheinen auf Palawan keine Exemplare mit breitem Spatelschwanz vorzukommen. antiphulus Frühst, von den Sulu -Inseln ist eine grosse Rasse, die an kotzebuea erinnert, antiphulus. Der Vflgl ist ziemlich stark aufgehellt, die hintern schwarzen Streifen der Unterseite sind schmal, zwischen dein 7. roten Flecke der Hflglunterseite und der Zellspitze stehen keine roten Flecke. kotzebuea Eschsch. kotzebuea. (= polybius Godt.) (16a) bewohnt die westlichen Philippinen: Mindoro, Luzon, Polillo, Bohol und Cebu.

Fast alle Exemplare haben auf dem Htlgl ein rotes, zuweilen teilweise weisses Band von der Zellspitze zum Abdominalrande. Die Exemplare der Regenzeit sind dunkel, die der Trockenzeit heller. Die südöstlichen Philippinen